National League

Zuger verlieren gegen Lausanne mit 0:3

8. März 2022, 23:10 Uhr
Lausanne und Genève-Servette erhöhen mit ihren Siegen den Druck im Kampf um die Top 6 - und die direkte Viertelfinal-Qualifikation - in der National League weiter.
Bereits am Montag sind sich der EV Zug und die Lausanner schon gegenüberstanden.
© KEYSTONE/Laurent Gillieron

Lausanne mit dem zweiten Sieg innerhalb von 24 Stunden gegen den Meister Zug und Genève-Servette mit einem 3:2-Erfolg zuhause gegen Lugano rücken dem 6. Platz immer näher. Der HC Davos holte in Biel nach einem Rückstand dank einem 3:2-Sieg nach Verlängerung immerhin noch zwei Punkte.

Die vier Teams liegen auf den Plätzen 5 bis 8 innerhalb von zwei Punkten. Biel (mit 48 Spielen) und Davos (49) weisen jeweils 82 Zähler auf, Lausanne (48) und Servette (49) jeweils deren 80. Da nicht alle Klubs das volle Pensum von 52 Runden absolvieren können, wird am Ende der Punkteschnitt entscheiden.

Zu einem Schneckenrennen entwickelt sich der Kampf um den Qualifikationssieg. Sowohl Leader Fribourg-Gottéron (1:2 in Ambri-Piotta) als auch der einzige Verfolger Zug (0:3 gegen Lausanne) verloren. Die Zentralschweizer warten seit über drei Spielen auf einen Torerfolg.

Da Bern (3:1 gegen Ajoie) ebenfalls gewann, verbesserte sich Ambris Situation im Kampf um die Achtelfinal-Qualifikation nicht. Ihre letzte Chance haben sie am Mittwoch im Direktduell.

Servette dank finnischer Olympia-Power zum Sieg

Während das formstarke Genève-Servette nach einem hart erkämpften 3:2-Sieg gegen Lugano seine Chancen auf die Top 6 wahrt, werden die Tessiner bereits in den Achtelfinals - und mit der Unwägbarkeit einer Best-of-3-Serie - eingreifen müssen.

Ende des Mitteldrittels drohte die Partie zu kippen, als Lugano in doppelter Überzahl dank Santeri Alatalo auf 1:2 verkürzen konnte und auch danach vehement auf den Ausgleich drückte. Im Schlussabschnitt bekamen die Genfer das Spiel aber wieder besser in den Griff und sorgten mit dem 3:1 durch Marc-Antoine Pouliot sechs Minuten wieder für klarere Verhältnisse, der neuerliche Anschluss kam Sekunden vor Schluss zu spät.

An der Basis ihres 13. Heimsiegs in Folge stand die finnische Olympiasieger-Power. Beim 1:0 legte Valtteri Filppula für seinen Landsmann Sami Vatanen auf (14.), das 2:0 erzielte Filppula selber (28.).

Biel muss wieder um die Viertelfinals zittern

Biel verpasste den Befreiungsschlag gegen den direkten Konkurrenten Davos durch eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung - und trotz 2:1-Führung bis acht Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit. Dann glich erst Dennis Rasmussen für die Bündner aus, und nach dreieinhalb Minuten der Overtime wurde Matej Stransky wunderbar freigespielt, so dass nur ein Punkt im Seeland blieb.

Luca Cunti im ersten und der PostFinance-Topskorer Toni Rajala im zweiten Drittel hatten die frühe Führung durch den HCD-Veteranen Andres Ambühl wettgemacht. So resultierte am Ende die vierte Niederlage in Serie für den EHC Biel, der wie im letzten Jahr die bereits sicher geglaubte Viertelfinal-Qualifikation noch zu verspielen droht. Die Seeländer sollten gewarnt sein: Als Siebter verloren sie dann im Achtelfinal überraschend gegen Rapperswil-Jona.

Auch das sechstplatzierte Davos spürt trotz des ersten Auswärtssieges im vierten Duell mit Biel den Atem der Verfolger Lausanne und Servette im Nacken.

Ambri wahrt seine Chance auf die Playoffs

Ambri-Piotta wahrt seine (kleine) Chance auf die Qualifikation für die Playoff-Achtelfinals (die so genannten Pre-Playoffs) mit einem 2:1-Sieg gegen den Leader Fribourg-Gottéron. Brandon McMillan schoss die Leventiner 1:14 Minuten vor Schluss ein zweites Mal - und diesmal definitiv - in Front.

Der neue finnische Goalie Janne Juvonen hielt 29 von 30 Schüssen der Freiburger und musste sich nur durch einen Ablenker Julien Sprungers gleich zu Beginn des Schlussdrittels bezwingen lassen. Michael Fora hatte im mittleren Abschnitt das 1:0 geschossen.

Der Leader, der zuhause fast unschlagbar ist, verlor auswärts auch die vierte Partie seit der Olympiapause. Zugleich schloss sich im neuen Stadion in Ambri ein Kreis. Das erste Spiel überhaupt in der Gottardo Arena hatten die Biancoblu am 11. September gewonnen - 6:2 gegen Gottéron.

Doch nicht zehn Auswärtsniederlagen in Serie

Der SC Bern nutzte den Auftritt gegen Ajoie, um die schlechte Auswärtsbilanz etwas aufzubessern. Die Mutzen verhinderten mit einem 3:1-Sieg die zehnte Auswärtsniederlage in Folge.

Cody Goloubef brachte zu Beginn des letzten Drittels die Berner auf Kurs. Dem vor gut zwei Wochen verpflichteten Kanadier gelang mit der 2:1-Führung erstmals ein Treffer im SCB-Dress. Bereits die ersten beiden Tore waren auf das Konto seiner Landsleute gegangen. Die Berner Führung durch Dustin Jeffrey nach 10 Minuten glich bei Spielhälfte Maxime Fortier im Powerplay aus. Den Sieg sicherte Kaspars Daugavins ab.

Die Jurassier hatten zuletzt in der eigenen Halle gegen die ZSC Lions und Servette zwei Siege gefeiert. Nun aber riss die Mini-Serie. Die Berner gewannen auch das vierte Duell in dieser Saison. Der letzte Sieg von Ajoie gegen den SCB liegt nun schon fast 30 Jahre zurück (3. Oktober 1992.)

ZSC siegt im Verfolgerduell - Malgin mit Hattrick

Im Duell der beiden ersten Verfolger des Spitzenduos Fribourg/Zug feierten die ZSC Lions mit 5:0 gegen die Rapperswil-Jona Lakers im fünften Saisonduell den zweiten Sieg. Damit zogen die Zürcher nach Punkten mit den drittplatzierten St. Gallern gleich und stellten ebenso die Qualifikation für die Playoff-Viertelfinals sicher.

ZSC-Topskorer Denis Malgin, der am Samstag beim 4:1 seines Teams in Langnau noch verletzt gefehlt hatte, glänzte mit drei Toren. Besonders sehenswert war das 1:0 in der 11. Minute, als der frühere NHL-Stürmer über links die gesamte Gäste-Verteidigung umkurvte und Goalie Noël Bader mit einem Hocheckschuss düpierte. Beim vorentscheidenden 3:0 in Unterzahl (!) kurz nach Spielhälfte und beim 4:0 (54.) profitierte Malgin von einem katastrophalen Fehler in der Lakers-Defensive.

Beim ZSC kam der kurz vor Weihnachten verpflichtete tschechische Keeper Jakub Kovar (31 Paraden) zu seinem ersten Shutout auf Schweizer Eis. Derweil erhielt bei den Lakers Stammgoalie Melvin Nyffeler eine seiner seltenen Pausen.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 8. März 2022 20:09
aktualisiert: 8. März 2022 23:10
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