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National League

EVZ zieht an der Spitze einsam seine Kreise

14. Februar 2021, 19:35 Uhr
Der EV Zug baut die Tabellenführung in der National League auf zwölf Punkte aus. Während die Zuger bei den SCL Tigers 4:2 gewinnen, ist der erste Verfolger ZSC Lions spielfrei.
Zugs Jerome Bachofner jubelt während der Partie gegen die SCL Tigers. Sein EV Zug ist in der Tabelle einsame Spitze und liegt nun bereits zwölf Punkte und mehr vor der Konkurrenz
© KEYSTONE/MARCEL BIERI

Am Sonntag standen zwar nur zehn von zwölf Klubs in der obersten Schweizer Eishockey-Liga im Einsatz, zum ersten Mal seit Langem befindet sich aber wieder einmal keine Mannschaft mehr in Quarantäne. Nach fast drei Wochen ohne Ernstkampf kehrte Ambri-Piotta mit einer 2:3-Niederlage nach Verlängerung zuhause gegen das nach Verlustpunkten zweitplatzierte Lausanne zurück.

Einen Schritt aus der Krise machte der SC Bern beim 5:1 gegen Davos. Für die nach wie vor letztplatzierten Berner war es erst der vierte Heimsieg in dieser Meisterschaft, der erste nach dem Ende der dritten Quarantäne. Biel kam im sechsten Anlauf in dieser Qualifikation gegen Fribourg-Gottéron (4:2) endlich zum ersten Sieg.

Sechste Niederlage in Folge für SCL Tigers

Der EV Zug gewann auch das zweite Duell an diesem Wochenende gegen die SCL Tigers. Die Zentralschweizer setzten sich nach dem 3:1-Heimsieg am Freitag nun auswärts mit 4:2 durch und gingen damit auch im fünften Vergleich mit den Emmentalern in dieser Saison als Sieger hervor.

Für die SCL Tigers war es die sechste Niederlage hintereinander und die elfte aus den letzten zwölf Spielen. Der Vorsprung auf den Tabellenletzten SC Bern beträgt nur noch einen Punkt, obwohl der Kantonsrivale aus der Hauptstadt noch acht Spiele weniger ausgetragen hat.

Zwei von vier Toren erzielte der EVZ im Powerplay: Lino Martschini traf in der 17. Minute per Handgelenkschuss zum 2:0, Santeri Alatalo (30.) stellte nur drei Minuten nach dem Langnauer Anschlusstreffer den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Das 1:2 erzielte Stefan Rüegsegger mit einem «Buebetrickli».

Ein historischer Rappi-Sieg

Die Rapperswil-Jona Lakers feierten beim 4:2 in Lugano einen Sieg von historischem Ausmass. Letztmals war es den St. Gallern vor über zehn Jahren gelungen, in der Resega das Eis als Sieger zu verlassen: Am 21. Dezember 2010 siegten sie mit 3:2.

Für Lugano endete am Sonntag ein guter Lauf mit zuletzt acht Siegen hintereinander. Dabei hatten die Tessiner in einem animierten Mitteldrittel einen 0:1-Rückstand in ein 2:1 gedreht. Topskorer Mark Arcobello schaffte nur 39 Sekunden nach der Gäste-Führung durch Dominik Egli mit einem Shorthander den Ausgleich, drei Minuten später traf Raphael Herburger zum 2:1.

Doch Rapperswil-Jona drehte die Partie dank Toren von Kevin Clark (30.), Kay Schweri (30.) und Steve Moses (59.) erneut. Für die Lakers war es der erste Auswärtssieg nach zuletzt zehn Niederlagen hintereinander.

Aller guten Dinge sind... 6

Im sechsten und letzten Anlauf in dieser Qualifikation hat es für den EHC Biel endlich mit einem Sieg gegen Fribourg-Gottéron geklappt. Den Unterschied beim 4:2-Auswärtserfolg machten die Bieler dank drei Toren im Schlussdrittel.

Marc-Antoine Pouliot brachte die Gäste nur 34 Sekunden nach Wiederbeginn ein erstes Mal in Führung. Danach erhöhte Damien Brunner (50.) in Überzahl auf 3:1, ehe der Kanadier David Desharnais mit seinem zweiten persönlichen Treffer an diesem Nachmittag die Freiburger noch einmal hoffen liess. Doch Biels Konstantin Komarek (59.) sorgte mit dem 4:2 ins leere Tor für die definitive Entscheidung.

Für Biel war es der erste Sieg nach zuvor saisonübergreifend sieben Niederlagen gegen das drittplatzierte Gottéron. Die Seeländer verbesserten sich damit auf Kosten von Davos und Genève-Servette auf Platz 6, der zur Teilnahme an den regulären Playoffs berechtigt.

Emmerton schiesst Lausanne zum Sieg

Ambri-Piotta fehlte im ersten Spiel nach der zweiten Quarantäne nur wenig zur Überraschung. 19 Tage nach dem letzten Ernstkampf und einem 1:2 nach Penaltyschiessen in Lausanne zogen die Leventiner gegen die Waadtländer erneut nur knapp den Kürzeren. Wiederum war es Cory Emmerton, der für die Entscheidung sorgte. Versenkte der Kanadier vor knapp drei Wochen gegen seinen Ex-Klub noch den entscheidenden Penalty, sicherte er den Lausannern diesmal nach nur fünf Sekunden der Verlängerung den Zusatzpunkt.

Das nach Verlustpunkten weiterhin zweitplatzierte Lausanne war durch einen Doppelschlag kurz vor Spielhälfte 2:0 in Führung gegangen. Christoph Bertschy und Cory Almond hatten für die Gäste innert 31 Sekunden getroffen. Danach brachten der Tscheche Jiri Novotny (37.) und der Amerikaner Brian Flynn (46.) die Gastgeber zurück ins Spiel. Letztlich resultierte für Ambri-Piotta aber auch im neunten Spiel in Folge gegen Lausanne eine Niederlage.

Die Telegramme

SCL Tigers - Zug 2:4 (0:2, 1:2, 1:0)

0 Zuschauer. - SR Tscherrig/Urban, Schlegel/Burgy. - Tore: 7. Leuenberger (Geisser) 0:1. 17. Martschini (Alatalo, Hofmann/Powerplaytor) 0:2. 27. Rüegsegger (Andersons, In-Albon) 1:2. 30. Alatalo (Martschini, Zehnder/Powerplaytor) 1:3. 36. Hofmann (Geisser) 1:4. 58. In-Albon (Rüegsegger, Erni) 2:4. - Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Maxwell; Kovar.

SCL Tigers: Stettler (41. Zaetta); Erni, Huguenin; Leeger, Lardi; Schilt, Grossniklaus; Bircher; Julian Schmutz, Maxwell, Nilsson; Petrini, Berger, Sturny; Weibel, Flavio Schmutz, Dostoinow; Rüegsegger, In-Albon, Andersons.

Zug: Hollenstein; Diaz, Gross; Schlumpf, Stadler; Geisser, Alatalo; Cadonau; Simion, Kovar, Hofmann; Klingberg, Albrecht, Zehnder; Martschini, Shore, Thorell; Leuenberger, Senteler, Bachofner.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Blaser, Diem, Earl, Glauser, Kuonen, Melnalksnis, Neukom, Punnenovs und Salzgeber (alle verletzt), Zug ohne Thürkauf, Wüthrich und Zgraggen (alle verletzt). SCL Tigers von 58:52 bis 59:13 und ab 59:32 ohne Torhüter.

Fribourg-Gottéron - Biel 2:4 (0:0, 1:1, 1:3)

0 Zuschauer. - SR Hebeisen/Salonen, Gnemmi/Huguet. - Tore: 34. Desharnais (Mottet, Gunderson/Powerplaytor) 1:0. 38. Künzle (Fey, Cunti) 1:1. 41. (40:34) Pouliot (Hischier) 1:2. 50. Brunner (Cunti, van Pottelberghe/Powerplaytor) 1:3. 55. Desharnais (Mottet) 2:3. 59. Komarek (Kessler, Fuchs) 2:4 (ins leere Tor). - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 2mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Mottet; Cunti.

Fribourg-Gottéron: Berra; Sutter, Furrer; Gunderson, Chavaillaz; Kamerzin, Jecker; Abplanalp; Bykow, Desharnais, Mottet; Herren, Walser, Jörg; Sprunger, Schmid, DiDomenico; Bougro, Marchon, Jobin.

Biel: van Pottelberghe; Kreis, Moser; Forster, Rathgeb; Lindbohm, Fey; Sartori; Hischier, Pouliot, Rajala; Fuchs, Komarek, Hofer; Brunner, Cunti, Künzle; Kessler, Gustafsson, Tanner.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Brodin, Rossi und Stalberg (alle verletzt), Biel ohne Hügli, Lindgren, Lüthi und Ulmer (alle verletzt). Fribourg-Gottéron von 58:07 bis 58:35 ohne Torhüter.

Lugano - Rapperswil-Jona Lakers 2:4 (0:0, 2:3, 0:1)

0 Zuschauer. - SR Stricker/Borga, Obwegeser/Kehrli. - Tore: 25. (24:02) Egli (Cervenka, Moses/bei 5 gegen 3) 0:1. 25. (24:41) Arcobello (Unterzahltor!) 1:1. 28. Herburger (Suri, Loeffel) 2:1. 30. Clark (Lehmann, Dufner) 2:2. 35. Schweri (Wick, Dünner) 2:3. 59. Moses (Cervenka) 2:4 (ins leere Tor). - Strafen: 6mal 2 plus 10 Minuten (Arcobello) gegen Lugano, 3mal 2 plus 5 Minuten (Lhotak) plus Spieldauer (Lhotak) gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Cervenka.

Lugano: Zurkirchen; Heed, Wellinger; Loeffel, Chiesa; Nodari, Wolf; Walker, Antonietti; Bödker, Arcobello, Haussener; Fazzini, Lajunen, Bertaggia; Bürgler, Herburger, Suri; Zangger, Sannitz, Lammer.

Rapperswil-Jona Lakers: Bader; Vukovic, Jelovac; Egli, Randegger; Sataric, Maier; Dufner; Schweri, Dünner, Wick; Clark, Lehmann, Cervenka; Moses, Wetter, Lhotak; Forrer, Ness, Eggenberger.

Bemerkungen: Lugano ohne Morini und Riva (beide verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Profico (krank), Nyffeler, Payr und Rowe (alle verletzt). Lugano von 58:29 bis 58:53 ohne Torhüter.

Ambri-Piotta - Lausanne 2:3 (0:0, 1:2, 1:0, 0:1) n.V.

0 Zuschauer. - SR Lemelin/Nikolic, Fuchs/Steenstra. - Tore: 29. (28:47) Bertschy (Kenins, Genazzi) 0:1. 30. (29:18) Almond (Roth, Hudon) 0:2. 37. Novotny (Perlini, Müller/Powerplaytor) 1:2. 46. Flynn (Zwerger, Perlini) 2:2. 61. (60:05) Emmerton (Bertschy) 2:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Zwerger; Kenins.

Ambri-Piotta: Östlund; Fohrler, Fischer; Ngoy, Pezzullo; Hächler, Zaccheo Dotti; Pinana; Perlini, Flynn, Zwerger; Kneubuehler, Müller, Nättinen; Neuenschwander, Novotny, Dal Pian; Trisconi, Kostner, Grassi; Mazzolini.

Lausanne: Boltshauser; Marti, Genazzi; Heldner, Frick; Roth, Grossmann; Schneeberger, Mémeteau; Bertschy, Emmerton, Kenins; Conacher, Almond, Hudon; Leone, Froidevaux, Bozon; Volejnicek, Cajka, Arnold.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Bianchi, Conz, D'Agostini, Isacco Dotti, Fora, Goi und Incir (alle verletzt).

Resultate und Rangliste

Resultate: Fribourg-Gottéron - Biel 2:4 (0:0, 1:1, 1:3). Lugano - Rapperswil-Jona Lakers 2:4 (0:0, 2:3, 0:1). Bern - Davos 5:1 (2:0, 3:0, 0:1). Ambri-Piotta - Lausanne 2:3 (0:0, 1:2, 1:0, 0:1) n.V. SCL Tigers - Zug 2:4 (0:2, 1:2, 1:0).

Rangliste: 1. Zug 35/79. 2. ZSC Lions 36/67. 3. Fribourg-Gottéron 37/65. 4. Lugano 35/58. 5. Lausanne 28/56. 6. Biel 35/53. 7. Davos 37/53. 8. Genève-Servette 30/52. 9. Rapperswil-Jona Lakers 38/42. 10. Ambri-Piotta 33/34. 11. SCL Tigers 36/27. 12. Bern 28/26.

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. Februar 2021 19:40
aktualisiert: 14. Februar 2021 19:35