National League

Die ZSC Lions nach Vorsprung bezwungen

7. Januar 2021, 22:55 Uhr
Ambris Daniele Grassi bringt hier ZSC-Goalie Lukas Flüeler in Bedrängnis
© KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari
Die ZSC Lions verpassen in der National League den Sprung auf den 2. Tabellenplatz. Die Zürcher verlieren bei Ambri-Piotta nach einer 1:0-Führung mit 1:2 nach Verlängerung.

Den entscheidenden Treffer erzielte Verteidiger Michael Fora 43 Sekunden vor dem Ende der Overtime. Der Mann des Spiels war damit Captain Fora. Der Verteidiger hatte in der 51. Minute auch den Penalty herausgeholt, den Julius Nättinen zum 1:1 verwertete. Fora hätte aber auch gerade so gut zur tragischen Figur der Partie werden können, sass er doch nach der zweiten Pause nicht weniger als viermal auf der Strafbank, das letzte Mal in der Verlängerung. Das Powerplay der Lions funktioniert diesmal allerdings nicht wie gewünscht.

Beim ersten Saisonduell dieser beiden Teams hatten die Leventiner einen 5:2-Heimsieg gefeiert. Überragender Spieler war damals Nättinen, der vier Tore schoss. Überhaupt benötigte der Finne in der National League keinerlei Anlaufzeit - in seinen ersten elf Spielen war er nicht weniger als 14 Mal erfolgreich. Danach aber blieb Nättinen in sechs Partien in Folge torlos. Nun beendete er diese Flaute mit dem souverän verwandelten Penalty.

Beim 1:0 für den ZSC hatte Dominik Diem Ambris Goalie Viktor Östlund aus spitzem Winkel erwischt. Ansonsten zeigte der 26-Jährige, der zum ersten Mal in der laufenden Meisterschaft in der National League von Anfang an zum Einsatz kam, eine tadellose Leistung. Östlund parierte 42 Schüsse. Für die Lions war es die dritte Niederlage in den letzten vier Partien, womit sie den Sprung auf den 2. Tabellenplatz verpassten.

Genfer mit Doppelschlägen zum Sieg

Genève-Servette wendete gegen Lugano im Mitteldrittel mit zwei Doppelschlägen ein 1:2 in ein 5:2. Am Ende siegen die Gastgeber 7:3.

Die erste Pause tat den Luganesi überhaupt nicht gut. Nach nur 32 Sekunden im Mitteldrittel glich Simon Le Coultre mit seinem ersten Treffer in der laufenden Meisterschaft zum 2:2 aus, 34 Sekunden danach brachte mit Henrik Tömmernes ein weiterer Verteidiger die Genfer erstmals in dieser Partie in Führung.

Zwischen dem 4:2 von Damien Riat (30.), der schon zum 1:1 (10.) erfolgreich gewesen war, und dem 5:2 von Marco Miranda (32.) vergingen 79 Sekunden. Beide Tore fielen in Überzahl. Am Samstag beim 6:0-Sieg bei den Rapperswil-Jona Lakers hatte Servette drei Treffer im Powerplay erzielt. Auch im Schlussabschnitt schlug das Heimteam innert kurzer Zeit zweimal zu - Tanner Richard (46.) und Noah Rod (48.) trafen innert 138 Sekunden. Damit waren die Südtessiner in diesem attraktiven Duell endgültig geschlagen.

Die Genfer gewannen somit auch ihr zweites Spiel im neuen Jahr. Für Lugano war es in der dritten Partie 2021 die erste Niederlage. Das 2:1 der Bianconeri durch Mikkel Bodker leitete Mark Arcobello ein. Der Amerikaner liess sich in der achten Partie in Folge mindestens einen Assist gutschreiben.

Telegramme und Rangliste

Ambri-Piotta - ZSC Lions 2:1 (0:1, 0:0, 1:0, 1:0) n.V.

0 Zuschauer. - SR Mollard/Nikolic (AUT), Gnemmi/Huguet. - Tore: 6. Diem (Noreau, Pedretti) 0:1. 51. Nättinen 1:1 (Penalty). 65. (64:17) Fora (Kostner) 2:1. - Strafen: je 6mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Zwerger; Hollenstein.

Ambri-Piotta: Östlund; Fora, Isacco Dotti; Fohrler, Fischer; Hächler, Zaccheo Dotti; Ngoy, Pezzullo; Nättinen, Flynn, Zwerger; Rohrbach, Novotny, Müller; Trisconi, Kostner, Grassi; Dal Pian, Goi, Horansky.

ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Marti; Trutmann, Berni; Morant, Geering; Phil Baltisberger; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Pettersson, Krüger, Hollenstein; Bodenmann, Diem, Sigrist; Pedretti, Schäppi, Wick; Simic.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Bianchi, Conz, D'Agostini, Incir und Joël Neuenschwander (alle verletzt), ZSC Lions ohne Blindenbacher und Prassl (beide verletzt).

Genève-Servette - Lugano 7:3 (1:2, 4:1, 2:0)

0 Zuschauer. - SR Müller/Dipietro, Schlegel/Burgy. - Tore: 5. Suri (Lajunen, Chiesa) 0:1. 10. Damien Riat (Winnik, Tömmernes) 1:1. 19. Bodker (Arcobello, Bertaggia) 1:2. 21. (20:32) Le Coultre (Winnik) 2:2. 22. (21:06) Tömmernes (Vermin, Rod) 3:2. 30. Damien Riat (Le Coultre, Winnik/Powerplaytor) 4:2. 32. Miranda (Vermin, Fehr/Powerplaytor) 5:2. 34. Lajunen (Herburger/Powerplaytor) 5:3. 46. Richard (Vermin, Rod) 6:3. 48. Rod (Vermin, Völlmin) 7:3. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 3mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Omark; Arcobello.

Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Le Coultre; Mercier, Maurer; Völlmin; Damien Riat, Winnik, Omark; Moy, Fehr, Patry; Rod, Richard, Vermin; Berthon, Smirnovs, Miranda; Fritsche.

Lugano: Schlegel (31. Fadani); Heed, Riva; Loeffel, Wellinger; Nodari, Wolf; Chiesa, Romanenghi; Bodker, Arcobello, Bertaggia; Walker, Lajunen, Suri; Bürgler, Herburger, Fazzini; Lammer, Sannitz, Morini.

Bemerkungen: Lugano ohne Matewa und Zurkirchen (beide verletzt).

Rangliste: 1. Zug 22/48 (74:51). 2. Fribourg-Gottéron 22/43 (65:59). 3. Lausanne 21/42 (69:47). 4. ZSC Lions 22/42 (77:59). 5. Genève-Servette 19/33 (63:45). 6. Lugano 20/33 (60:54). 7. Davos 23/30 (77:81). 8. Biel 21/27 (62:65). 9. Ambri-Piotta 24/27 (54:70). 10. Rapperswil-Jona Lakers 24/26 (63:81). 11. SCL Tigers 23/20 (46:83). 12. Bern 19/19 (40:55).

Quelle: sda
veröffentlicht: 7. Januar 2021 23:00
aktualisiert: 7. Januar 2021 22:55