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Europa winkt

FC Luzern mit 3:0-Heimsieg gegen Servette

Alex Schmid, 9. Mai 2021, 19:56 Uhr
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday

Es sind schöne Zeiten für den FC Luzern. Zwar starten sie wie so oft etwas verhalten in die Partie. Doch sackstarke 30 Minuten reichen für den fünften Sieg in Folge. Am Muttertag schenken sie allen FCL-Müttern die 3 Punkte zwar spät, aber besser als nie. Die Leuchten grüssen mit diesem Sieg in der Tabelle nur noch 2 Punkte hinter YB, Basel und Genf auf Rang vier.

Der FCL kann im Spiel gegen Servette mal ohne grossen Druck aufspielen. Dies ist ein Gefühl, dass man in der Swissporarena nicht häufig antrifft. Beide Mannschaften starten verhalten in den sonnigen Nachmittag. Der Gast aus Genf hat etwas mehr vom Spiel und kommt zu einigen guten Halbchancen. Ansonsten ist es eher ein vorsichtiges Abtasten. Fabio Celestini ist früh gezwungen einen Wechsel durchzuführen. Samuel Alabi verletzte sich nach wenigen Minuten bei einem Zweikampf im Mittelfeld. Die «Erholungspause» von Pascal Schürpf auf der Bank ist damit nur von kurzer Dauer. Er muss ran für Alabi.

Luzern früh unter Druck

Die Luzerner bekommen in dieser Anfangsphase von Minute zu Minute mehr Druck zu spüren. Servette hat deutlich mehr Spielanteile und kommt dem Tor immer näher. Luzern hat zwar auch seine Momente, kommt aber des Öfteren einen Schritt zu spät. Und doch gehört der erste Abschluss aufs Tor dem FC Luzern. Filip Ugrinic versucht sich aus der Distanz. Sein Schuss erzeugte aber schlussendlich keine Gefahr. Gegen Ende der ersten Halbzeit heben sich Heim- wie auch die Gastmannschaft die Chancen gegenseitig auf.

«Mülli» hält die Null zur Pause – Schürpf vergibt das 1:0

In der 37. Minute braucht es dann doch den FCL-Torhüter. Mendy mit einer Direktabnahme nach einer Ecke. Der Ball fliegt an vielen Beinen vorbei, doch Müller ist blitzschnell unten. Zwar kann er den Ball nicht festhalten, aber es steht niemand bereit, den Abpraller zu verwerten. Der eingewechselte Pascal Schürpf kommt kurz vor Schluss auch noch zu einer Doppelmöglichkeit. Die erste in Form eines Weitschusses war viel zu harmlos. Besser macht er es nach einem Eckball. Sein Kopfball war aber zu zentral platziert. Man hat zwar schon zähere torlose Partien erlebt, aber vom Hocker haute es hier in der ersten Halbzeit in der Swissporarena auch keinen.

Grosse Chance nach wenigen Sekunden

Der Stürmer im Dienste von Servette hat bereits nach wenigen Sekunden die Führung auf dem Fuss. Arial Mendy wollte Marius Müller in der nahen Ecke erwischen. Der FCL-Keeper bleibt aber Herr der Lage und zeigt einmal mehr seine grosse Klasse. Wie zu Beginn des Spiels wirkt Servette auch in der zweiten Halbzeit deutlich dominanter und zielstrebiger. Doch Tore wollen den Genfer keine Gelingen. Im Cup-Halbfinal versuchte sich Filip Ugrinic oft mit Weitschüssen. Doch es reichte nie zum Torerfolg. Dies änderte sich am Sonntag gegen Servette in der 59. Minute. Dejan Sorgic kann ungestört Richtung Strafraum laufen, legt rechts rüber zu Ugrinic. Die Nummer 19 nimmt volles Risiko und hämmert das Ding unhaltbar in die weite Ecke. Trotz des dominanten Auftretens der Gäste ist die FCL-Führung nicht gestohlen.

«Probier es mal mit Gemütlichkeit»

Ganz gemäss dem Song aus dem Dschungelbuch nehmen es die Luzerner nun etwas gemütlicher. Aber sie sind nicht weniger zielstrebig. Sie lauern auf Konter und kontrollieren das Spiel aus einer sicheren Abwehr heraus. Dies scheint aufzugehen. Zwar nicht in Form eines Konters aber mit gütiger Mithilfe der Gäste. Anthony Sauthier vertändelt den Ball gegen Yvan Alounga. Mit gutem Timing passt er zu Sorgic. Und der Topscorer schiesst den Ball im Fallen an Genf-Goalie Frick vorbei ins Tor zum vorentscheidenden 2:0. Die Luzerner haben daraufhin mit Schürpf und Grether noch zwei weitere Top-Chancen, scheitern aber am Torwart von Servette. Die Gäste scheinen nun aufgegeben zu haben.

Konter kommt doch noch

Der erwähnte Konter kommt dann doch noch. Jordy Wehrmann erkämpft sich den Ball im Mittelfeld und spielt einen Traumpass auf Alounga der alleine aufs Tor ziehen kann. Ndiaye läuft mit und bekommt den Querpass auf seinen Fuss. Gekonnt und unaufgeregt umkurvt er Jeremy Frick und schiebt zum 3:0 ein. Mit seinem zweiten Assist belohnt sich Alounga für einen guten Einsatz nach seiner Einwechslung. Der FCL lässt nicht nach und kommt noch zu mehreren Gelegenheiten. Das 4:0 will aber nicht mehr gelingen. Was aber wohl auch zu hoch gewesen wäre. Die Luzerner holen dank einer Leistungssteigerung nach der Pause einen verdienten Sieg und schliessen bis auf 2 Punkte an die drittplatzierten Genfer auf.

Weiter geht es für den FC Luzern am kommenden Mittwoch (12. Mai, 20.30 Uhr) auswärts in Sion.

Den Ticker zum Spiel gibt's hier zum Nachlesen:

zum gesamten Ticker

Alex Schmid
Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 9. Mai 2021 15:42
aktualisiert: 9. Mai 2021 19:56