FCL

Bereit oder nicht bereit? Das ist hier die Frage

Philipp Breit, 20. Juni 2020, 11:00 Uhr
So schön jubelt Marius Müller hoffentlich auch gegen Basel
Ist der FC Luzern bereit für den Liga-Neustart? Diese Frage lässt sich wohl erst am Sonntag kurz vor 18.00 Uhr beantworten. Dann ist die Partie FCL gegen Basel in der Swissporarena zu Ende. Aber ist der FCL nun bereit oder nicht?

Nimmt man die Resultate der Testspiele in der Vorbereitung, dann muss man klar sagen: Nein! Die Leistungen gegen Schaffhausen (2:2), Lausanne (0:5) und Vaduz (0:3) liessen sehr zu wünschen übrig.

Aber wie aufschlussreich sind solche Testspiele? Immerhin waren sie inmitten der Vorbereitung, der FCL voll im Aufbautraining. «Die Resultate waren schlecht in den Testspielen», gibt auch Marius Müller unumwunden zu. «Aber wir waren auch jeweils nach 30 oder 35 Minuten kaputt, weil wir so hart trainiert haben. Die Resultate sind abgehakt, gegen Basel ist der Fokus voll da».

Wenn Marius Müller das sagt, dann glaubt man dies. Viel Anderes bleibt einem auch nicht übrig. Müller strahlt eine Entschlossenheit aus, die oftmals ihresgleichen sucht. Sein Ehrgeiz scheint grenzenlos. Im Spiel, wie aber auch im Training.

Dave Zibungs Ratschlag an Müller

Im Team von Fabio Celestini tut solcher Ehrgeiz wie jener von Müller gut. Der FCL ist eine Mannschaft, welche mental oftmals auf dünnem Eis steht. Läuft es gut, dann kommt der FCL rasch in einen Lauf. Läuft es aber mal nicht so, dann hängen die Köpfe bei einigen Spielern schnell tief. Zum Glück sind ja dann jeweils die Fans da, um den Spielern den notwendigen Kick zu geben. Am Sonntag wird diese «Wand» jedoch fehlen. Fans sind im Stadion keine zugelassen. Oder fast keine.

Die Stimmung im Stadion wird speziell sein. Okay, man kann sagen, dass es so wie bei Testspielen sein wird. Aber es wird kein Testspiel sein. Es geht um Punkte. Und dass der FCL das Spiel nicht zu lasch angeht, dafür wird Marius Müller schon sorgen. «Dave hat mich auch schon ermahnt, dass man auf der Tribüne jedes Wort von mir hört», sagt Müller mit einem verschmitzten Lächeln. «Ich werde schon aufpassen, was ich sage. Aber es wird auch mal laut werden, das ist normal». Hoffentlich dann, wenn der FCL jubelt. Und wie man gegen den FC Basel jubelt, wissen die Luzerner ganz genau. Zum Abschluss der Vorrunde siegten sie gegen die Basler grandios mit 2:1. Auch dank Müller und seiner überragenden Paraden.

Ob die Mannen von Fabio Celestini sich der Bedeutung am Sonntag gegen Basel (Anpfiff 16.00 Uhr) bewusst sind? Garantiert! Nehmen Sie den Neu-Start auf die leichte Schulter? Bestimmt nicht! Gehen Sie das Spiel allenfalls dank dem guten Lauf vor Corona zu nonchalant an? Vielleicht! Das wird man sehen. Und falls ja, dann wäre ja da noch Marius Müller. Auch wenn er in seinem FCL-Tor steht, wird er den Stürmern selbst im gegnerischen Strafraum Beine machen falls es sein muss. Und die Stürmer werden ihn hören. Geisterspielen sei Dank.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. Juni 2020 11:00
aktualisiert: 20. Juni 2020 11:00