2:3 gegen YB

Glücklose Luzerner machen sich selbst das Leben schwer

7. Dezember 2020, 10:30 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Was für ein Spiel am Sonntagnachmittag in der Swissporarena: Die Luzerner machen eine gute Figur gegen den Tabellenleader YB bei einem Spiel auf Augenhöhe. Dennoch reichte es letztlich nur für ein undankbares 2:3.

Die Luzerner Mannschaft hat dank den Siegen gegen Servette und Sion sichtlich Selbstvertrauen getankt. Das Ziel gegen die Berner schien klar: Druck machen und bald in Führung gehen. So legten die Innerschweizer los wie die Feuerwehr und kamen schon in den ersten Minuten zu einigen Topchancen. Leider konnten sie keine davon verwerten, was sie später bitter bereuten.

Penalty-Tor entgegen dem Spielverlauf

Erster Showdown dann in der 18. Minute: Nach einem misslungenen Freistoss von Carbonell und Frydek stürmen die Berner los in Richtung Konterchance. Weder Carbonell noch Ugrinic gelang es, den Fehler auszubügeln. Tasar versuchte es noch im Strafraum, stieg allerdings zu ungestüm ein und kassierte dafür die gelbe Karte. Den Foulpenalty verwandelte Nsame dankbar zur unverdienten YB-Führung.

Die Luzerner versuchten zwar postwendend auszugleichen, was Louis Schaub auch gelang – wäre er nur nicht im Abseits gestanden.

YB gnadenlos effizient 

Danach kam es noch schlimmer für das Heimteam: Nach einem haarsträubenden Fehlpass von Carbonell in der 24. Minute konnten die Luzerner Verteidiger Sidler und Alves wieder nicht klären und wurden sogleich mit dem zweiten Gegentreffer bestraft. Nur drei Minuten später schepperte es bereits zum dritten Mal im Tor der Luzerner. Abermals versagte die FCL-Abwehr. Alves fälscht den Schuss von Torschützen Ulisses Garcia gar noch ab. Müller war also auch beim 3:0 schuld- sowie chancenlos.

Obwohl oder gerade weil die Luzerner in nur acht Minuten drei Gegentore bekamen, gaben sie nicht auf – im Wissen, dass sie diesen Zwischenstand als bessere Mannschaft der Startphase eigentlich nicht verdienten. Einmal Schaub und einmal Varol Tasar scheiterten nur knapp vor dem gegnerischen Tor.

Kurz vor der Pause drehten die Berner aber noch einmal auf und nur dank zwei starken Paraden von Marius Müller in der 40. und 45. Minute blieb es in der ersten Halbzeit bei einem 3:0 für YB.

The FCL strikes back 

Luzern startete mit zwei neuen Spielern in die zweite Halbzeit. Celestini brachte Alounga und Ndiaye, die die beiden vorher unsichersten Spieler Carbonell und Tasar ersetzten. Mit der neuen Besetzung ackerten sich die Luzerner fleissig weiter ab, bis sie in der 53. Minute endlich belohnt wurden. Louis Schaub war es, der den Foulpenalty nach einer Flanke von Sidler herausholte. Marvin Schulz liess sich nicht zweimal bitten und versenkte den Elfer souverän zum 1:3-Anschlusstreffer.

Rund zehn Minuten später doppelte der FCL nach einem Eckball von Martin Frydek nach. Dejan Sorgic hämmerte ein Zuspiel von Knezevic wunderbar aus der Luft in die Maschen.

Es fehlte das letzte Quäntchen Glück 

Auch die Schlussphase blieb, wie schon das gesamte Spiel, ereignisreich und hart umkämpft. Der für Louis Schaub eingewechselte Pascal Schürpf markierte sein Comeback auf dem Rasen in der 81. Minute mit einem Traumschuss, den Von Ballmoos jedoch sicher klärte. In der Nachspielzeit versuchte es Filip Ugrinic noch zum x-ten Mal, schoss aber wieder daneben. Trotz Kampfgeist bis zur letzten Sekunde, blieb der FCL also glücklos und ging gegen die Berner leer aus.

(imü)

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. Dezember 2020 15:35
aktualisiert: 7. Dezember 2020 10:30