Partie gedreht

Zug gewinnt mit 6:3 – noch ein Sieg fehlt für das Halbfinale

30. März 2022, 05:44 Uhr
Dem EVZ fehlt noch ein Sieg zum Einzug in den Playoff-Halbfinal. Zwar gehen die Tessiner in der Bossard Arena durch einen Doppelschlag in Führung, doch der EVZ reagiert meisterlich. Die Zuger drehen die Partie und gewinnen verdient mit 6:3. Sie führen in der Serie nun mit 3:0.
Marco Mueller gewinnt mit dem EVZ 6:3 gegen Lugano.
© KEYSTONE/Urs Flueeler

Das Spiel

Es ist die Serie der Doppelschläge: Am vergangenen Sonntag gelangen dem EVZ innerhalb von 59 Sekunden zwei Treffer. Am Dienstag, im dritten Spiel gegen Lugano, waren es die Tessiner, die innert 58 Sekunden ein 2:0 vorgelegt hatten. Einen grossen Unterschied gibt es allerdings: Der Zuger Doppelschlag brach Lugano das Genick, jener der Tessiner konnte dem EVZ nur ein müdes Lächeln abringen. Der Meister konnte noch im gleichen Drittel zum 2:2 ausgleichen.

Dies zeugt von Moral und einer grossen Portion Selbstvertrauen. Denn es war das erste Mal in dieser Serie, dass die Zuger in Rückstand gerieten. Dennoch liessen sie sich nicht aus der Ruhe bringen, erarbeiteten sich weiter fleissig Torchancen und schlugen eiskalt zu – auch dank der jungen Garde. Mit Luca De Nisco (2:2) und Dario Allenspach (3:2) liessen sich zwei Spieler mit Jahrgang 2000 und 2002 in die Scorerliste eintragen.

Zuger zeigen Nervenstärke

Danach war Lugano völlig von der Rolle und es kam zum zweiten Doppelschlag der Partie: Im dritten Drittel trafen die Zuger innerhalb von 66 Sekunden zwei Mal und machten so aus einem 3:2 ein 5:2. Damit wurde den Luganesi auch noch die letzte Hoffnung auf den so wichtigen Auswärtssieg genommen.

Dank des zweiten Heimsieges führt der EVZ in der Viertelfinal-Serie mit 3:0. Damit kann er bereits am Donnerstag alles klar machen und das Halbfinal-Ticket lösen. Sollte dies nicht bereits im nächsten Spiel gelingen, wird es der Schweizer Meister wohl am Samstag richten. Denn so nervenstark, wie die Zuger auftreten, werden sie diese Serie nicht mehr aus der Hand geben.

Szene des Spiels

Nach dem zweiten Playoff-Spiel zeigte sich Lugano-Verteidiger Santeri Alatalo ziemlich angesäuert, weil sein Team viele «dumme Strafen» geholt und Zug so zum Sieg verholfen hatte. Diesmal war es ausgerechnet der Ex-Zuger, der in der 29. Minute mit einem Cross-Check die erste Lugano-Strafe kassierte und damit die Zuger Aufholjagd lancierte. Den Zugern gelang in genau dieser Überzahl-Situation das 1:2.

Mann des Spiels

Eine Fangquote von 96,2 Prozent und lediglich drei Gegentore: Das ist die Bilanz von EVZ-Keeper Leonardo Genoni nach den beiden ersten Viertelfinal-Partien gegen Lugano. Auch am Dienstag bewies der Zuger seine Klasse und hielt sein Team im Spiel – auch wenn er für einmal die eine oder andere kleine Unsicherheit zeigte. Bei den drei Gegentreffern war Genoni jedoch machtlos.

Stimmen zum Spiel

Quelle: PilatusToday

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 29. März 2022 19:55
aktualisiert: 30. März 2022 05:44
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