3:0 Heimsieg

Dem EVZ gelingt eine eindrückliche Reaktion

Tobias Hotz, 18. April 2021, 01:14 Uhr
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday

Im dritten Viertelfinalspiel gewinnt der EVZ auf dominante Weise mit 3:0. Das Spiel machte deutlich, welche Mannschaft spielerisch besser aufgestellt ist. Dem SCB gelang es nie den Spielfluss der Zuger zu durchbrechen. Leonardo Genoni feierte den ersten Playoff-Shutout.

Die Berner Härte aushalten und ihre Provokationen ins Leere laufen lassen und ihnen so das eigene Tempohockey, das die Zuger so oft in der Qualifikation gezeigt haben, aufzwingen. So lautete der Zuger Gameplan für das dritte Viertelfinalspiel – zwei Tage nach der deutlichen Auswärtsniederlage in Bern.

Die Zuger zeigten sich in den ersten Minuten tatsächlich robuster als noch am vergangenen Donnerstag. Dass das Duell auch in Spiel drei nicht an Intensität eingebüsst hat, zeigte eine längere Spielunterbrechung nach rund drei Spielminuten. Der Ex-Zuger Zryd checkt EVZ-Flügel Yannick Zehnder hart in die Bande. Nachgeben hat dabei aber nicht der junge Zuger, sondern die Plexiglasscheibe dahinter.

Nach der gut zehnminütigen Reparaturunterbrechung nahm die Partie erst richtig Fahrt auf. Am Steuer sass dabei ausschliesslich die Zuger Mannschaft. Der EVZ nahm den SCB die Luft zum Atmen. Mit sehr aggressivem Forechecking liessen sie die Berner nicht aus der eigenen Zone kommen. Es stand wieder der EVZ aus der Qualifikation auf dem Eis. Zudem gehört aber auch, dass ihm im Abschluss die nötige Effizienz fehlt. Trotz mehreren hochkarätigen Torchancen und drückender Überlegenheit (16:7 Torschüsse) ging die Partie torlos in die erste Pause.

Von der Strafbank zum Assist

Stark verbessert zeigte sich auch die Zuger Defensive. Es scheint, als haben sich Schlumpf & Co. nun auf den Ausfall von Captain Diaz eingestellt. Trotz zwei Powerplaysituationen blieben die Berner in den ersten 30 Minuten extrem harmlos. Das zweite Powerplay der Berner wurde sogar zum Ursprung des lang ersehnten Zuger Führungstreffers. Zugs Jan Kovar kann direkt von der Strafbank kommend an der eigenen blauen Linie einen Pass der Berner abfangen und sich mit viel Tempo in Richtung des Berner Tors aufmachen. Der mitgelaufene Justin Abdelkader kann den perfekt getimten Querpass des Tschechen nach 22 gespielten Minuten mühelos zur Zuger Führung verwerten.

Cadonau mit dem langersehnten 2:0

Auch nach dem Zuger Führungstreffer hiess es für Leonardo Genoni weiterhin Kurzarbeit. Der EVZ behielt, dass Spieldiktat weiterhin in den eigenen Händen. Doch auch nach zwei gespielten Dritteln war das Resultat auf der Anzeigetafel deutlich knapper als das Geschehen auf dem Eis.

Im dritten Drittel war die Suche nach dem zweiten Zuger Treffer schnell beendet. Nach 42 Sekunden traf Claudio Cadonau mit einem Schuss von der blauen Linie zum 2:0. Lino Martschini nahm Berns Schlussmann Tomi Karhunen dabei entscheidend die Sicht. Das 3:0 durch Dario Simion machte in der 50. Minute dann endgültig den Deckel auf die sehr einseitige Partie drauf.

Geht den Bernern die Luft aus?

Während dem kompletten Spiel war nichts von der Berner Härte sichtbar, die dem EVZ in den ersten beiden Partien der Serie das Leben derart schwer machte. Den Bernern gelange es nie, die Zuger aus ihrem Spiel zu bringen. Schafften sie es am Donnerstag noch die Zuger in zahlreiche Nebenschauplätze zu verwickeln, blieben sie im dritten Spiel zahnlos. Gut möglich, dass ihnen nach einer anstrengen Pre-Playoff-Serie gegen Davos die Luft ausgeht.

Abschreiben sollte man die mit allen Wassern gewaschenen Berner zwar nie. Doch hat die Partei eindrücklich gezeigt, dass die Zuger, wenn einmal in Spiellaune und mit der nötigen Kompaktheit in der Defensive, dem SCB deutlich überlegen sind.

Das nächste Spiel der Serie findet am kommenden Montag in Bern statt.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 17. April 2021 19:32
aktualisiert: 18. April 2021 01:14