FC Luzern im Trainingslager

Frick mit neuer Strategie – Müller trägt neu die neue Nummer 1

23. Juni 2022, 19:41 Uhr
Der FC Luzern weilt im kurzen Trainingslager im österreichischen Schruns. Den sportlich bereits in der Rückrunde eingeschlagene Weg soll weitergehen. Der ambitionierte Trainer ist noch lange nicht zufrieden. Es geht ihm dabei um Prinzipien.
Mario Frick mit neuer Strategie und Müller mit neuer Nummer 1
© KEYSTONE/Philipp Schmidli

Mario Frick unterscheidet dabei zwischen defensiven und offensiven Prinzipien. Während sich Ex-Verteidiger Claudio Lustenberger zusammen mit Roman Matter um die Verteidiger kümmert, arbeitet Ex-Stürmer Mario Frick mit dem ehemaligen Luzerner Knipser Marco Schneuwly mit den Offensivkräften. «Bei uns Offensiven geht es darum, gewisse Abläufe reinzubringen. Automatismen zu schaffen, damit diese dann im Spiel sitzen. Es geht um Laufwege, es geht um Timing und es geht auch um Passqualität. So, dass wir mit möglichst schnellen Kombinationen den Gegner überraschen können.»

Zwei entscheidende Zonen in der Offensive

Entscheidend für dieses Spiel sind dabei zwei Zonen in den gegnerischen Abwehrreihen. Ein Ziel ist es, hinter die Abwehrkette zu kommen, sprich in jenen Raum zwischen Torhüter und dem hintersten Verteidiger. Gelingt dies nicht, weil der Gegner tief steht, so entsteht die zweite Zone. Diese befindet sich zwischen den beiden Abwehrreihen, in einem 4-4-2-System beispielsweise zwischen den beiden 4er-Abwehrreihen. In dieser Zone sollen sich die FCL-Spieler anbieten, um dann die schnellen Angriffskombinationen auslösen zu können.

Entscheidend für das künftige FCL-Spiel sind zwei Zonen in den gegnerischen Abwehrreihen.

© PilatusToday

In einem 4-4-2-System liegt dies beispielsweise zwischen den beiden 4er-Abwehrreihen.

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Damit diese Abläufe sitzen und im Spiel intuitiv abgerufen werden können, braucht es unzählige Wiederholungen. Immer und immer wieder trainieren die FCL-Profis auf dem top-gepflegten Schrunser Rasen diese Angriffsszenen. Die Sportarena Schruns bietet perfekte Bedingungen für das Trainingslager. Zwei Naturrasen sowie ein Kunstrasen stehen zur Verfügung. Eine Anlage, auf welcher auch der deutsche Bundesligist SC Freiburg immer wieder gastiert.

Ohne Meyer, Burch und Dräger in Schruns

Die Reise nach Schruns bislang nicht angetreten hat Remo Meyer. Es scheint, als ob der Sportchef in Luzern mit möglichen Neuzuzügen genügend Arbeit hat. Bislang stehen beim FCL einige Vertragsverlängerungen zu Buche sowie die Verpflichtung von Pius Dorn. Abgeschlossen sind die Kaderplanungen daher längst noch nicht. Mindestens vier bis fünf vorwiegend offensiv ausgerichtete Spieler werde es noch brauchen. Ebenfalls nicht in Schruns sind die beiden Verteidiger Mo Dräger und Marco Burch. Sie geniessen nach ihren Auftritten mit der Nationalmannschaft sowie der U21-Nati noch einige Tage Extra-Urlaub.

Aufgefüllt wurde das Kader für das Trainingslager daher einmal mehr mit eigenen, jungen Spielern. «Wir haben die Möglichkeit genutzt, junge Spieler mitzunehmen, da wir nicht so viele Spieler im Kader haben», so Mario Frick. «Ronaldo Dantas oder Sven Haag beispielsweise. Sie können sich hier beweisen und wir können sie gleichzeitig auch etwas besser kennenlernen. Obwohl wir von ihnen in der Rückrunde mit der U21 bereits viele Spiele gesehen haben. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir sehr viele Talente haben. Und diesen wollen wir eine Chance geben.»

Neue Nummer 1 im Tor vom FC Luzern

Längst kein junges Talent mehr ist Marius Müller. Der 28-Jährige ist unbestrittener Stammtorhüter. Und ist ab der neuen Saison auch «offiziell» die Nummer 1 im Tor des FC Luzern. Der Deutsche wechselt seine Rückennummer von der 32 auf die 1. «Ich hatte in meiner Karriere noch nie die Nummer 1. Ich wollte einfach mal was Neues und ich denke, das passt gut zu mir», so Müller zu seiner Entscheidung. Egal, ob mit der 32 oder der 1 auf dem Rücken: Hauptsache Müller hält auch in der neuen Saison so bärenstark wie gewohnt.

Damit Müller aber grundsätzlich so wenig Arbeit wie möglich hat, arbeiten seine Vorderleute intensiv in Schruns. Es werden vier intensive Trainingseinheiten anstehen, verspricht Mario Frick. Zudem steht am Samstag gegen den SCR Altach mit Neu-Trainer Miroslav Klose, dem Nachfolger von dem zu Lausanne gewechselten Ludovic Magnin, ein Testspiel auf dem Programm. Am Sonntag geht es dann zurück nach Luzern. Dort warten hoffentlich bereits weitere Neuzugänge darauf, bald möglichst ins FCL-Trainingslager einsteigen zu können.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. Juni 2022 19:37
aktualisiert: 23. Juni 2022 19:41
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