FCSG - FC Luzern

Das Duell gegen den ungeliebten Lieblingsgegner

Philipp Breit, 15. Juli 2020, 16:25 Uhr
So wie bereits Anfang Jahr wollen die Luzerner auch morgen gegen St. Gallen jubeln.
© Keystone / Alexandra Wey
Luzern gegen St. Gallen: Diese Spiele beinhalten immer eine gewisse Würze. Die beiden Fanlager mögen sich gegenseitig nicht wirklich und auch auf dem Feld sind die Spiele oft von grosser Kampfeslust geprägt. So wohl auch morgen Abend.

Stand jetzt findet das Spiel am Donnerstag wie geplant statt. Die Coronasituation wird von der Liga verfolgt, eine Absage oder Verschiebung ist aktuell noch kein Thema.

Klar verfolgt man die Situation auch beim FC Luzern mit Argusaugen. Aber Fabio Celestini sagt klar: «Ich als Trainer muss die Spiele vorbereiten. Dann haben wir Experten, welche sich mit Corona beschäftigen und diese müssen eine Entscheidung fällen». Der FCL-Trainer nimmt die Situation nicht auf die leichte Schulter. Aber er wolle Energie nur da einsetzen, wo es sich auch lohne und nicht bei Dingen, die man nicht beeinflussen könne.

Das Spiel gegen St. Gallen, dieses können die Luzerner beeinflussen. Zuletzt musste FCL-Goalie Marius Müller in den Spielen gegen Servette und Lugano gleich fünfmal hinter sich greifen. Zuviel, weiss auch Fabio Celestini: «Ich bin mit den Spielen nicht zufrieden gewesen, das wissen meine Spieler, das habe ich gesagt. Aber es ist auch meine Verantwortung. Ich habe mit den Captains und dem Spielerrat gesprochen und nun werden wir Lösungen zeigen». Wie diese Lösungen konkret aussehen sollen, da lässt Fabio Celestini nicht in die Karten blicken.

St. Gallen ist voll im Rennen um den Meistertitel. Die Ostschweizer zeigen bislang eine starke Saison, dies muss man eingestehen. «Ja, die St. Galler sind im Flow und ziehen es durch», sagt auch FCL-Verteidiger Simon Grether, «doch ich weiss ehrlich gesagt auch nicht so recht, warum ausgerechnet St. Gallen um den Meistertitel kämpft».

In Grethers Ratlosigkeit lässt sich vielleicht etwas Licht bringen: Die St. Galler sind in diesem Jahr äusserst konstant. Sie gewinnen die Spiele, welche sie gewinnen müssen und kämpfen alle gemeinsam für ein gemeinsames Ziel. Werte, welche durchaus auch der FCL an den Tag legt in dieser Rückrunde. Vielleicht machen die Ostschweizer den Luzerner ja vor, was sie nächstes Jahr erreichen könnten, wenn die Konstanz in Luzern Einzug halten würde. Wie wichtig den Ostschweizer die Konstanz ist, zeigt die Tatsache, dass heute die Verträge von Trainer Peter Zeidler und Sportchef Alain Sutter verlängert wurden – beide bis 2025.

Gegen St. Gallen kann sich der FCL auf einiges gefasst machen: Hohes Pressing, permanenter Druck, intensive Zweikämpfe, schnelles Umschaltspiel. Klingt nach einer Herkules-Aufgabe für die Luzerner morgen Abend. Doch Simon Grether sagt mit einem Schmunzeln: «Wenn wir kein Tor bekommen, verlieren wir sicher schon mal nicht». Aber nur zum nicht verlieren reist der FCL nicht in die Ostschweiz. Schliesslich haben die Luzerner 9 der letzten 10 Duelle gegen St. Gallen nicht verloren. «Die Statistik interessiert uns nicht, die ist Geschichte», so Grether. «Aber gegen St. Gallen wird es sicher ein geiles Spiel und wir wollen unbedingt drei Punkte.»

St. Gallen gegen Luzern, Anpfiff ist am Donnerstagabend um 20.30 Uhr. Radio Pilatus überträgt das Spiel live. Zudem kann es auch im Liveticker auf pilatustoday.ch verfolgt werden.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. Juli 2020 19:28
aktualisiert: 15. Juli 2020 16:25