Nach Verlängerung

«Es war eine unglaubliche Atmosphäre» – EVZ gewinnt erstes Playoff-Spiel mit 2:1

Daniel Schmuki, 26. März 2022, 06:59 Uhr
Der Titelverteidiger Zug startet mit einem hart erkämpften Erfolg in die Playoff-Viertelfinals. Der Qualifikationssieger bezwingt Lugano 2:1 nach Verlängerung. Das entscheidende Tor erzielt Dario Simion, ein Tessiner in Diensten des EVZ.
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Quelle: PilatusToday

Die Vorfreude in Zug war riesig auf den Start der Playoffs. Beim Titelgewinn in der vergangenen Saison konnten lange Zeit keine Fans und später nur deren 50 live im Stadion dabei sein. Entsprechend sind sie zum Auftakt der Viertelfinal-Serie gegen Lugano in Scharen erschienen: 7200 Zuschauer haben den Weg in die Bossard Arena gefunden. Damit ist die Halle zum ersten Mal in dieser Saison ausverkauft.

Der bessere Start für Lugano

Der HC Lugano startet besser ins Spiel, kann Leonardo Genoni aber nicht bezwingen. Der Zuger Keeper zeigt sich gewohnt souverän. Der EVZ kommt erst nach und nach zu den ersten guten Tormöglichkeiten. In der 12. und 20. Minute bekunden die Zuger dann Pech: NHL-Rückkehrer Grégory Hofmann trifft gleich zwei Mal die Latte. Deshalb geht es mit 0:0 in die erste Pause.

Auch der zweite Spielabschnitt gestaltet sich lange Zeit ausgeglichen. Als in der 27. Minute Sven Leuenberger von Grégory Hofmann vor dem Tor angespielt wird, wollen viele Zuger Fans bereits jubeln. Doch der 23-Jährige kann den Puck nicht kontrollieren und vergibt die Führung. Knapp eineinhalb Minuten vor der zweiten Sirene bebt die Zuger Halle dann doch noch: Hofmann schiesst den EVZ in Überzahl mit 1:0 in Front.

Genoni hält den EV Zug im Spiel

Die Zuger setzen alles daran, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Doch mit dieser Strategie und Strafen machen sie sich das Leben selber schwer – und den Gästen neuen Mut. In der 42. Minute kommt Lugano in Unterzahl zu einem brandgefährlichen Konter, doch Genoni behält gegen Shane Prince die Oberhand, wenn auch mit unfairen Mitteln. Er legt den Amerikaner klar, doch die Schiedsrichter geben keine Strafe. Gut drei Minuten vor Schluss gelingt den Tessinern der Ausgleich – dank zwei Ex-Zugern: Abdelkader trifft auf Vorarbeit von Thürkauf. Es geht in die Verlängerung.

Ein Tessiner macht's für Zug

Diese dauert lediglich 5:07 Minuten. Dann trifft ausgerechnet der Tessiner Dario Simion zum 2:1-Sieg für den EVZ. Damit ist der Schweizer Meister doch noch erfolgreich in die Mission Titelverteidigung gestartet. Doch es war ein hartes Stück Arbeit – und gleichzeitig auch eine Warnung: Dieses Lugano lässt sich nicht so leicht abspeisen wie noch in der Qualifikation, in der die Zuger gleich fünf der sechs Direktbegegnungen für sich entscheiden konnten.

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Szene des Spiels

Der entscheidende Treffer von Dario Simion. Doch fast mehr wert als das Tor war die Vorarbeit von Sven Senteler. Der Center erkämpft sich hinter dem Lugano-Kasten die Scheibe und spielt sie zum völlig freistehenden Simion. Dieser hat genügend Zeit, um den Puck mit einem platzierten Schuss im Netz zu versenken.

Mann des Spiels

Er rackert wie ein Wilder und sucht immer wieder den Abschluss. Im ersten Drittel scheitert Grégory Hofmann noch zwei Mal an der Latte. Doch kurz vor Ablauf des zweiten Spielabschnittes schiesst der NHL-Rückkehrer die Zuger mit 1:0 in Front. Genau deshalb hat der EVZ den Vertrag mit dem Nati-Stürmer bis 2028 verlängert.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. März 2022 19:46
aktualisiert: 26. März 2022 06:59
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