Eishockey Playoffs

So bereitet sich der Meister EV Zug auf Lugano vor

25. März 2022, 06:24 Uhr
Am Freitag geht es für den EV Zug los mit dem Playoff-Viertelfinal. Trotz einer Niederlagenserie am Ende der Qualifikation ist der Club voller Motivation. Wir haben den EVZ vor dem ersten Spiel beim Training besucht.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: Tele 1

Der EVZ hat sich als Sieger der regulären Saison direkt für das Playoff-Viertelfinale qualifiziert. Zuletzt hatten die Spieler zehn Tage Match-Pause. Umso grösser ist bei den Zugern der Drang, wieder auf dem Eis zu spielen. «Die Pause seit dem letzten Spiel war lang», so Stürmer und Captain Reto Suri. Am Donnerstag absolvierten sie das letzte Training vor dem ersten Play-off-Spiel.

«Lugano ist ein gutes Team»

Reto Suri geht gelassen damit um, dass sie die letzten fünf Spiele in der Qualifikation verloren hatten. «Die Qualifikationssaison ist nun abgeschlossen. Sowohl der Qualifikationssieg wie auch diese fünf Niederlagen lassen wir nun hinter uns – Vergangenheit ist Vergangenheit.»

Der EVZ-Trainer Dan Tangnes schätzt den HC Lugano als einen zähen Gegner ein. Für Lugano sei es ein Booster gewesen, als sie die Genfer aus der Qualifikation schmissen. «Lugano ist ein gutes Team, zeitweise haben sie sehr solide gespielt. Vielleicht fehlt ihnen die Konstanz, deswegen sind sie in der Tabelle auch ein bisschen weiter unten.» Die Chancen stehen aber gut für den EVZ, den HC Lugano zu schlagen. Denn neun der letzten zehn Direktduelle hat Zug gewonnen. Das Torverhältnis in dieser Zeit fällt mit 43:19 sehr deutlich für die Zuger aus. Ausserdem hatte Lugano in am Ende der Qualifikation 24 Punkte weniger als Zug – Das ist eine Menge Holz. Trotzdem: In den Playoffs beginnt die Rechnung wieder bei Null. Der EVZ-Trainer nimmt es gelassen. Das Team müsse nichts Aussergewöhnliches in den Playoffs leisten. «Wir müssen nur das Potenzial der Mannschaft ausschöpfen.»

Rituale – hilfreich oder nicht?

Auch wenn der Stürmer Reto Suri die Situation gelassen nimmt, ist die Nervosität trotzdem da. «Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Puls bei jedem Spieler kurz vor dem Match ein bisschen höher schlägt», gesteht er.

Um sich zu beruhigen haben einige Spieler ein eigenes Ritual. Lange war das auch beim Stürmer Marco Müller der Fall. In der Hoffnung, dass dies was nützen würde. Die meisten davon hat er sich nun abgewöhnt. «Irgendwann bis du darauf fixiert und hast Angst davor, ein Ritual auszulassen», erklärt Müller. Darum seine Devise:

Ob ein Ritual hilft oder nicht, das werden wir am Freitagabend sehen, wenn der EV Zug in die Playoffs startet. Das erste Spiel der Best-of-seven-Serie gegen Lugano ist um 20 Uhr in Zug.

(mja)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. März 2022 05:51
aktualisiert: 25. März 2022 06:24
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