Sport
FCL

FCL-Fans lancieren Online-Aktion «zäme meh als 52%» gegen Mehrheitsaktionär Alpstaeg

FC Luzern

«Zäme meh als 52%» – Fans wehren sich gegen einen «FC Alpstaeg»

02.11.2022, 11:27 Uhr
· Online seit 19.10.2022, 11:48 Uhr
Die FCL-Fans haben genug: In der Nacht auf Mittwoch haben sie die Aktion «Zäme meh als 52%» lanciert. Damit wehren sie sich gegen Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg. Bereits in den ersten Stunden ist die Unterstützung gross. Auch bekannte Sportler, Politiker sowie FCL-Präsident Stefan Wolf haben unterschrieben.
Anzeige

Beim FCL brodelt es, seit Bernhard Alpstaeg – welchem 52 Prozent der FCL Aktien gehören – vor drei Wochen wieder damit begonnen hat, die FCL-Leitung zu torpedieren. Gegen den Willen der gesamten FCL-Familie soll die komplette Clubleitung entlassen werden. Das positive Image der FCL-Familie als Einheit droht zerstört zu werden.

Was ist «Zäme meh als 52%»?

«Zäme meh als 52%» ist eine Aktion, welche von all jenen ins Leben gerufen wurde, denen der FCL am Herzen liegt, schreiben die Initianten. Mit viel Einsatz wurden in den vergangenen Woche Kampagnen, Webseiten und Social Media Profile erstellt. Die FCL-Fans wollen mit dieser Aktion zeigen, was sie von Alpstaegs Plan halten, sich beim FCL als alleiniger Entscheidungsträger zu installieren.

Dienen soll «Zäme meh als 52%» daher als Sammelbecken, Sprachrohr und Protestbewegung für alle, die verhindern wollen, dass der erfolgreiche, skandalfreie und positive Weg des FC Luzern abrupt endet. Ob nun Mitarbeitende, Sponsoren, Fans, Donatoren, Spieler oder Aktionäre. Sie alle zusammen würden dem Luzerner Club Leben einhauchen und seien zusammen «weit mehr als Alpstaegs 52%!».

Forderungen der Fans

Die Unterstützerinnen und Unterstützer von «Zäme meh als 52%» fordern die Abkehr vom  Mehrheitsaktionär-Modell. Niemand soll Alleinbesitzerin oder Alleinbesitzer des Luzerner Fussballclubs sein, denn der FC Luzern gehöre allen, denen er am Herzen liege. Weiter soll der aktuelle Verwaltungsrat bestehen bleiben mit Bruno Affentranger, Laurent Prince und Ursula Engelberger-Koller.

Der Wunsch von Bernhard Alpstaeg, die gesamte Clubleitung inklusive Sportchef abzusetzen und sich als alleiniger Entscheidungsträger zu küren, zerstöre die geschaffene blauweisse Euphorie und das Miteinander, welches sich die FCL-Einheit in den vergangenen 20 Monaten geschaffen habe.

Zukünftig sollen auch die Mitentscheidungsrechte aller FCL-Fans gestärkt werden. Denn «Wir alle hauchen unserem Club Leben ein, wir alle finanzieren unseren Verein, wir alle machen die Faszination ‹Fussballclub Luzern› aus.»

Keine Person ist grösser als der Verein

Dafür brauche es jetzt die laute Stimme von allen, heisst es auf der Webseite www.meh-als-52.ch, welche am Mittwochmorgen um zwei Uhr online ging und regelrecht überrannt wurde. Bis am Mittwochmittag wurden bereits über 6000 Stimmen «för de FCL» gesammelt. Aber nicht nur die Fans, sondern auch ganz vielen Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, Politik, Sponsoren und Leute, denen der FCL am Herzen liegt, wollen sich für «ein FCL für alle» einsetzten.

Unter den Erstunterzeichnenden befinden sich bekannte Namen, wie jene des FCL-Präsidenten Stefan Wolf sowie des Vizepräsidenten Josef Bieri. Auch Goalie Legende Dave Zibung, Ruder-Olympiasieger Mario Gyr oder Kantonsparlamentarier David Roth haben unterschrieben.

«Die nächsten zwei Wochen sind wegweisend für die Zukunft unseres Clubs! Es braucht jetzt alle, jeden und jede!», heisst es auf der Webseite. Und erneut heisst es für die FCL-Familie: «Kompromisslos kämpfe. Und auch dieses Mal werden wir wieder gmeinsam gwönne!»

Bernhard Alpstaeg hat die ausserordentliche GV, an der er seine Pläne umsetzen will, auf den 3. November terminiert. An diesem Tag wollen die FCL-Fans gegen den Mehrheitsaktionär protestieren.

veröffentlicht: 19. Oktober 2022 11:48
aktualisiert: 2. November 2022 11:27
Quelle: PilatusToday

Anzeige
Anzeige
redaktion@pilatustoday.ch