Nächster Rückschlag

Balotelli schiesst FCL ab – Luzerner seit drei Spielen ohne Sieg

16. Oktober 2022, 01:00 Uhr
Ausser Spesen nichts gewesen: So lässt sich der Luzerner Auftritt im Tourbillon zusammenfassen. Trotz guter Startphase reist der FCL ohne Punkte nach Hause. Gegen Mario Balotelli und Co. fanden die Luzerner einfach kein Rezept.

Quelle: PilatusToday

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Es wäre definitiv mehr möglich gewesen für den FCL in Sion. Die Startphase gehörte nur den Luzernern. Sie traten sehr selbstbewusst auf, hatten mehr Ballbesitz und spielten sich die gefährlicheren Torchancen heraus. Doch mit dem 1:0 durch Mario Balotelli nach etwas mehr als einer halben Stunde wurden die Luzerner Angriffsbemühungen jäh gestoppt. In den nachfolgenden Minuten kam offensiv kaum mehr etwas von den Gästen.

Deshalb stellte Trainer Mario Frick in der Pause das Spielsystem um. So machten die Luzerner den Wallisern klar, dass der FCL das Spiel noch nicht verloren gegeben hat. Obschon die Luzerner mit neuem System wieder besser ins Spiel fanden – die gleiche Durchschlagskraft wie zu Beginn der Partie erreichten sie nicht mehr. Entsprechend waren Luzerner Topchancen Mangelware.

In der 71. Spielminute dann doch noch die Erlösung: Dejan Sorgic netzte zum 1:1 ein – zum vermeintlichen Ausgleich. Denn der Luzerner Jubel währte nur kurz. Der VAR meldete sich und der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt. Das war's mit den Luzerner Offensivbemühungen. Kurz vor Ende der Partie wurden sie ausgekontert und kassierten noch das 0:2. So war der Schlusspfiff nach über sechs Minuten Nachspielzeit fast schon eine Erlösung.

Mit der Niederlage in Sion wartet der FCL unterdessen seit drei Spielen auf einen Vollerfolg. Von einer sportlichen Krise zu sprechen ist nicht angebracht. Doch Mario Frick muss sich etwas überlegen, damit die Mannschaft die offensive Durchschlagskraft so schnell wie möglich wiederfindet. Denn es steht einen Englische Woche an mit zwei Heimspielen gegen St.Gallen und Lugano.

Szene des Spiels

Die Unruhen rund um den FC Luzern sind in der laufenden Woche nicht weniger geworden, im Gegenteil. Mit dem Plan, den gesamten Verwaltungsrat auszutauschen, hat Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg zusätzlich Öl ins Feuer gegossen. Doch die FCL-Führung schweigt weiter und will sich nicht dazu äussern, was bei den Fans gar nicht gut ankommt. Sie spannten vor dem Gästesektor im Tourbillon ein Transparent und forderten: «Stellig bezieh – jetzt oder nie.» Sie wollen endlich Klarheit – oder zumindest ein Zeichen, in welche Richtung es mit ihrem Lieblingsclub weitergehen könnte. Ein solches Zeichen gab allerdings auch am Samstagabend niemand.

«Stellig bezieh – jetzt oder nie» – das fordern die FCL-Fans mit ihrem Transparent.

© PilatusToday

Spieler des Spiels

Man liebt ihn oder man hasst ihn: Mario Balotelli. Der frühere italienische Nationalspieler bewegte sich auch am Samstag wieder auf einem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn. Nach einer halben Stunde ging er nach einem Zweikampf theatralisch zu Boden, blieb lange liegen und liess sich pflegen. Nur wenige Minuten später traf er mit einem Schuss, der 200 Kilometer pro Stunde erreichte, zum 1:0 für Sion – und lenkte das Spiel so in die entscheidenden Bahnen. Da konnten auch die Luzerner nur noch stauen.

Stimmen zum Spiel

Quelle: PilatusToday

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(scd)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. Oktober 2022 17:59
aktualisiert: 16. Oktober 2022 01:00