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Super League

Chancenloser FCL: Die Luzerner verlieren gegen den FC Zürich mit 0:4

4. Dezember 2021, 20:57 Uhr
Es will einfach nicht laufen für den FC Luzern. Bereits nach 87 Sekunden schiessen sich die Zürcher in Führung. Und es sollte nicht der einzige Treffer der Gastgeber sein: Insgesamt vier Mal muss der Luzerner Goalie Marius Müller den Ball aus seinem Tor fischen.
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«Die einfachen Fehler vermeiden.» Diesen Satz hörte man aus dem FCL-Umfeld die ganze Woche über. Die Geschichte, welche sich im Zürcher Letzigrund jedoch abspielte, war eine komplett andere. Nach 20 Minuten stand es auf der Anzeigetafel – nach Toren von Tosin, Marchesano und Kryeziu – bereits 3:0 für den FCZ. Drei haarsträubende Fehler der FCL-Verteidigung führten zu diesem desaströsen Resultat. Zuerst war es Domgjoni, dann Müller und folglich die komplette Abwehr, welche durch eine einfache Eckballvariante ausgehebelt wurde.

Dass der FC Luzern momentan überhaupt nicht von Selbstvertrauen strotzt, zeigte auch das Wechsel-Verhalten von Trainer Sandro Chieffo. In der Pause nahm er Dejan Sorgic vom Platz und brachte Simon Grether – einen Defensiv-Spezialisten. Ein Zeichen dafür, dass es für den FCL in der zweiten Halbzeit nur noch um Schadensbegrenzung ging.

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FCZ zeigte kein Erbarmen

Geklappt hat auch dies nicht. Nach nur rund zehn gespielten Minuten erhöhte Tosin, nach einer weiteren katastrophalen Verteidigungs-Leistung der Luzerner, auf 4:0. Und auch in der Folge spielten die Zürcher munter zielstrebig nach vorne. Der FCL übernahm dabei die Rolle des stillen Beobachters. Die Zürcher Offensiv-Abteilung konnte schalten und walten wie sie wollten. Dass es am Schluss nicht 6, 7 oder 8 zu 0 stand, war nur Glück.

Die Leistungskurve des FCL zeigt also weiterhin konstant nach unten. Das Team von Sandro Chieffo spielt faktisch wie ein Absteiger. Will man diesen verhindern, dann braucht es so schnell wie möglich Erfolgserlebnisse in Form von Punkten. Doch momentan scheint man beim FCL ahnungslos, wie man zu diesen Punkten kommen soll.

Mann des Spiels

Beim FCZ einen Spieler herovrzuheben wäre aufgrund der starken kollektiven Leistung nicht fair. Viel mehr gebührt diese Auszeichnung einmal mehr den mitgereisten FCL-Fans, welche trotz miserabler Leistung ihre Mannschaft bedingungslos unterstützten.

Szene des Spiels

Nach rund 35 Minuten verliessen die Fans in der Zürcher Südkurve und auch die mitgereisten FCL-Fans ihre Plätze. Zurückgelassen haben sie nur zwei Plakate mit der Aufschrift „Nei zu Personalisierte Tickets“. Mit dieser Protestaktion waren jedoch nicht alle Fans im Stadion einverstanden. Dies wiederspiegelte sich in Form von Pfiffen und Buhrufen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kehrten dann die beiden Fanlager auf die jeweiligen Tribünen zurück und unterstützten ihre Teams wieder lautstark.

Die Noten

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 4. Dezember 2021 17:25
aktualisiert: 4. Dezember 2021 20:57