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Super League

Der FC Luzern verliert gegen YB mit 2:5

16. Mai 2021, 00:35 Uhr
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday

Nach einer starken ersten Halbzeit und der 2:1-Pausenführung für Luzern, zeigt YB dem FCL in der zweiten Halbzeit den Meister.

Bei strömendem Regen gelang dem FCL dank Varol Tasar ein Start nach Mass. Nachdem sich die Mannschaften in den ersten Minuten der Partie noch etwas abtasteten, ging es in der 9. Minuten plötzlich schnell. Varol Tasar wurde nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte in die Tiefe geschickt, tankte sich an die Grundlinie durch und fand nach kurzem Zögern Simon Grether, welcher aus wenigen Metern zum 1:0 einnetzte. Es war der Beginn einer ersten Halbzeit, in welcher sich die zwei besten Mannschaften des aktuellen Kalenderjahres über weite Strecken ebenbürtig waren. Der FCL zog sich in keiner Weise zurück und setzte mit variantenreichen Angriffen Nadelstiche. Bei Tasars Freistoss aus bester Distanz (12), Frydecks Distanzschuss (20) und Schürpfs Volleyversuch (21) fehlte allerdings die Genauigkeit.

YB Ausgleich und die Luzerner Reaktion

YB übernahm in der Folge zunehmend das Spieldiktat. Brenzlige Situationen vor dem Tor von Marius Müller blieben jedoch vorerst Mangelware. Der FCL verteidigte schlau, man half einander aus, war aggressiv und legte viel Einsatz und Laufbereitschaft an den Tag. Dass es allerdings selbst kleine Unachtsamkeiten nicht leiden würde, musste der FCL in der 35. Minute am eigenen Leib erfahren. Nach einer Flanke von Jordan Lefort kam Michel Aebischer im Luzerner Strafraum frei zum Kopfball und lies Marius Müller keine Chance. Ausgleich. Die Partie wurde nun zunehmend hitziger und insbesondere Varol Tasar und Cédric Zesiger gerieten das eine ums andere Mal aneinander. In der 40. Minute versuchte es der FCL bei einem Eckball mit einer Spezialvariante. Der Ball kam hoch in den Strafraum, fand via Sorgic und Carbonell schlussendlich auf die rechte Seite zu Varol Tasar, welcher abdrückte und aus spitzem Winkel zur erneuten Luzerner Führung traf. Der FCL hätte die Führung vor der Pause sogar noch ausbauen können. Pascal Schürpf brachte den Ball nach einem Luzerner Überzahlspiel aus rund elf Metern jedoch nicht an David von Ballmoos vorbei und so ging es für den FCL mit einer verdienten 1-Tore-Führung in die Pause.

YB mit der Wende innerhalb von 15 Minuten

Das Ziel Vorsprungverwaltung oder gar Ausbau mussten die Luzerner leider bereits zwei Minuten nach der Pause über den Haufen werfen. Nach einer Ecke von Sulejmani kam Christian Fassnacht mutterseelenalleine zum Abschluss und hämmerte den Ball Volley zum Ausgleich an Marius Müller vorbei. Der FCL tat sich nun schwer und geriet insbesondere bei hohen Bällen immer wieder gefährlich unter Druck. Ein paar Mal ging es noch gut, in der 61. Minute war es dann aber wieder Fassnacht, welcher sich erneut nach einer Flanke von Sulejmani in der Luft durchsetzte und die erstmalige YB Führung erzielte.

Meisterkür für YB zum Abschluss

Luzerner Coach Fabio Celestini versuchte zu reagieren und brachte mit Wehrmann, Ndiaye und Ugrinic neue Kräfte. Der FCL war bemüht und probierte dem Spiel mit langen Bällen auf Ndiaye eine neue Wende zu geben. Die in der zweiten Hälfte offenbarte Anfälligkeit in der Verteidigung konnte gleichzeitig allerdings nicht abgestellt werden und so wurde es auch in der Folge, wenn dann vor dem Luzerner Tor gefährlich. Sinnbildlich dann die Szene in der 74. Minute. YB-Goalie von Ballmoos wurde von den Luzernern unter Druck gesetzt, schlug den Ball in extremis in Richtung gegnerische Platzhälfte, wo der lange Ball plötzlich zur Steilvorlage für Fassnacht wurde. Der zog Richtung Marius Müller, spielte den Ball vor dem Strafraum zu Jean-Pierre Nsame, welcher trocken zur Berner Zwei-Tore-Führung traf. Es war die Entscheidung in diesem Spiel und nur drei Minuten später erhöhte Marvin Spielmann zum 5:2-Endstand. Die Luzerner erzielten zwar in der 82. Minute durch Yvan Alounga noch das vermeintliche 3:5, dieses wurde allerdings kurz darauf zurückgenommen, da der Ball Momente vorher im Aus gewesen war.

Mit einem Sieg gegen YB hätte man den Sprung unter die Top 3 schaffen wollen. Dies wurde verpasst und nun bleibt ein letztes Saisonspiel gegen den FC Lugano am Freitag, bevor am Pfingstmontag mit dem Cupfinal gegen St. Gallen das grosse Saisonhighlight ansteht. Schafft es der FCL die Vorstellung der ersten Halbzeit über die ganze Spieldauer abzuliefern, wird man einem magischen Saisonabschluss ganz nahe sein.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. Mai 2021 20:08
aktualisiert: 16. Mai 2021 00:35