Profisport

Der FC Luzern begrüsst Weiterführung der Meisterschaft

29. Oktober 2020, 18:01 Uhr
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Quelle: Pilatus Today

Nicht einmal einen ganzen Monat durften die Clubs vor vollen Zuschauerrängen spielen. Ab sofort gilt schweizweit wieder die Obergrenze von 50 Personen für Veranstaltungen. «Eine katastrophale Situation», so der EVZ-CEO Patrick Lengwiler. FCL-Präsident Philipp Studhalter ist dennoch einigermassen positiv gestimmt.

«Die Entscheidung der SFL war ein harter Schlag», so Studhalter. «Mit den fehlenden Zuschauereinnahmen den Spielbetrieb sicherzustellen, bringt den Club in eine schwierige finanzielle Lage.» Im Hinblick auf die Spieler selbst und ihre Transferchancen und persönliche Entwicklung unterstütze der Club den Entscheid der Liga aber sehr.

Sogar die Investition ins Schutzkonzept habe sich gelohnt, so der FCL-Präsident. Und das, obwohl der FCL nur ein einziges Heimspiel mit über 1'000 Fans durchführen durfte. «Es hat Sicherheit ins Stadion gegeben», schwärmt Studhalter. Für den Club sei es wichtig gewesen, die Wirksamkeit des Schutzkonzepts zu beweisen und: «Irgendwann können wir es wieder brauchen, davon sind wir überzeugt.»

Wie lange überlebt der Club Geisterspiele?

Es sei extrem herausfordernd, in der aktuellen Lage alle Löhne zu zahlen, so Studhalter. Bisher habe eine hohe Welle der Solidarität den FCL über Wasser gehalten. «Wir konnten Verträge mit Partnern verlängern und auch die Abokarten-Inhaber haben uns ein gewisses Polster gegeben», erzählt er. Nun müsse man aber herausfinden, wie lange das reicht, ob die Fans bereit seien, den Club weiter zu unterstützen und ob es noch Unterstützungsbeiträge vom Bund gibt. «Es gibt so viele Facetten, die abgeklärt werden müssen», so der FCL-Präsident. Klar sei aber, dass der Club mit eigener Kraft diese Krise bestehen will.

EVZ: Hilfspakete nötig

«Um finanziell zu überleben, benötigen wir vom Bund bis Ende Kalenderjahr 2020 dringend die Bewilligung für Kurzarbeit», fordert EVZ-CEO Patrick Lengwiler in einem offenen Brief. Ausserdem sei zur Weiterführung des sportlichen Unternehmens eine finanzielle Unterstützung in Form von unbürokratischen A-fonds-perdu-Beiträgen nötig, wie sie auch im Kulturbereich schon gesprochen wurden. Nur Restriktionen ohne Hilfe will er nicht akzeptieren.

Der EVZ-CEO Patrick Lengwiler macht sich grosse Sorgen über die Zukunft der Eishockeyliga.

© ZVG

Zweiter Lockdown für Profisport

Der Frust sitzt tief, zumal der Club mit einem immensen zeitlichen und finanziellen Aufwand ein funktionierendes Schutzkonzept erstellt hat, für das er von den Behörden gelobt worden sei. «Und jetzt, nach nur drei Heimspielen ohne einen einzigen Infektionsfall, ist alles vorbei und umsonst gewesen.»

Für den Profisport sei der zweite Lockdown mit den jüngsten Beschlüssen bereits Realität. Nun ginge es primär darum, Entlassungen unter den 120 Vollzeit- und rund 220 Teilzeitangestellten zu vermeiden. «Unser Saisonziel ist ab sofort das wirtschaftliche Überleben der Unternehmung EVZ.»

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 29. Oktober 2020 10:23
aktualisiert: 29. Oktober 2020 18:01