Fehlt er, gewinnt sein Team

Fricks makellose Tribünenbilanz macht Hoffnung

Tobias Hotz, 11. November 2022, 17:20 Uhr
Ausgerechnet gegen den klaren Leader YB fehlt der gesperrte FCL-Trainer Mario Frick. Die Absenz des Lichtensteiners muss für den FC Luzern jedoch kein schlechtes Omen sein.
Vaduz war auch ohne Frick an der Seitenlinie erfolgreich.
© KEYSTONE/Christian Merz
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Die Schlussminuten gegen den FC Basel waren turbulent. FCL-Trainer Mario Frick sah in der 90. Minute die Rote Karte. In der ersten Aufregung war in der Liveübertragung gar von einem Ellbogenschlag die Rede. Ein Video zeigt: Frick berührt zwar den vierten Offiziellen – von einem Schlag mit dem Ellbogen, kann bei Weitem nicht die Rede sein.

Wegen dieser Szene fehlt mario Frick am Sonntag:

Quelle: Leservideo / PilatusToday

Da auch die blosse Berührung verboten ist, kassiert Mario Frick eine Spielsperre und darf am Sonntag gegen YB nicht auf der Trainerbank Platz nehmen. Stattdessen wird er die Partie auf der Medientribüne im Berner Wankdorf verfolgen. «Ich werde natürlich mitfiebern. Es ist aber nicht so, dass ich auf das Spiel Einfluss nehmen werde.»

Auch als Vaduz-Trainer habe er bereits Spiele gesperrt verpasst. Im überschaubaren Rheinpark Stadion habe es jedoch kaum einen Unterschied gemacht, ob man auf der Trainerbank oder auf der Tribüne sitzt. «Da hat man mich halt dennoch schreien gehört. Das ist nicht immer so gut beim vierten Offiziellen angekommen.»

Hörbar wird Mario Frick für die Spieler am Sonntag nicht sein.

© KEYSTONE/Christian Merz

Am Sonntag wird die Art der Kommunikation im mit 31'120 Zuschauenden ausverkauften Wankdorf weniger einfach sein. Dafür werden wohl elektronische Hilfsmittel im Einsatz stehen.

Fricks makelose Tribünenbilanz

Dass Mario Frick am Sonntag an der Seitenlinie fehlt, können FCL-Fans auch als guten Omen auslegen. «Ich habe dies in Vaduz dreimal erlebt. Mein Assistent hat dreimal übernommen und alle Partien gewonnen.»

Gegen YB gewonnen hat Mario Frick in seiner Trainerkarriere bisher noch nie. Auch der FCL blieb in den letzten elf Partien sieglos gegen die Berner. Mario Frick zeigt sich dennoch sehr selbstbewusst. «YB ist wahrscheinlich individuell besser besetzt. Ich glaube jedoch schon, dass wir von der Spielanlage und der Strategie einen Vorteil haben.»

Gegen YB hatte Mario Frick bisher wenig Grund zum Lachen.

© KEYSTONE / Peter Klaunzer

Die Mannschaft müsse endlich den Glauben entwickeln, eine grosse Mannschaft wie Bern oder Basel schlagen zu können. Diesen Glauben zu erlangen, sei ein langer Prozess. «Man darf nicht vergessen, dass ich diese Mannschaft im Januar übernahm, als sie auf dem letzten Platz lag.»

Gegen YB erwartet er eine Partie auf Augenhöhe. «Unsere Auswärtsbilanz ist deutlich besser als unsere Heimbilanz.» Anfangs Saison habe man YB an den Rand einer Niederlage gebracht. «Wir müssen wieder die gleiche Energie auf den Platz bringen.»

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 11. November 2022 17:38
aktualisiert: 11. November 2022 17:38