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Celestini sieht ein Problem

Diese (nicht ganz ernst gemeinten) Gründe sprechen für einen Messi-Transfer zum FCL

Tobias Hotz, 6. August 2021, 19:51 Uhr
Am Donnerstag wurde bekannt, dass Lionel Messi nicht beim FC Barcelona verlängert. Bereits brodelt die Gerüchteküche. Wohin zieht es den argentinischen Superstar? Einige Gründe sprechen auch für den FCL. Gemäss Fabio Celestini scheitert der Transfer wegen einer Kleinigkeit.

Am Donnerstagabend erschütterte eine Nachricht die Fussballwelt. Es war nicht der Fakt, dass der FCL gegen Feyenoord Rotterdam chancenlos blieb. Es war eine Meldung aus Spanien. Der FC Barcelona meldete, dass Lionel Messi den Club nach 21 gemeinsamen Jahren verlässt. Eine Erfolgsgeschichte mit vier gemeinsamen Champions League Titeln und zehn spanischen Meisterschaften endet. Der sechsfache Weltfussballer ist auf der Suche nach einem neuen Verein.

Messi ist der wohl begehrteste Arbeitslose der Welt. Seinen neuen Arbeitgeber kann er nach Belieben auswählen. Die Scheich-Clubs Paris Saint-Germain und Manchester City sind in der Pole Position. Gemäss einem Bericht des britischen Magazins «The Athletic» nahm Messi bereits Kontakt mit dem PSG-Trainer auf. Alle anderen Clubs können Messis Gehaltsvorstellungen wohl nicht gerecht werden.

Wobei nicht unbedingt. Eine Aussage Messis lässt Fans weltweit hoffen. «Geld ermöglicht ein besseres Leben, aber es inspiriert mich nicht. Ich würde umsonst spielen, um professionell Fußball zu spielen. Ich lebe für das Spiel und nicht die ökonomischen Vorteile», sagte Messi einst dem Mirror. Vereine können Messi also auch mit anderen Gründen überzeugen. Grund genug, um in der schönsten Stadt der Schweiz mit dem Träumen zu beginnen.

Diese (nicht ganz ernst gemeinten) Gründe sprechen für einen Messi-Transfer zum FCL:

Der Goldjunge in der goldenen Arena

Sechsmal war Messi Gewinner des «Ballon d’Or» (übersetzt goldener Ball). In Luzern erwartet Messi mit Blick auf das FCL-Budget sicherlich keinen goldenen Käfig, jedoch eine goldene Arena. Die Swissporarena ist die perfekte Bühne für den Ballzauberer. Und sollte Messi doch mehr auf Silber stehen, wartet im Fanshop die Cup-Trophäe auf ihn.

Die goldene Swissporarena passt perfekt zu Messi.
© Matthias Oetterli

Messi beendete blau-weisse Leidenszeit

Gross war in Luzern der Jubel nach dem Cup-Sieg im Mai. 29 Jahre wartete der FCL auf einen Titel. 29 Jahre ohne Trophäe für Blau-Weiss. Eine lange blau-weisse Leidenszeit gab es auch in Südamerika. Sie endete ebenfalls in diesem Jahr. Nach 28 Jahren Warterei (für FCL-Fans eine lächerlich kurze Zeit) holte Argentinien endlich wieder einen Titel. Angeführt von einem überragenden Lionel Messi gewann Argentinien die Copa América. Eine blau-weisse Parallele, die verbindet und womöglich sogar Verträge unterschreiben lässt.

Nach 28 Jahren ohne Titel gewann Messi mit Argentinien diesen Sommer die Copa América.
© Keystone / Bruna Prado

151 Spiele absolvierte Messi bisher im Dress der argentinischen Nationalmannschaft. Dass er sich in blau-weissen Trikots wohlfühlt, liegt auf der Hand.

Messi passt in die Transferphilosophie des FCL-Sportchefs

In diesem Sommer verpflichtete FCL-Sportchef Remo Meyer mit Holger Badstuber (32) und Christian Gentner (35) bereits zwei Altstars. Messi passt mit seinen 34 Jahren perfekt ins Beuteschema von Meyer. Mit der Verpflichtung von Lionel Messi hätte der FCL das perfekte Mannschaftsgerüst aus international erfahrenen Spielern.

Der FCL holte in diesem Sommer bereits viel Erfahrung. Christian Gentner (im Bild) und Holger Badstuber kamen aus Deutschland.
© ZVG

Ersetzt Messi den österreichischen Messi?

In der vergangenen Saison war häufig der Österreicher Louis Schaub für die Magie im Spiel der Luzerner verantwortlich. Schaub ist mit seinem Zauberkasten unterdessen zurück nach Köln. 18 Scorerpunkte sammelte der Österreicher in der vergangenen Meisterschaftssaison. Eine beachtliche Zahl. Messi machte in der letzten LaLiga-Saison 30 Tore und bereitete elf vor. Vieles spricht dafür, dass er Schaub vergessen machen könnte.

Könnte Messi den Abgang von Schaub vergessen machen? Die Statistik spricht dafür.
© KEYSTONE/Walter Bieri

Logistischer Grund lässt Traum platzen

Es spricht also so einiges für einen Messi-Transfer in die Innerschweiz. Doch Messi müsste sicherlich in zwei Punkten für einen Kompromiss bereit sein. Messi sagte zwar, er spiele nicht wegen dem Geld. Dennoch wird er kaum gratis in der Swissporarena auflaufen. In der vergangenen Saison soll Messi 70 Millionen Euro netto vom FC Barcelona erhalten haben. Zum Vergleich: Der FCL setzte in der Saison 2019/20 insgesamt rund 21 Millionen Franken um. Messi müsse wohl oder übel auf einen Teil seines Gehalts verzichten.

Obwohl FCL-Trainer Fabio Celestini sicherlich gerne mit Messi zusammenarbeiten würde, ist aus seiner Sicht ein Transfer nicht möglich. «Samuele Campo hat schon die Nummer Zehn. Die Trikots sind gedruckt.»

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. August 2021 17:10
aktualisiert: 6. August 2021 19:51