National League

EVZ gewinnt gegen den HC Lugano mit 3:2

25. Februar 2022, 22:29 Uhr
Lugano und Zug trennen insgesamt 20 Punkte, der Sieg der Zuger über die Ticinesi also eine Pflichtaufgabe. Doch die war nicht ganz so einfach: Lugano hielt Zug auf Trab und forderte die Mannschaft. Schliesslich kann der EVZ in der Schlussphase aber noch aufdrehen und gewinnt mit 3:2 gegen den HC Lugano.
Zugs Yannick Zehnder traf gegen die Luganesi zum 1:1.
© KEYSTONE /Marcel Bieri

Erstes Drittel

Das Heimteam wird von den Fans zu einem furiosen Start getragen. Die Fans rufen und toben, was auf dem Eis eine spürbare Wirkung zeigt. Die Luganesi sind überall. Sie stürmen an, schliessen ab, erobern die Scheibe und starten denselben Zyklus. Und Zug, was machen die vermeintlichen Favoriten? Sie kommen kaum aus der eigenen Zone heraus. Diese Dominanz führt dann zu einem frühen Powerplay, das wiederum in einem frühen Führungstreffer resultiert. Danach findet auch der EVZ allmählich in diese Partie und auch erste Male in die offensive Zone. Nach gut 10 Minuten nutzen sie dann ihr erstes Powerplay und darin ihre erste gute Chance überhaupt für einen etwas unverdienten Ausgleich. Dieser stellt dann nicht nur den Skore ebenbürtig, sondern auch das fortgängige Spielgeschehen. Die beiden Teams spielen fortan auf Augenhöhe. Fünf Minuten vor Drittelsende sorgt dann ein Fehler seitens Zug, bzw. Leuenberger, für einen Konter, den Fazzini eiskalt in das 2:1 umwandelt. Dieses Resultat geht aufgrund des fulminanten Starts durchaus in Ordnung.

Zweites Drittel

Das erste Drittel geht praktisch nahtlos in das zweite über. Die Ebenbürtigkeit und die hohe Intensität sind von Beginn weg das Leitmotiv. Ein weniger erfreuliches Begleitmotiv sind dabei die Strafen. Nach nur 25 Minuten wurden schon 12 Strafminuten abgesessen, eine absurd hohe Zahl. Dieses Bild neigt sich dann aber allmähliche dem Ende zu, denn nach der sechsten Strafe folgt keine mehr. Das Leitmotiv aber bleibt bestehen. Weiterhin sind die Teams ebenbürtig, weiterhin spielen sie schnell und attraktiv. Somit kommt kein Hockeyfan zu kurz. Tore fallen dabei allerdings keine. Wenige Minuten vor Drittelsende startet der EV Zug dann eine Schlussoffensive. Sie werden deutlich stärker, gehen früher auf Scheibengewinn und können sich in der gegnerischen Zone halten. Somit spielen sie sich schon einmal für das Schlussdrittel warm, wo sie diese offensive Einstellung erneut an den Tag legen müssen.

Drittes Drittel

Der EV Zug startet mit einem kleinen Rückstand in das Schlussdrittel. Die Devise ist somit von Beginn weg klar: ab nach vorn, der Ausgleich muss her. Allerdings mauert der HC Lugano noch nicht, sondern sucht auch die Offensive, denn ein Tor ist im Eishockey bekanntlich nicht viel. So bieten sich die beiden Teams weiterhin einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Dabei hat der EV Zug nach rund sechs Minuten Erfolg und erzielt den Ausgleich. Praktisch im Handumdrehen findet sich aber auch wieder der HC Lugano vor dem Tor und Arcobello sorgt mit einem Pfostenschuss für einen Aufreger. Die Partie ist weiterhin ein Augenschmaus. Das Tempo, die Qualität und die Intensität sind allesamt hoch und obendrein ist es auch noch eine überraschend ausgeglichene Angelegenheit. Eine Overtime steht am Horizont. Doch es kommt anders. Es kommt ein bitteres, ja sehr bitteres Ende für das Heimteam. Gut fünf Minuten vor Schluss leistet sich Kovar einen unnötigen Aufreger, verliert die Contenance und boxt seinem Gegner ins Gesicht. 2+2 Minuten Strafe. Der Fauxpas serviert den Luganesi den Sieg auf dem Silbertablett. Aber es kommt ganz anders. Die Luganesi erzielen nicht den Führungstreffer, sondern kassieren ihn. Reto Suri schockt sie alle in Unterzahl und bestraft sie für schlechte Schlussminuten. Am Ende fehlen nicht nur drei wichtige Punkte, sondern wohl auch die Moral. Diese Niederlage dürfte sie in der heutigen Nacht wohl noch verfolgen.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. Februar 2022 20:39
aktualisiert: 25. Februar 2022 22:29
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