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Noch ein Sieg zum Titel

EVZ-Stürmer Zehnder: «Es ist ein Kindheitstraum, der in Erfüllung gehen kann»

Tobias Hotz, 6. Mai 2021, 06:31 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Dem EV Zug fehlt noch ein einziger Sieg für den ersten Meistertitel seit 1998. Die Zuger gewinnen das zweite Playoff-Finalspiel gegen Genf auswärts mit 2:1. Die Zuger machten den Unterschied im Powerplay.

Nur gerade mal 15 Sekunden waren am Montag im ersten Finalspiel gespielt, als Zugs Spielmacher Jan Kovar Genfs Topscorer Henrik Tömmernes mit voller Kraft gegen die Bande checkte. Auch im zweiten Spiel der Finalserie attackierten die Zuger den Genfer Verteidigungsminister. Zugs Strafenkönig Justin Abdelkader verfrachtet Tömmernes mit einem harten, aber fairen Check, an der Mittellinie über die Bande. Der Schwede liess sich von diesem Check nicht wirklich beeindrucken und war wenige Augenblicke später zurück auf dem Eis. Die Szene war aber symptomatisch für das erste Drittel. Viele Checks, dafür wenig Torchancen.

Daran änderte sich auch zu Beginn des zweiten Drittels wenig. Dies, obwohl die Genfer mit der Rückkehr von Linus Omark ihr Offensivspiel wieder auf mehreren Schultern verteilen konnten. Auffälligste Aktion war in der Startphase des zweiten Drittels die Revanche von Tömmernes an Abdelkader. Der Schubser auf offenem Eis konnte dem US-Amerikaner im Dress der Zuger jedoch bloss ein verschmitztes Lächeln in Richtung des Genfers abverlangen.

Powerplay bringt Zuger Führung

Nach einer Strafe gegen EVZ-Stürmer Dario Simion in der 27. Spielminute kam es zu den ersten gefährlichen Torszenen. Die erste für die in Unterzahl agierenden Zuger. Abdelkader profitierte von einem Scheibenverlust der Genfer und zog alleine auf Daniel Manzato los. Der Genfer Schlussmann hatte keine Chance gegen das Geschoss des Zugers. Der Pfosten jedoch schon. Praktisch im Gegenzug verpasste Servette seinerseits nur knapp den Führungstreffer.

In der 31. Minute konnte der EVZ zum ersten Mal in Überzahl spielen. Die Zuger konnten sich gut in der Zone der Genfer installieren und kamen zu mehreren hochkarätigen Chancen. Genfs Eric Fehr machte sich auf der Strafbank schon bereit, als Zug doch noch der Treffer gelang. Dario Simion lenkte nur drei Sekunden vor Ablauf der Strafe einen Schuss von Raphael Diaz zur Zuger Führung ab.

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Quelle: PilatusToday

Unglückliche Strafe bringt den Ausgleich

Sechs Minuten nach der Zuger Führung gelingt Genf der Ausgleich. Nur noch elf Sekunden dauerte zu diesem Zeitpunkt die Strafe gegen EVZ-Verteidiger Nico Gross. Dieser sass auf der Strafbank, weil er im Fallen unglücklich die Scheibe über die Plexisglasscheibe drosch. Genfs Captain Noah Road veredelte ein eigentlich harmloses Überzahlspiel mit dem Treffer zum 1:1. Bis zur zweiten Sirene war die Partie ein offener Schlagabtausch.

Starke Special-Teams bringen den Sieg

Das letzte Drittel war quasi eine Zusammenfassung der ersten 40 Minuten. Genfs Tömmernes wurde weiterhin hart attackiert und die Kombination Diaz auf Simion brachte im Powerplay die erneute Führung für den Titelfavoriten. Es war der bereits achte Playoff-Treffer für Simion. Die Genfer kamen anschliessend dem Ausgleichstreffer nie richtig nahe. Auch eine erneute Überzahlsituation der Genfer bedeutete keine Gefahr für den zweiten Zuger Sieg in dieser Finalserie.

Noch ein Sieg fehlt zum Titel

Dem EVZ Zug gelang eine meisterliche Leistung. Geduldig in der Offensive und unglaublich wach in der Verteidigung. Kaum ein Abpraller landete bei den Genfern. Genoni erlebte daher einen deutlich ruhigeren Abend als noch am Montag.

Der EVZ ist noch einen Sieg entfernt vom zweiten Meistertitel seiner Vereinsgeschichte. Bereits am Freitag könnte es so weit sein. Der EVZ empfängt Genf zur dritten Partie dieser Finalserie. Anpfiff ist um 20:00 Uhr PilatusToday und Radio Pilatus sind live dabei.

Der Ticker des zweiten Spiels zum Nachlesen:

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 5. Mai 2021 18:47
aktualisiert: 6. Mai 2021 06:31