National League

Bern verliert nach 3:2-Führung und bangt weiter um Playoffs

21. März 2021, 18:22 Uhr
Dario Bürgler (Nummer 87) und der HC Lugano haben die letzten fünf Meisterschaftsspiele alle gewonnen
© KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Der Schlittschuhclub Bern muss weiter um die Playoffs bangen. 20 Stunden nach dem 1:4 vom Samstag verlieren die Berner mit 3:4 nach Verlängerung auch das zweite Heimspiel gegen Lugano.

Die Berner verbleiben nach dem Wochenende mit zwei Heimspielen auf Platz 10, lediglich zwei Zähler vor Ambri-Piotta (11.). Aber die Berner haben nach dem stressigen Pensum der letzten Wochen bloss noch ein Spiel weniger ausgetragen als die Rivalen am Strich.

Am Sonntag wussten die Berner nicht so recht, ob sie einen Punkt gewonnen oder zwei verloren haben. Im Schlussabschnitt machte Bern aus einem 0:2-Rückstand eine 3:2-Führung. In der 58. Minute gelang Tim Heed für Lugano aber der Ausgleich. In der Verlängerung gelang Dario Bürgler mit dem 17. Saisontor nach 129 Sekunden das 4:3-Siegtor.

Lugano kam zum fünften Sieg hintereinander und gewann die letzten zwei Saisons alle Partien in Bern. Überhaupt spielt der SCB im eigenen Stadion vor leeren Rängen so schwach wie noch nie in seiner Geschichte. Erst 21 Punkte holte Bern in der PostFinance-Arena - neun weniger als Ambri, das in der Heim-Tabelle auch nur den 10. Platz belegt.

Bei Lugano hütete erstmals seit der 2:6-Heimniederlage gegen Biel wieder Sandro Zurkirchen das Tor. Bis zur 43. Minute spielte Zurkirchen perfekt; anschliessend liess er aber drei der nächsten fünf Schüsse auf sein Tor passieren. Lugano kassierte nach vier Glanzvorstellungen von Niklas Schlegel und Siegen gegen Bern (zweimal 4:1) und Ambri (zweimal 3:1) erstmals wieder mehr als einen Gegentreffer.

Trotz des ernüchternden Wochenendes und wieder vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen bietet sich Bern in den nächsten Tagen die Chance, sich der Playoff-Qualifikation anzunähern. Diese Woche spielt der SCB zwei Derbys gegen das Liga-Schlusslicht SCL Tigers.

Bern - Lugano 3:4 (0:0, 0:2, 3:1, 0:1) n.V.

0 Zuschauer. - SR Urban/Kristijan Nikolic, Obwegeser/Progin. - Tore: 26. Herburger (Lammer, Bertaggia) 0:1. 30. Fazzini (Heed, Arcobello/Powerplaytor) 0:2. 43. Jeffrey (Conacher, Olofsson/Powerplaytor) 1:2. 50. Praplan (Scherwey, Henauer) 2:2. 56. Olofsson (Powerplaytor) 3:2. 58. Heed (Arcobello, Fazzini) 3:3. 63. Bürgler (Herburger) 3:4. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 2mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Arcobello.

Bern: Wüthrich; Untersander, Henauer; Andersson, Zryd; Burren, Beat Gerber; Thiry, Colin Gerber; Conacher, Jeffrey, Olofsson; Scherwey, Praplan, Pestoni; Sopa, Heim, Moser; Berger, Bader, Jeremi Gerber.

Lugano: Zurkirchen; Heed, Wellinger; Loeffel, Chiesa; Nodari, Wolf; Traber, Antonietti; Bürgler, Arcobello, Bödker; Fazzini, Lajunen, Suri; Lammer, Herburger, Bertaggia; Zangger, Sannitz, Haussener.

Bemerkungen: Bern ohne Blum, Ruefenacht, Sciaroni (alle verletzt) und Neuenschwander (krank), Lugano ohne Morini, Riva und Walker (alle verletzt).

Rangliste:

1. Zug 44/98. 2. ZSC Lions 45/79. 3. Fribourg-Gottéron 45/79. 4. Genève-Servette 44/78. 5. Lugano 45/78. 6. Lausanne 43/76. 7. Biel 46/75. 8. Davos 45/67. 9. Rapperswil-Jona Lakers 46/50. 10. Bern 45/49. 11. Ambri-Piotta 46/47. 12. SCL Tigers 44/31.

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. März 2021 18:22
aktualisiert: 21. März 2021 18:22