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Leichtathletik

Ajla Del Ponte und Lore Hoffmann überzeugen

1. Juli 2021, 21:50 Uhr
Ajla Del Ponte und Lore Hoffmann überzeugen beim Diamond-League-Meeting in Oslo mit je einem 3. Rang. Die Routiniers Alex Wilson und Lea Sprunger hingegen müssen Niederlagen einstecken.
Ajla Del Ponte freut sich über einen gelungenen Auftritt in Oslo. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/EPA AP POOL/DANIEL COLE / POOL

Del Ponte, die Hallen-Europameisterin aus dem Tessin, fing im Finish noch die Amerikanerin Javianne Oliver ab und warf sich im 100-m-Lauf nach 11,16 Sekunden ins Ziel. Bei leichtem Gegenwind ist dies ein toller Wert, bloss 9 Hundertstel über der persönlichen Bestleistung vom vergangenen Freitag in Langenthal. Den Sieg sicherte sich Marie-Josée Ta Lou von der Elfenbeinküste in 10,91.

Einen starken 3. Rang lief auch Lore Hoffmann heraus. Die 800-m-Läuferin blieb in 1:59,06 Sekunden zum zweiten Mal in ihrer Karriere unter der Zweiminuten-Marke. Für die 24-Jährige liegt noch mehr drin, allenfalls sogar der Schweizer Rekord von Selina Rutz-Büchel (1:57,95). Lore Hoffmann fand in Oslo nur selten die Innenbahn und machte ein paar Extra-Meter.

Lea Sprunger musste über die 400 m hingegen einen leichten Dämpfer einstecken. Einerseits blieb sie gegen die europäische Konkurrenz chancenlos, andererseits durchbrach sie nicht wie erhofft die 55-Sekunden-Marke. Femke Bol, die Trainingspartnerin der Westschweizerin, drückte den Landesrekord der Niederlande auf 53,33 Sekunden. Auch zwei Frauen aus der Ukraine und eine Norwegerin waren besser unterwegs als Lea Sprunger.

Die Romande fand gegen Schluss nicht das perfekte Schrittmuster und wurde letztlich in 55,46 Sekunden Sechste. Vergangenen Samstag in Langenthal war sie drei Zehntel schneller unterwegs gewesen. Sprunger ist wegen einer Verletzung verspätet in die Saison eingestiegen und wendet nun ein andere Schrittzahl an als an der WM 2019 in Doha, wo sie in 54,06 Sekunden in den 4. Rang und zum Schweizer Rekord lief.

Alex Wilson missriet der 200-m-Lauf. Nach einem schwachen Start kam er auch auf der Zielgeraden nicht auf Touren. Der Basler blieb nur knapp unter 21 Sekunden. Noch am Dienstag in Luzern hatte Wilson bei sprintwidrigen Bedingungen mit einem Sieg in 20,64 Sekunden überzeugt. Die verspätete Anreise in Oslo erst am Wettkampftag dürfte die Leistung beeinträchtigt haben.

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. Juli 2021 21:50
aktualisiert: 1. Juli 2021 21:50