FC Luzern

Geht der FCL-Höhenflug gegen Servette weiter?

Philipp Breit, 7. Juli 2020, 19:16 Uhr
Vor nicht einmal zwei Wochen spielte der FCL zu Hause gegen Servette-Genf. Dank einer starken zweiten Halbzeit holten die Luzerner nach einem 0:2-Rückstand noch ein Unentschieden. Nun geht es am Mittwoch bereits wieder gegen Servette. Dieses Mal jedoch in Genf.

Die Strapazen der rund dreistündigen Anreise spart sich der FC Luzern. Die Mannschaft reist bereits am Dienstag in die Romandie. Nach dem Spiel wird in Genf übernachtet und die Rückreise erst am Donnerstag angetreten.

«Das ist vielleicht in der jetzigen Zeit ein wichtiges Puzzelstück», ist sich FCL-Trainer Fabio Celestini sicher. So sei einerseits die Vorbereitung aber auch die Erholung optimal.

Der FCL machte dies übrigens auch schon beim Auswärtsspiel in Sion so. Anreise einen Tag früher, Rückreise einen Tag später. Das Resultat? Die Luzerner gewannen im Tourbillon nach über drei Jahren wieder einmal. Die Tore beim 2:0-Sieg schossen Ibrahima Ndiaye und Pascal Schürpf. Zumindest Ndiaye wird am Mittwoch gegen Servette nicht mit dabei sein. Nach dem Spiel gegen Thun ist er angeschlagen. Anders Pascal Schürpf. Dieser knüpfte gegen Thun an das Toreschiessen an und zeigt sich aktuell in bester Spiellaune.

«Die Belastung im Moment ist brutal», sagt FCL-Goalie Marius Müller. «Es ist eine neue Erfahrung, schon beinahe international». Sagt es mit einem Lächeln. Das Stichwort «international» ist im Moment angebracht beim FCL. Die Luzerner liegen punktgleich mit Servette und Zürich auf den Rängen 4, 5 und 6. Platz 4 berechtigt in dieser Saison zur Teilnahme an der Qualifikation für die Fussball Europa League. «Ich als Spieler will immer so viele Spiele wie möglich. Ich bin hierhergekommen, um so viele Spiele wie möglich auch zu gewinnen. Wann immer möglich zu Null», betont Marius Müller. «Von daher, das kann ich zumindest aus persönlicher Sicht sagen, will ich sicher am Ende der Saison in der Tabelle so weit oben wie möglich stehen».

Etwas verhaltener klingt es bei Fabio Celestini. Man müsse Spiel für Spiel nehmen. «Und nicht zu viel denken. Denn in einer Woche kann Europa schon wieder sehr weit weg sein», mahnt Celestini. Aber er weiss auch, in der aktuellen Verfassung und Form ist der FCL einen ganz heissen Anwärter auf diesen 4. Platz. Wenn es nicht gar noch weiter nach vorne geht. Doch was es dafür braucht, weiss man beim FCL im Moment sehr gut. «Wir müssen Demut zeigen, hart arbeiten, mental stark sein und füreinander gehen», gibt Celestini die Marschrichtung vor. «Dann gibt es auch drei Punkte. Egal gegen welchen Gegner.» Ins selbe Horn bläst der Torhüter. Marius Müller zeigt sich selbstbewusst: «Wir haben diese Saison zwei Mal gegen Servette verloren, einmal gab es ein Unentschieden. Nun ist ein Sieg an der Reihe».

Anpfiff zum Spiel Servette gegen Luzern ist am Mittwochabend um 20.30 Uhr. Radio Pilatus überträgt das Spiel live. Zudem kannst du es auch im Liveticker auf PilatusToday verfolgen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. Juli 2020 18:02
aktualisiert: 7. Juli 2020 19:16