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So klärst du, ob deine Mietzinserhöhung gerechtfertigt ist

· Online seit 03.07.2023, 18:00 Uhr
Viele Haushalte haben in den vergangenen Wochen Post vom Vermieter oder der Vermieterin erhalten. Per eingeschriebenem Brief wurde eine Erhöhung des Mietzinses kommuniziert. In welchen Fällen die höhere Miete gerechtfertigt ist, erklärt eine Expertin.

Erstmals seit 2008 ist am 1. Juni der Referenzzinssatz gestiegen, und zwar von 1,25 auf 1,5 Prozent. Der Referenzzinssatz ist ein wichtiger Bestandteil für die Berechnung der Mieten der laufenden Verträge. Ein Anstieg des Referenzzinssatzes um einen Viertelprozentpunkt bedeutet, dass die Mieten der bestehenden Verträge um 3 Prozent erhöht werden können, wenn diese auf dem Referenzzinssatz von 1,25 Prozent beruhen.

«Das heisst: Hauseigentümerinnen und -eigentümer dürfen die Mieten erhöhen, wenn sie in den vergangenen Jahren auch die Senkungen an die Mietenden weitergegeben haben», erklärt Stéphanie Bartholdi, Juristin beim Hauseigentümerverband Schweiz (HEV). Mit einer Erhöhung müssen somit grundsätzlich alle Haushalte rechnen mit Mietverträgen, die zum Zeitpunkt des bisherigen Referenzzinssatzes abgeschlossen wurden.

Bei älteren Mietverträgen darf die Miete nur dann erhöht werden, wenn zuvor alle Referenzzinssenkungen an die Mieter weitergegeben wurden. Um sich gegen missbräuchliche Erhöhungen zu wehren, sollte man die Unterlagen genau anschauen und schnell handeln. Wie genau, erfährst du im Video oben.

veröffentlicht: 3. Juli 2023 18:00
aktualisiert: 3. Juli 2023 18:00
Quelle: PilatusToday

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