2:3-Niederlage

«Darfst du nicht mehr aus der Hand geben» – FCL verspielt 2:0-Führung gegen St.Gallen

19. März 2022, 20:59 Uhr
Luzern gelingt so früh wie noch nie in dieser Saison eine Zwei-Tore-Führung. Bereits nach zehn Minuten steht es 2:0 für den FCL. Die aufmüpfigen St.Galler sind aber nicht geschockt und drehen das Spiel, 25 Minuten später führt der FCSG mit 3:2. Dabei bleibt es bis zum Schluss.
Marius Müller musste gleich drei Mal hinter sich greifen.
© KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

Das Spiel

FCL-Trainer Mario Frick hatte schon im Vorfeld einen konkreten Plan für das Auswärtsspiel in St.Gallen. Er wusste, dass die Ostschweizer ein gewohnt hohes Pressing aufziehen und so in der Rückwärtsbewegung anfällig auf schnelle Vorstösse sind. Und der Plan geht perfekt auf. Nach nur zehn Minuten steht es 2:0 für den FCL. Filip Ugrinic bringt den Ball in der sechsten Minute über links in die Mitte, wo Cumic richtig steht und nur noch einschieben muss. Nur drei Minuten später kommt ein ruhender Ball aus gut 30 Metern über Umwege zu Marco Burch, der den Ball noch entscheidend ablenken kann.

Viele Mannschaften haben Mühe nach einem Doppelschlag zu reagieren, nicht so St.Gallen. Als wäre nichts geschehen, pressen die Ostschweizer weiter und werden in der 12. Minute belohnt. Isaac Schmidt verkürzt nach einem schönen Doppelpass im Sechszehner zum 1:2. Kurz darauf hat Cumic die Riesenchance auf dem Fuss. Sein Schuss geht jedoch knapp am Tor vorbei.

St.Gallen gleicht nach 21. Minuten aus. Lukas Görtler setzt sich in der Mitte etwas zu leicht durch, läuft dann weiter und kommt wieder an den Ball – 2:2! Die offsideverdächtige Position eines St.Gallers wird nicht bestätigt vom VAR. Die ersten 20 Minuten bieten so viel, wie in anderen Partien nicht einmal 90 Minuten bieten. Fast jeder Schuss ist ein Tor. Doch noch haben die St.Galler nicht genug vom Tore schiessen. In der 37. Minute dreht Kwadwo Duah das Spiel – und die schöne Luzerner Ausgangslage ist dahin. Der Schuss des FCSG-Stürmers ist nicht unhaltbar, und so muss sich Marius Müller diesen Treffer definitiv ankreiden lassen. Mit 3:2 geht es in die Pause.

Luzern kommt zwar gut aus der Garderobe, für klare Torchancen fehlt jedoch die letzte Präzision. Die Espen nehmen etwas Tempo raus und versuchen mit schnellen Kontern die Führung auszubauen. Beste Gelegenheit zum Luzerner Ausgleich bietet sich dem eingewechselten Dejan Sorgic. Völlig frei taucht er vor Zigi auf. Sein Kopfball ist aber zu unplatziert und so leider auch zu ungefährlich. Schade. Daraufhin gibt das Spiel ab. Emotionen sind zwar nach wie vor drin, aber Tore fallen keine mehr und so jubeln am Schluss die St.Galler.

Szene des Spiels

Leider ist es der Patzer von Marius Müller. Der eigentlich so sichere FCL-Rückhalt lässt den Duah-Schuss aus spitzem Winkel durch. Passiert ihm zum Glück nicht alle Tage, doch es war aus Luzerner Sicht leider die spielentscheidende Szene.

Mann des Spiels

Er ist ein bisschen die tragische Figur des Spiels: FCL-Trainer Mario Frick. Sein Plan geht zu Beginn perfekt auf, seine Mannen setzen alles wie besprochen um. Der Jubel über die frühe Führung ist gross. Die Enttäuschung am Schluss aber noch grosser, dass der FCL ohne Punkte nach Hause reist.

Stimmen zum Spiel

Quelle: PilatusToday

Quelle: PilatusToday

Spielernoten

Liveticker zum Nachlesen

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. März 2022 17:31
aktualisiert: 19. März 2022 20:59
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