30'000 Franken Plus

EVZ trotz Saisonabbruch mit Gewinn

17. August 2020, 19:49 Uhr
Die EVZ-Gruppe weist für die Saison 19/20 einen Gewinn von 30'000 Franken aus.
© Felix Klaus / EVZ
Obwohl wegen Corona keine Playoffs stattfanden, konnte der EV Zug im Geschäftsjahr 2019/20 fast eine Million Franken mehr Umsatz verzeichnen. Am Ende schaute sogar ein kleiner Gewinn von fast 30'000 Franken raus. Laut CEO Patrick Lengwiler ist das Schlimmste aber noch nicht überstanden.

«Ohne Corona hätte der EVZ das bei weitem beste Geschäftsergebnis seit Gründung erzielt», so EVZ-CEO Patrick Lengwiler auf Anfrage von PilatusToday und Tele1. Mit dem Gewinn wären Investitionen für die Zukunft geplant gewesen. Dennoch ist er froh, dass der Club trotz der schwierigen Lage nach wie vor gut dasteht. «Dies ist aktuell mehr wert denn je.»

Lengwiler schaut jedoch mit grossen Sorgen in die Zukunft. «In finanzieller Hinsicht ist jetzt schon klar, dass wir aufgrund der coronabedingten Einnahmeausfälle und höheren Aufwänden mit einem markanten Verlust rechnen müssen und deshalb in allen Bereichen nicht um schmerzhafte Einsparungen herumkommen werden», wird er in einer Medienmitteilung zitiert.

Lohnverzichte und Entlassungen stehen zur Diskussion

Auf Nachfrage von PilatusToday und Tele1 heisst es zudem, dass sich die grössten Auswirkungen der Krise erst im neuen Geschäftsjahr zeigen werden. So konnten etwa Veranstaltungen wie die Generalversammlungen der Zuger Kantonalbank und der Wasserwerke Zug, die jeweils 3'000 bis 4'000 Gäste in die Bossard Arena locken, nicht durchgeführt werden. Sollte der EVZ wie geplant mit 5'700 Zuschauern in die neue Saison starten können, so entspreche dies einer Auslastung von 80 Prozent, sagt Patrick Lengwiler. «Dies bedeutet 1,7 Millionen Franken Verlust bei den Ticketverkäufen. Die Gastronomie ist hier noch nicht miteingerechnet.»

Das Schlimmste scheint also noch nicht überstanden beim EV Zug. Die Bewilligungskriterien für Sportveranstaltungen werden noch bis zum 2. September mit dem Kanton erarbeitet. «Danach wissen wir, welche Einsparungen wir allenfalls vornehmen müssen: Lohnkürzungen oder Entlassungen», sagt der CEO.

(imü,tma)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 17. August 2020 16:36
aktualisiert: 17. August 2020 19:49