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2:6-Klatsche in Bern

EVZ Zehnder – «Es lag an uns, dass wir heute untergegangen sind»

Tobias Hotz, 16. April 2021, 10:08 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Die Zuger kassieren im zweiten Spiel der Viertelfinalserie in Bern eine 2:6-Klatsche. Die Berner zwangen den Zuger durch ihre harte Gangart das eigene Spiel auf und brachten die Zuger so aus ihrem Konzept. Nun hofft der EVZ auf die Rückkehr von Captain Diaz für das Spiel am kommenden Samstag.

«Kratzen, beissen, provozieren» – so oder ähnlich musste der Auftrag von SCB-Headcoach Mario Kogler an seine Mannen vor dem zweiten Viertelfinalspiel gelautet haben. Symptomatisch für diese Vorgabe war die Szene in der dritten Spielminute. Zugs Gregory Hofmann musste noch vor der Ausführung eines Bullys mit einer blutenden Backe für eine kurze Behandlung vom Eis. Die kleine Schnittwunde war das erste Gastgeschenk des Heimteams.

Die Zuger Mannschaft wirkte zunehmend verunsichert. Stoppfehler an der blauen Linie oder ein Powerplay, in welchem sich die Zuger nie im Drittel der Berner fest spielen konnten, waren die Folgen. Das Führungstor dann die logische Konsequenz. Cory Conacher liess nach dem Zuspiel des Ex-Zugers Zyrd Goalie Leonardo Genoni keine Abwehrchance. Die Zuger fanden in den ersten 20 Minuten nie richtig in die Partie.

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Drei Gegentore im ersten Drittel

Zweimal liessen die Zuger den Berner an der blauen Linie zu viel Platz, welche diese für zwei weitere Tore nutzten. War es der Respekt vor den bösen Bernern oder einfach fehlende Konzentration? Der bereits dritte Playoff-Treffer von Dario Simion zum zwischenzeitlichen Ausgleich änderte wenig am enttäuschenden ersten Drittel der Zuger.

Zuger kassieren unnötige Strafen 

Das zweite Drittel begann für den EVZ nicht besser, als das Erste endete. Die Zuger fingen sich bereits in den ersten fünf Minuten zwei Strafen ein. Während der SCB in seinem ersten Powerplay harmlos blieb, nutzten die Berner später die Strafe gegen Zugs Zgraggen zum 4:1.

Dass die Berner dem EVZ die Spielfreude komplett nahm, zeigte sich spätestens in den vier Minuten Powerplay, welches den Zugern nach einer 2+2 Minutenstrafe gegen Berns Sterchi die Chance zum Anschlusstreffer bot. Der EVZ konnte nichts Zählbares kreieren und blieb fast während des kompletten Überzahlspiel ungefährlich. Der aufkommende Frust der Zuger führte zu zahlreichen Handgemengen auf dem Feld. Auch aus den Boxkämpfen gingen die Zuger an diesem Abend höchstens als zweite Sieger hervor.

Captain Diaz' Abwesenheit ist spürbar

Im dritten Drittel gelang es dem EVZ vermehrt das Spieldiktat zu übernehmen. Das lag aber mehrheitlich am SCB, welcher den Zuger viel Platz gewährte. Denn bereits in der 44. Minute gelang den Berner die Vorentscheidung im zweiten Viertelfinalspiel. Roman Untersander traf mit seinem zweiten Treffer des Abends zum vorentscheidenden 5:1 aus Sicht der Berner. Das 5:2 in doppelter Überzahl durch Gregory Hofmann blieb Resultatkosmetik. Knapp drei Minuten vor Ende der Partie traf Bern noch ins leere Tor zum 6:2-Endstand.

Den Zuger muss es im Hinblick auf die dritte Partie am Samstag in Zug gelingen, den Resetknopf zu drücken: Zurück zum schnellen, zielstrebigen Hockey der Qualifikation finden und in der Defensive wieder mehr Ruhe ausstrahlen. Eine Rückkehr von Capitan Raphael Diaz würde da sicherlich nicht schaden.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. April 2021 19:42
aktualisiert: 16. April 2021 10:08