National League

Bieler Quarantäne macht alles komplizierter

26. März 2021, 22:52 Uhr
Eine Quarantäne beim EHC Biel könnte die Chancen der Seeländer auf die direkte Qualifikation für die Playoff-Viertelfinals entscheidend schmälern
© KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI
Zehn Tage vor dem geplanten Ende der Qualifikation macht die Quarantäne des EHC Biel alles komplizierter. Vor allem im Kampf um den direkten Viertelfinaleinzug könnte es eine Vorentscheidung sein.

Sollten die Bieler wie erwartet bis Karfreitag in Quarantäne geschickt werden, ist klar, dass bis zum geplanten Ende der Qualifikation am Ostermontag nicht alle Teams auf 52 Spiele kommen werden. Dann wird der Punktekoeffizient für die Berechnung der Schlussrangliste herangezogen. Das macht die Ausgangslage ausgesprochen unübersichtlich.

Ausser dem Spitzenplatz für Zug und dem Schlusslicht SCL Tigers ist noch jede Position offen. Im Kampf um die Top 6 und damit die direkte Qualifikation für die Playoff-Viertelfinals machten Lugano mit seinem siebten Sieg in Folge (6:4 gegen Ambri-Piotta), die ZSC Lions (3:2 nach Penaltyschiessen in Bern) und Fribourg-Gottéron (2:1 nach Penaltyschiessen gegen Lausanne) einen wichtigen Schritt.

Der eine Punkt ist die die Berner aber wohl einiges wert, sie weisen auf Platz 9 nun drei respektive sechs Punkte Vorsprung auf die Rapperswil-Jona Lakers (2:4 gegen Davos) respektive Ambri auf. Biel ist Siebter und verpasst nun wohl einige Chancen, sich noch zu verbessern.

Davos besiegt Lakers auch im siebenten Saisonduell

Zwar holten die Rapperswil-Jona Lakers im Heimspiel gegen Davos ein 0:2 auf, am Ende war es aber wie zuletzt immer: Die Bündner gewannen mit 4:2 auch das siebente Saisonduell.

Nachdem Marc Wieser die Gäste in der 27. Minute mit seinem zweiten Tor in diesem Spiel 2:0 in Führung gebracht hatte, zeigten die Lakers eine starke Reaktion. Der Ex-Davoser Nando Eggenberger verkürzte nur 32 Sekunden danach auf 1:2, in der 31. Minute glich Verteidiger Daniel Vukovic zum 2:2 aus. Das Schussverhältnis im Mittelabschnitt lautete 19:5 zu Gunsten der Rapperswiler, dennoch endete das Drittel 2:2. Teemu Turunen gelang nach sehenswerter Vorarbeit von Enzo Corvi das 3:2 (37.).

Darauf hatten die Gastgeber keine Antwort mehr. Im Gegenteil: Yannick Frehner zeichnete in der 48. Minute für das 4:2 verantwortlich. Somit setzte es für den Rapperswiler Keeper Melvin Nyffeler bei seinem Comeback eine Enttäuschung ab - er bestritt nach einer Fussverletzung die erste Partie seit dem 26. Januar.

Ambri wirft ersten Derbysieg seit einem Jahr weg

Ambri-Piotta verliert auch das sechste Derby in dieser Saison gegen Lugano - und das auf äusserst ärgerliche Weise. Durch drei Tore in den letzten drei Minuten kommen die formstarken Bianconeri zu einem 6:4-Sieg. Das entscheidende 5:4 ist ein Eigentor, als eine Strafe gegen Lugano angezeigt ist und Ambri-Goalie Damiano Ciaccio den Kasten verlassen hat.

Der siebte Sieg in Folge für Lugano, das damit seinen 2. Platz festigte, gehört damit in die Kategorie glücklich. Im Mitteldrittel hatte Ambri ein 0:2 gewendet und war 4:3 in Führung gegangen. Diese hielt bis drei Minuten vor Schluss.

Die drei Punkte hätten die Leventiner nochmal in eine gute Position für die Playoff-Qualifikation bringen können. Nun ist das Duell am Samstag zuhause gegen das drei Punkte vor ihnen liegende Rapperswil-Jona die letzten Chance im Rennen um den 10. Platz.

Fribourg gewinnt «Serie» gegen Lausanne

Fribourg-Gottéron hat den Schlüssel gegen den Westschweizer Rivalen Lausanne gefunden. Nach drei Niederlagen in der ersten Hälfte der Saison und drei Siegen in den letzten drei Monaten gewannen die Freiburger das siebte und letzten Spiel der Qualifikation 2:1 im Penaltyschiessen.

Chris DiDomenico und der Ex-Lausanner Yannick Herren verwerteten ihre Versuche im Shootout, während Reto Berra sämtliche Penaltys der Lausanner entschärfte. Zuvor hatte Gottéron in der Startphase eine wahre Strafenflut der Waadtländer dank des 23. Saisontors des PostFinance-Topskorers Killian Mottet im Powerplay zur frühen Führung genützt. Kurz nach Spielhälfte glich Christoph Bertschy aus.

Lausanne hatte zuletzt fünf Erfolge in Serie gefeiert, die letzte Niederlage hatten sie am 13. März ebenfalls gegen Fribourg kassiert.

Telegramme:

Rapperswil-Jona Lakers - Davos 2:4 (0:1, 2:2, 0:1)

1 Zuschauer. - SR Lemelin/Urban, Cattaneo/Duarte. - Tore: 5. Marc Wieser (Ambühl, Barandun) 0:1. 27. (26:39) Marc Wieser (Sund, Guerra) 0:2. 28. (27:11) Eggenberger (Lehmann) 1:2. 31. Vukovic (Dünner) 2:2. 37. Turunen (Corvi, Sund) 2:3. 48. Frehner (Chris Egli) 2:4. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 3mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Cervenka; Corvi.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Dominik Egli, Profico; Vukovic, Jelovac; Sataric, Maier; Randegger; Clark, Cervenka, Moses; Lehmann, Rowe, Eggenberger; Schweri, Dünner, Wick; Forrer, Wetter, Loosli; Ness.

Davos: Mayer; Nygren, Jung; Heinen, Guerra; Hänggi, Sund; Stoop, Barandun; Frehner, Chris Egli, Herzog; Palushaj, Corvi, Turunen; Ambühl, Nussbaumer, Marc Wieser; Kienzle, Marc Aeschlimann, Baumgartner.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Rochow (krank), Dufner und Payr (beide verletzt), Davos ohne Du Bois, Paschoud, Rubanik, Dino Wieser (alle verletzt) und Ullström (überzähliger Ausländer). Rapperswil-Jona Lakers von 56:57 bis 57:22 und 57:24 bis 59:16 ohne Torhüter.

Lugano - Ambri-Piotta 6:4 (2:0, 1:4, 3:0)

0 Zuschauer. - SR Tscherrig/Stolc, Fuchs/Gnemmi. - Tore: 8. Fazzini 1:0. 18. Boedker (Bürgler) 2:0. 21. (20:59) Fischer 2:1. 24. Perlini (Zwerger) 2:2. 26. Josephs (Heed, Arcobello/Powerplaytor) 3:2. 30. Fora (Zwerger/Powerplaytor) 3:3. 38. Müller (Kostner) 3:4. 58. (57:07) Heed 4:4. 58. (57:35) Sannitz 5:4. 60. (59:40) Suri 6:4 (ins leere Tor). - Strafen: 5mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Fazzini, Zangger) gegen Lugano, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Zwerger.

Lugano: Schlegel; Heed, Wellinger; Loeffel, Chiesa; Nodari, Wolf; Romanenghi, Riva; Bürgler, Arcobello, Boedker; Fazzini, Morini, Suri; Lammer, Herburger, Josephs; Zangger, Sannitz, Haussener.

Ambri-Piotta: Ciaccio; Fora, Isacco Dotti; Hächler, Fischer; Fohrler, Zaccheo Dotti; Ngoy; Zwerger, Flynn, Perlini; Grassi, Novotny, Müller; Trisconi, Kostner, Mazzolini; Incir, Dal Pian, Kneubuehler; Nättinen.

Bemerkungen: Lugano ohne Bertaggia, Lajunen, Traber und Walker (alle verletzt). Ambri-Piotta von 57:50 bis 59:19 und 59:28 bis 59:40 ohne Torhüter.

Fribourg-Gottéron - Lausanne 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 0:0) n.P.

1 Zuschauer. - SR Stricker/Mollard, Kehrli/Burgy. - Tore: 3. Mottet (Stalberg, DiDomenico/bei 5 gegen 3) 1:0. 33. Bertschy 1:1. - Penaltyschiessen: Hudon -, DiDomenico 1:0; Bertschy -, Mottet -; Malgin -, Herren 2:0; Emmerton -. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 3mal 2 plus 5 Minuten (Barberio) plus Spieldauer (Barberio) gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Mottet; Malgin.

Fribourg-Gottéron: Berra; Sutter, Furrer; Gunderson, Chavaillaz; Kamerzin, Jecker; Abplanalp; Herren, Schmid, DiDomenico; Stalberg, Desharnais, Mottet; Bougro, Marchon, Jörg; Sprunger, Walser, Bykov; Jobin.

Lausanne: Boltshauser; Grossmann, Barberio; Heldner, Frick; Genazzi, Marti; Krueger, Krakauskas; Jooris, Malgin, Almond; Jäger, Gibbons, Hudon; Bertschy, Emmerton, Kenins; Bozon, Froidevaux, Douay.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Brodin und Rossi (beide verletzt).

Rangliste und Resultate:

Resultate: Bern - ZSC Lions 2:3 (0:1, 1:0, 1:1, 0:0) n.P. Fribourg-Gottéron - Lausanne 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 0:0) n.P. Rapperswil-Jona Lakers - Davos 2:4 (0:1, 2:2, 0:1). Lugano - Ambri-Piotta 6:4 (2:0, 1:4, 3:0). SCL Tigers - Zug 4:5 (0:1, 0:2, 4:2).

Rangliste: 1. Zug 47/107. 2. Lugano 47/84. 3. Lausanne 46/83. 4. ZSC Lions 47/81. 5. Fribourg-Gottéron 47/81. 6. Genève-Servette 46/78. 7. Biel 46/75. 8. Davos 46/70. 9. Bern 47/53. 10. Rapperswil-Jona Lakers 47/50. 11. Ambri-Piotta 47/47. 12. SCL Tigers 47/31.

Quelle: sda
veröffentlicht: 26. März 2021 22:53
aktualisiert: 26. März 2021 22:52