Eishockey

EVZ rechnet mit 12,5 Millionen Franken Verlust

21. Januar 2021, 18:08 Uhr
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Quelle: Tele 1

Wie der EVZ in einer Mitteilung schreibt, rechnet der Eishockey-Club für das Geschäftsjahr 2020/21 mit einem Umsatzeinbruch von 15,5 Millionen Franken. Der Verlust wird sich wohl auf rund 12,5 Millionen Franken belaufen.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste der EVZ jeweils vor leeren Plätzen spielen. Der BOSSARD Arena fehlen laut der Mitteilung sämtliche Machteinnahmen. Ausserdem hatte der Club einen sechsstelligen Betrag für die Umsetzung des Stadion-Schutzkonzepts investiert. Nach drei Spielen mit maximal 3'800 Zuschauern wurden von den Behörden jedoch wieder Geisterspiele angeordnet. Auch die Restaurantbetriebe konnten kaum Umsatz generieren. Zudem kam sei der Eventbereich des EVZ vollständig zum Erliegen gekommen.

Deshalb rechnet der EVZ mit einem Umsatzeinbruch von rund 15,5 Millionen Franken. Seit November sei man daran, den Schaden mit Massnahem in allen Bereichen zu minimieren, heisst es. Trotzdem wird sich der finanzielle Schaden auf insgesamt 12,5 Millionen Franken belaufen.

Aufgrund diverser Massnahmen wie Einsparungen, Lohnverzicht, Kurzarbeitsentschädigungen sowie Teilerlass der Miete konnte der EVZ bis Mitte Januar bereits 5,1 Millionen Franken einsparen. «Wir spüren eine grosse Solidarität mit unserer Unternehmung, sowohl von aussen durch Sponsoren, Businesspartner, Gönner, Fans und Zuschauer wie auch von innen durch unsere Mitarbeitenden und Funktionäre. Gemeinsam haben wir schon einiges hinter uns, wir haben aber noch viel vor uns», betont CEO Patrick Lengwiler.

EVZ beantragt Bundesgelder

Trotzdem: Der EVZ wird finanzielle Hilfe beim Bund beantragen. Diese Gelder sind jedoch mit hohen Auflagen verbunden und der EVZ wird sich dafür einsetzen, die bestehende Verordnung zu überarbeiten. Käme dies nicht zustande, wäre es für den EVZ unmöglich, finanzielle Bundeshilfe zu beziehen. «Wir waren vor der Corona-Pandemie ein kerngesundes Unternehmen. Wir haben unsere Einnahmen selbst erwirtschaftet und haben in den letzten zehn Jahren siebenmal mit einem Gewinn abgeschlossen. Wir sind unverschuldet und nur aufgrund der behördlichen Anordnungen infolge der Corona-Pandemie in diese missliche Lage geraten. Wir finden es daher nicht mehr als richtig, wenn der Staat die betroffenen Unternehmungen auch finanziell unterstützt. Den überwiegenden Anteil des Schadens werden wir jedoch weiterhin selbst tragen müssen», führt Patrick Lengwiler aus.

Und ergänzt: «Wir haben ein starkes Team, ein starkes Umfeld und damit auch einen starken EVZ. Wir packen das!»

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 21. Januar 2021 15:45
aktualisiert: 21. Januar 2021 18:08