Doppelte Wiedergutmachung?

Der FC Luzern muss am Sonntag eine Reaktion zeigen

Philipp Breit, 10. Juli 2020, 20:26 Uhr
FCL-Spieler Francesco Margiotta (r.) im Zweikampf mit Luganos Olivier Custodio.
Der Abend am Mittwoch gegen Servette? Einer zum Vergessen! Die 0:2 Niederlage der Luzerner auswärts bei den Genfern war berechtigt. Doch nun gleich den Teufel an die Wand malen wäre überrissen. Gegen Lugano gibt es auch gleich die Chance auf Wiedergutmachung.

Den Ball flach halten. Auch wenn die Fussball-Floskel abgedroschen klingen mag, so stimmt sie dennoch ganz gut. Ja, der FCL hat am Mittwoch gegen Servette verloren. Ja, der FCL zeigte kein gutes Spiel. Ja, die Art und Weise auf dem Feld war weit davon entfernt, was wir bislang vom FCL gesehen haben.

Schlussendlich ist es eine Niederlage. Punkt. Die Niederlage wird auf jeden Fall intern genauestens analysiert und der Trainer-Staff rund um Fabio Celestini weiss genau, welche Schlüsse zu ziehen sind. Und schliesslich sind da ja auch noch die Spieler. Die wissen selbst am besten, dass das gegen Servette schlecht war. Sie wissen aber auch, dass sie in diesem Halbjahr unter Trainer Fabio Celestini bislang einen super Job machten. Nach wie vor ist der FC Luzern das beste Team in der Rückrunde (Punktgleich mit dem FC St. Gallen).

Celestinis personelle Sorgenfalten

Christian Schwegler, Tsiy Ndenge und Marco Burch fallen beim FCL verletzungsbedingt für längere Zeit aus. Hinzu kommen aktuell die angeschlagenen Ibrahima Ndiaye und Darian Males. Auch Idriz Voca stand zuletzt nicht im Kader. Aus persönlichen Gründen. Mit einem möglichen Abgang habe dies aber nichts zu tun, heisst es beim FCL. Es bestehe auch kein Problem zwischen Voca und Trainer Celestini. Inzwischen trainiert Idriz Voca wieder mit der Mannschaft und wird ins Kader zurückkehren. Er wird die Personalsorgen etwas lindern, auch wenn in seiner Abwesenheit der junge Lorik Emini im Mittelfeld richtiggehend aufblüht. 

Auch Ndiaye wird bald wieder zurück sein. Ebenso Darian Males, welcher am Sonntag bereits wieder dabei sein könnte. Wenn bei ihm die körperlichen Blessuren ausgeheilt sind, bleibt die Frage, ob es bei Males noch eine mentale Baustelle gibt. Aktuell gibt es Gerüchte darüber, dass der italienische Serie-A-Verein Inter Mailand Interesse am Jungtalent hat. Mit seinen erst 19 Jahren weist er bislang 19 Super-League-Einsätze vor. Dabei gelangen ihm ein Tor und vier Assists. Ob Males wirklich schon bereit ist für den Sprung ins Ausland, lässt Interpretationsspielraum offen.

Wiedergutmachung gegen Lugano?

Am Sonntagnachmittag gastiert der FC Lugano in der Swissporarena. Jenes Lugano, welches dem FC Luzern vor rund zwei Wochen die erste Niederlage unter Fabio Celestini zugefügt hatte. Auswärts gab es im Cornaredo eine 0:2-Niederlage.

Nun gab es auch am Mittwoch auswärts bei Servette eine 0:2 Niederlage. Der FCL hat also die Möglichkeit sich gleich in zweierlei Hinsicht zu revanchieren. Einerseits bei Lugano für die damalige Niederlage und andererseits bei sich selber für den doch eher durchzogenen Auftritt in Genf.

Luzern gegen Lugano, Anpfiff ist am Sonntag um 16.00 Uhr. Radio Pilatus überträgt das Spiel live. Zudem kann es auf PilatusToday im Liveticker mitverfolgt werden.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 10. Juli 2020 18:17
aktualisiert: 10. Juli 2020 20:26