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6:3-Auswärtssieg

Der EVZ steht im Final – «Voller könnte der Energietank nicht sein!»

2. Mai 2021, 09:13 Uhr
Im zweiten Anlauf macht der EVZ den Sack zu. Dank dem 6:3-Auswärtssieg gegen die Rapperswil-Jona Lakers gewinnen die Zuger die Halbfinalserie mit 3:1 und stehen zum sechsten Mal in ihrer Vereinsgeschichte im Playoff-Final. Dort treffen sie am Montag auf Genf-Servette.
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Quelle: PilatusToday

Die Genfer qualifizierten sich bereits am vergangenen Donnerstag für den Final. Dies, nachdem sie sich in ihrer Halbfinalserie ohne grössere Probleme mit 3:0 gegen die ZSC Lions durchsetzen. Der Playoff-Final nach Modus «best of 5» beginnt am Montag in Zug.

Starkes erstes Drittel ebnet den Weg

Der Zuger Weg in den Final war etwas komplizierter. Die Lakers fanden durch ihr sehr aggressives Forechecking ein Mittel, um das Zuger Spiel zu bremsen. Der überraschende 2:1-Auswärtssieg am vergangenen Donnerstag war der verdiente Lohn für das Überraschungsteam der Saison. Doch im vierten Halbfinalspiel brach genau dieses Forechecking den Lakers das Genick. Die Zuger hatten ihre taktischen Hausaufgaben gemacht und sich auf das Spiel der Lakers eingestellt. Dem EVZ gelang es besser als noch im letzten Aufeinandertreffen sich aus dem eigenen Drittel zu befreien und saubere Konter zu fahren.

Der Zuger Führungstreffer in der 5. Spielminute durch Lino Martschini entstand durch einen solchen Konter. Nach einem Scheibengewinn im eigenen Drittel schaltete der EVZ schnell um. Jan Kovar lancierte Martschini, welcher Lakers-Goalie Melvin Nyffeler keine Chance liess. Eben dieser Nyffeler stand am Ursprung des zweiten Zuger Treffers. Hinter dem eigenen Tor verlor er die Scheibe an EVZ-Stürmer Jérôme Bachofner. Der vor dem Gehäuse lauernde Senteler hatte keine Mühe, den Puck in den verwaisten Kasten zu hämmern. Kurz vor der ersten Pause stellte der EVZ mit dem 3:0 durch Abdelkader sein Navi definitiv auf Finaleinzug.

Zug noch nicht in Meisterform

Beinnahe hätte sich der EVZ auf dem Weg in den Final noch verfahren. Im zweiten Drittel machte er die Partie nochmals unnötig spannend. Den Lakers gelangen zwei Treffer und sie waren plötzlich wieder zurück im Spiel. Dass der EVZ nicht noch den Ausgleich kassierte, lag alleine am stark aufspielenden Zuger Schlussmann Leonardo Genoni. Der Torhüter ist in Finalform.

Dario Simion beruhigt die Zuger Nerven

Möchte der EVZ den langersehnte Titel nach Zug bringen, reicht gegen die abgebrühte Genfer Mannschaft Genoni alleine nicht. Die Zuger Nachlässigkeiten werden durch die Genfer mit seinen starken Ausländern strenger bestraft als von einem über seinen Verhältnissen aufspielenden Rappi. Zug konnte zwar nach dem 4:2 durch Dario Simion den Spielfluss der Lakers etwas brechen, doch wirklich souverän war der Auftritt bis zum Schluss nicht. Die Lakers blieben die aktivere Mannschaft. Sieben Minuten vor Schluss gelang ihnen nochmals der Anschlusstreffer. Nando Eggenberger traf zum 3:4 aus sich der St. Galler.

Keine meisterhafte Leistung – doch ein meisterhaftes Spiel?

Im Eishockey heisst es häufig, dass Mannschaften, die Titel gewinnen möchten auch mal dreckig gewinnen müssen. Diese Qualität brachte der EVZ in der St. Galler Kantonalbank Arena definitiv aufs Eis. Carl Klingberg stellte nur knapp eine Minute nachdem den Lakers der Anschlusstreffer erneut gelang die Zuger Zweitore-Führung wieder her. Kurz vor Schluss traf Sven Leuenberger zum 6:3 Endstand ins leere Tor,

Für die Zuger geht es Schlag auf Schlag weiter. Bereits am Montag beginnt der Kampf um die Meisterschaft. Der EVZ empfängt ausgeruhte Genfer zum ersten Spiel der Best-of-5-Serie um den Schweizer Meistertitel. PilatusToday und Radio Pilatus sind ab 20:00 Uhr wieder live vor Ort.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 1. Mai 2021 19:45
aktualisiert: 2. Mai 2021 09:13