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Volleyball

0:3 gegen Belarus: Schweizerinnen auf verlorenem Posten

23. August 2021, 22:48 Uhr
Die Schweizer Volleyballerinnen erleiden an der EM im Kampf um die Achtelfinal-Qualifikation einen Rückschlag. Gegen Belarus kassieren sie im dritten Gruppenspiel mit 0:3 die zweite Niederlage.
Die Schweizer Volleyballerinnen stehen gegen Belarus zu oft auf verlorenem Posten
© Keystone/PIXSELL/Luka Stanzl/PIXSELL

Nach dem hart erkämpften 3:2-Sieg gegen Ungarn hatten sich die Schweizerinnen auch für ihren dritten Auftritt in der kroatischen Hafenstadt Zadar einiges ausgerechnet. Doch gegen die nach zwei Spielen punktelosen Belarussinnen, denen sie in der EM-Qualifikation im Mai bereits zweimal unterlegen waren, zeigte sich die Equipe von Nationaltrainerin Saskia van Hintum über weite Strecken zu fehlerhaft und verpasste es, nachzulegen. 23:25, 15:25 und 15:25 lautete das klare Verdikt aus Schweizer Sicht nach 79 Minuten.

Captain Laura Künzler angeschlagen

Vor allem in der Annahme bekundeten die Schweizerinnen grosse Mühe. Das sah auch Van Hintum so: «Der Aufschlag und die Annahme haben heute den Unterschied ausgemacht. Bei Service des Gegners waren wir unheimlich unter Druck. Dazu ist es uns nicht gelungen, sie mit unserem Aufschlag so unter Druck zu setzen, wie wir das wollten», resümierte die Nationaltrainerin im SRF-Interview.

Nur dank einer starken Maja Storck gelang es den Schweizerinnen überhaupt, zumindest im ersten Satz auf Augenhöhe zu agieren. Doch die wertvollste Spielerin der vergangenen Bundesliga-Saison war mit 17 Punkten praktisch die Alleinunterhalterin im Angriff. Insbesondere Captain Laura Künzler wurde im Schweizer Offensivspiel schmerzlich vermisst. Die Aussenangreiferin war laut Van Hintum «nicht topfit» und kam deshalb nur zur Mitte des zweiten Durchgangs zu einem Kurzeinsatz. Bei den Belarussinnen stach Hanna Klimez mit 23 Punkten heraus.

Vierkampf um zwei Achtelfinal-Tickets

Die Schweizer Dreisatzniederlage heizt in der Gruppe C den Kampf um die Achtelfinal-Tickets weiter an. Während die Favoriten Kroatien und Italien bereits durch sind, liefern sich die nunmehr fünftplatzierten Schweizerinnen mit Ungarn, Belarus und der Slowakei einen heissen Kampf um die Ränge 3 und 4.

Gross Zeit zum Verschnaufen bleibt den Schweizerinnen nicht. Bereits am Dienstagabend (20.00 Uhr) folgt das Schlüsselspiel gegen die Slowakei. Wollen sie den Traum vom Erreichen der K.o.-Phase am Leben erhalten, braucht es gegen den Tabellenletzten unbedingt einen Sieg. Eine prompte Reaktion ist gefordert, denn zum Abschluss der Vorrunde steht am Donnerstag noch das Duell mit Titelkandidat Italien an.

Obwohl die Slowakinnen nach drei Partien noch ohne Punktegewinn dastehen, sind sie im Duell mit der Schweiz zu favorisieren. Sie sind nicht nur im Europa-Ranking besser klassiert, sondern haben vor zwei Jahren an der EM auch in der Vorrunde mit 3:0 deutlich die Oberhand behalten. Am Montag fügten sie den Italienerinnen überdies den ersten Satzverlust in diesem Turnier zu.

Quelle: sda
veröffentlicht: 23. August 2021 22:50
aktualisiert: 23. August 2021 22:48