Nach Check gegen Kopf

Einsprache abgewiesen: EVZ-Spieler Dario Allenspach bleibt für ein Spiel gesperrt

· Online seit 17.03.2023, 15:43 Uhr
Beim Spiel des EV Zug gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers am Mittwochabend gab es wilde Szenen. Ausgelöst hatte das Ganze ein Check von Dario Allenspach.
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Eine Aktion in der 59. Minute sorgte für hitzige Wortgefechte und hochgekochte Emotionen. Dario Allenspach vom EV Zug wurde wegen eines Checks gegen den Kopf von Andrew Rowe unter die Dusche geschickt. Dies berichtete die «Luzerner Zeitung». Danach liessen diverse Spieler die Fäuste fliegen. Sogar die Fans sorgen nach Spielschluss auf der Tribüne für unrühmliche Szenen: Zum Glück konnten die Sicherheitskräfte eine Eskalation verhindern.

Dabei gab es für die Zuger sonst nur Gründe zum Feiern. Sie gewannen das Playoff-Spiel der National League mit 5:2.

Die Swiss Ice Hockey Federation sperrte Allenspach für ein Spiel und büsste ihn mit 1000 Franken (inkl. Verfahrenskosten). Der EV Zug hat dagegen beim Einzelrichter Einsprache erhoben. Diese wurde nun abgewiesen. Allenspach bleibt somit für das heutige Spiel gesperrt.

Für den EV Zug war es ein Check Schulter-gegen-Schulter. Erst anschliessend würde Gross mit dem Ellenbogen gegen den Kopf von Wick rutschen. Der Einzelrichter hat eine andere Sicht auf die Dinge, wie dem Urteil zu entnehmen ist. Er widerspricht dem EVZ-Standpunkt: «Der Beschuldigte trifft seinen Gegenspieler mit der Schulter im Gesicht. Bei der Frame-by-Frame Betrachtung der Szene ist klar erkennbar, dass als erstes mit der Schulter der Kopf von Wick getroffen wird, da sich dieser anschliessend nach rechts bewegt.»

Jordans Stockschlag gegen Kopf von Gross

In der Partie ereignete sich noch eine weitere unschöne Aktion: Lakers-Spieler Michal Jordan schlägt mit dem Stock auf den Kopf von EVZ-Verteidiger Nico Gross, der bereits ohne Helm am Boden lag. Schiedsrichter-Experte Tobias Wehrli zu MySports: «Ich bin überzeugt, dass diese Aktion Spielsperren nach sich ziehen wird. Solche Aktionen wollen wir definitiv nicht auf Schweizer Eis sehen.» Doch am Donnerstag wurde bekannt: Jordans Tätlichkeit hat keine juristische Konsequenzen. Der EV Zug verzichtet, den Fall vor das Sportverbandsgericht weiterzuziehen.

(zfo/rem/pz)

veröffentlicht: 17. März 2023 15:43
aktualisiert: 17. März 2023 15:43
Quelle: PilatusToday

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