Baspo-Direktor

«Das schulden wir unserem Sport»

5. September 2020, 13:08 Uhr
Matthias Remund istseit dem 1. April 2005 Direktor des Bundesamts für Sport (Baspo).
© Keystone
Ab Oktober sind Grossanlässe ab 1'000 Personen wieder erlaubt. Ein gewisses Risiko sei zwar noch da, sagt der Direktor des Bundesamts für Sport, Matthias Remund, doch der Lockerungsschritt sei richtig.

«Es ist ein Spiel mit dem Risiko», sagt Matthias Remund über die Aufhebung der 1000er-Grenze für Grossveranstaltungen. Gleichzeitig sei der Direktor des Bundesamtes für Sport (Baspo) überzeugt, dass die vom Bundesrat beschlossene Lockerung der richtige Weg hin zu einer neuen Normalität sei. «Das schulden wir unserem Sport, unseren Ligen und unserer Gesellschaft» sagte Remund gegenüber der SRF-«Rundschau» am Samstag.

Gemäss Remund sind sich die Fussball- und Eishockeyklubs der Risiken bewusst, die mit dem Lockerungsschritt einhergehen: «Dementsprechend sind sie bestrebt, die Schutzmassnahmen durchzusetzen.»

«Jedes Stadion und jeder Einlass ist anders»

Die Veranstalter der Grossanlässe müssen vorgängig eine Bewilligung des jeweiligen Kantons einholen. Auf die Gefahr eines kantonalen Flickenteppichs angesprochen, sagte Matthias Remund, dass kein Anspruch auf Gleichbehandlung bestehe. «Jedes Stadion und jeder Einlass ist anders. Die Kantone sollen ihre Situation selber beurteilen.»

Der Bund hat den Fussball- und Eishockeyklubs im Mai ein Hilfspaket mit einem Darlehen von 200 Millionen Franken angeboten. Doch die jeweiligen Sportverbände und Klubs lehnten die Darlehen wegen den daran geknüpften Bedingungen ab. Der Direktor des Bundesamtes für Sport hofft nun, dass mit einem Vorschlag der ständerätlichen Gesundheitskommission für zinslose Darlehen ein «neuer Anlauf» in dieser Angelegenheit genommen werden könne. «Es liegt an den den Klubs, ob sie auf den Vorschlag eingehen wollen», so Remund im Interview. (dpo)

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 5. September 2020 13:08
aktualisiert: 5. September 2020 13:08