«Haben härter gearbeitet»

Keine Zürcher Meisterparty am Sechseläuten – der EVZ feiert ersten Sieg

26. April 2022, 00:52 Uhr
Der EVZ kann nochmals aufatmen. Die Zuger können den Zürcher Meistertitel erstmal verhindern und gewinnen das 4. Playoff-Final-Spiel mit 4:1. Damit geht die Serie in eine weitere Runde. Am Mittwoch haben die Zuger die Möglichkeit, die Serie noch spannender zu machen.
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Quelle: TV24

Die EVZ-Fans brauchten starke Nerven. Alles war angerichtet für eine Zürcher Meisterfeier. 11'200 Fans waren bereit für eine letzte Hockeyparty im Hallenstadion. Das Sechseläuten blieb an diesem Montag allerdings die einzige Zürcher Feier. Die Umstellungen von EVZ-Trainer Dan Tangnes im Zuger Sturm haben sich ausbezahlt. Der EVZ verkürzt in der Final-Serie auf 1:3.

Wieder trifft die Zürcher Paradelinie

In Spiel vier haben die Autoren des Playoff-Finals ein anderes Drehbuch geschrieben. Für einmal gelingt nicht dem EVZ sondern den ZSC Lions der erste Treffer in der Partie. Die Hauptdarsteller aufseiten der Zürcher blieben aber die gleichen. Es war wieder die Paradelinie des ZSC um Andrighetto, Hollenstein und Malgin, die das Hallenstadion zum Kochen bringt. Letzterer lässt Marco Müller in der fünften Minute ziemlich alt aussehen und bezwingt Leonardo Genoni. Es war der erste Schuss auf den Kasten der Zuger.

Die Zuger sind auch dank zwei Strafen im ersten Drittel die gefährlichere Mannschaft. Nach dem ersten Drittel lautete die Schussstatistik 18 zu 5 zugunsten des EVZ. Den Zugern fehlte es aber erneut an der nötigen Kaltschnäuzigkeit und am Abschlussglück. Die Zuger scheitern entweder an Jakub Kovar oder am Pfosten. So ist der Baarer Yannick Zehnder der Einzige, der die mitgereisten EVZ-Fans im ersten Drittel zum Jubeln bringt. In der 13. Minute bezwingt er Kovar nach einem Abpraller.

Zuger dominieren das zweite Drittel

Das gesamte Abschlussglück, das dem EVZ in den ersten drei Partien fehlte, hat EVZ-Verteidiger Christian Djoos in der 25. Spielminute. Sein Schuss prallt vom Pfosten an ZSC-Captain Geering und von da ins Tor zur Zuger Führung. Der EVZ hat jedoch nicht nur Glück. Die Zuger sind das deutlich überlegene Team. Insgesamt schiessen die Zuger 38 Mal auf den gegnerischen Kasten. Leonardo Genoni sah sich nur mit 21 Schüssen konfrontiert.

Die Zuger verstanden es, in diesem vierten Spiel vor ihrem eigenen Kasten für Ordnung zu sorgen. Bezeichnend war dabei eine Szene in der 29. Minute. Nach einem Zürcher Schuss lag die Scheibe für rund zwei Sekunden frei vor der Torlinie. Zwei Zuger bewachten diese, bis Genoni sie sicherte.

Für einmal geht den Zuger die Luft nicht aus

Der EVZ geht also mit einem Tor Vorsprung ins letzte Drittel. Für die EVZ-Fans kein beruhigendes Szenario. Bisher gingen die Zuger in jedem Finalspiel mit einer Führung ins letzte Drittel und jedes Mal jubelten am Ende die Zürcher. Auch am Montagabend verpassten die Zuger etliche Male die Vorentscheidung. Christian Djoos trifft beispielsweise nur das Lattenkreuz. Doch für einmal schaffen die Lions die Wende nicht.

In der 52. Minute trifft Dario Simion auf Zuspiel von Topscorer Jan Kovar zum 3:1. Der Tessiner trifft zum ersten Mal in der Serie und profitiert von der Umstellung der Zuger Sturmlinien. «Wir hatten zwar weniger Chemie in den Linien, dafür aber härter gearbeitet», sagt der Torschütze nach der Partie. 90 Sekunden vor Abpfiff schiesst Niklas Hansson den Puck ins verlassene Zürcher Gehäuse.

Der Anfang einer ganz grossen Geschichte?

Am Mittwoch haben die Zuger somit die Möglichkeit, definitiv zurück in die Serie zu kommen. Dass sie die Zürcher auch in dieser Finalserie ärgern können, haben sie nun eindrücklich bewiesen. Und für dass sie zum ersten Team in der Geschichte werden, das eine Final-Serie nach einem 0:3-Rückstand noch drehen können, haben sie nun auch das richtige Rezept: Nicht den ersten Treffer erzielen.

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veröffentlicht: 25. April 2022 19:26
aktualisiert: 26. April 2022 00:52
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