«Energie»

Wer definiert eigentlich unseren Strompreis?

21. November 2022, 17:22 Uhr
Sie steigen und steigen – die Kosten für Strom und Energie. Der Krieg in der Ukraine sowie die französischen Atomkraftwerke, die lange Zeit nicht am Netz waren, lassen die Preise in die Höhe schnellen. Doch wer definiert eigentlich, wie hoch der Strompreis ist?

Eins vorneweg: Beliebig hoch sein dürfen die Strompreise nicht. Die Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom und der Preisüberwacher würden einschreiten. Die Energiewerke können also nicht irgendwelche Preise auf den Markt stellen, um mehr Geld einzunehmen.

Dennoch sind es mehrere Faktoren, welche einen Strompreis definieren. Natürlich spielt die Verfügbarkeit eine grosse Rolle. Sprich: Wird Gas oder Erdöl aus Russland geliefert oder nicht? Sind die französischen Atomkraftwerke am Netz oder nicht? Hinzu kommen aber auch Vorgaben des Bundes, welche umgesetzt werden müssen.

Wann sich die Strompreise wieder normalisieren, könne nicht genau gesagt werden, betont Nicole Reisinger, Geschäftsleitungsmitglied der ewl energie wasser luzern. Die Strompreise werden jeweils im August für das komplette kommende Jahr festgelegt. Entsprechend wurde bereits im August 2022 definiert, wie hoch der Strompreis für das Jahr 2023 ist. Wieder an den Strompreisen gedreht wird also frühestens im August 2023, wenn es um die Strompreise für das Jahr 2024 geht.

Wie sich die Strompreise genau zusammensetzen und wie wichtig das Abstimmen der jeweiligen Faktoren ist, zeigt die Sendung «Energie».

(pbr)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 21. November 2022 18:00
aktualisiert: 21. November 2022 18:00