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FC Luzern

«Die Fans bekommen attraktiven Fussball zu sehen»: Erstes Training unter Sandro Chieffo

Yanik Probst, 25. November 2021, 17:56 Uhr
Mit einem Lachen im Gesicht und bei bester Laune ist FCL-Interimstrainer Sandro Chieffo am Donnerstag erstmals vor die Medien getreten. Zuvor absolvierte der bisherige U21-Trainer sein erstes Mannschaftstraining. Im Interview mit PilatusToday und Tele 1 erzählt er von seinem ersten Eindruck und wie er den FCL wieder auf Kurs bringen will.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday/Andreas Wolf

PilatusToday: Sandro Chieffo, Sie haben heute Morgen ihr erstes Mannschaftstraining geleitet. Wie ist der erste Eindruck?

Sandro Chieffo: Sehr positiv. Wie ich es erwartet habe. Ich kenne den einen oder anderen, habe sie immer wieder angetroffen. Alles gesunde und positive Menschen. Klar, in der aktuellen Situation lacht man ein bisschen weniger. Aber von Grund auf alles gute Menschen. Das habe ich auch sofort gespürt in der Kabine und anschliessen bei der Begrüssung.

Sie sagen es, aktuell gibt es nicht viel zu lachen für den FCL. Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?

Sehr positiv. Die Mannschaft lebt, das ist eine gute Gruppe. Ich habe nach diesem ersten Eindruck gar nichts Negatives zu sagen.

Jetzt werden Sie ins kalte Wasser geworfen. Am Donnerstag das erste Training und am Sonntag das erste Spiel gegen Basel. Wie ist das für Sie?

Man weiss, der Fussball ist schnelllebig. Ich bin nicht erst seit gestern Trainer, ich habe bereits einiges durchgemacht. Für solche Situationen muss man bereit sein und das bin ich. Ich habe vielleicht auch schon mal damit gerechnet, dass so etwas kommt. Jetzt ist es passiert und ich habe grosse Freude.

Sie haben 2016 bis 2018 bereits Super-League-Erfahrung gesammelt. Sie waren Assistent von Uli Forte beim FC Zürich. Hilft das in dieser Situation?

Ich denke, dass Erfahrung grundsätzlich hilft. Wenn du gewisse Dinge aus dem Rucksack ziehen kannst, ist das immer von Vorteil. Ich habe inzwischen aber sehr gute Menschenkenntnis. Wie ich auf Spieler eingehen muss, egal, ob jung oder älter und das mache ich sehr gerne und bereitet mir keine grossen Sorgen.

Ein neuer Trainer heisst in der Regel auch ein neuer Spielstil. Was ist Ihr Spielstil, die Handschrift von Sandro Chieffo?

Wer mich kennt, weiss, dass ich sehr vertikal orientiert bin. Ich liebe schönen und attraktiven Fussball. Ich will einen gepflegten, offensiven und dynamischen Fussball spielen. Aber nicht einfach geradeaus, sondern kontrolliert. Sicher aber ein attraktiver Fussball, der auch den Fans Freude bereiten wird.

Die Situation ist jedoch schwierig. Man braucht als Tabellenschlusslicht dringend Punkte. Kann man da noch schönen Fussball spielen?

Klar, in erster Linie geht es darum, Punkte zu holen. So viele wie möglich. Aber ob Basel, Sion, YB oder Lausanne. Für mich ist jeder Match wichtig. Wir müssen das Spiel gegen Basel gut vorbereiten und versuchen zu punkten. Dann gibt es Spiele, bei denen man etwas schöner spielt und keine Punkte holt und solche, die nicht so spektakulär sind, dafür Punkte geben. Jedes Spiel ist anders.

Was braucht es konkret gegen Basel?

Einen sehr guten Match. (Chieffo lacht) Wir brauchen vor allem die Mentalität. Da müssen wir bereit sein und einen guten Teamspirit haben. Dafür bin ich verantwortlich und das hat für mich erste Priorität. Es ist viel Qualität vorhanden. Jetzt geht es darum, die richtigen Schrauben zu drehen und Knöpfe zu drücken damit jeder auf seine Art und Weise möglichst viel positive Energie in die Mannschaft bringen kann.

Reicht dafür die kurze Vorbereitungszeit? Donnerstag erstes Training, Sonntag das Spiel, das ist nicht viel Zeit. 

Die ist kurz, aber die reicht für mich. Da holen wir das Beste raus!

Vielen Dank, Sandro Chieffo und viel Erfolg.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. November 2021 17:34
aktualisiert: 25. November 2021 17:56