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Mario Frick

«Ich möchte noch dreckiger und böser werden»

3. Januar 2022, 18:44 Uhr
Startschuss zur Mission «Klassenerhalt». Der FC Luzern ist in die rund vierwöchige Vorbereitung gestartet. Neu-Trainer Mario Frick hat dabei einen Aspekt besonders im Fokus: Die Fitness.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Das erste Training ist noch nicht besonders aussagekräftig gewesen, so Frick. Immer wieder hat er sich mit seinen Assistenten ausgetauscht und Daten auf dem Tablet kontrolliert. «Es ist ein anderes System, als ich es von Vaduz her kenne, da muss ich mich noch einarbeiten. Denn gerade in der Belastungssteuerung haben wir viel gearbeitet.» Was die Spieler in nächster Zeit erwartet, ist klar. «Das Laufen ist extrem wichtig, das habe ich bereits bei meiner Vorstellung gesagt. Für das Erreichen unserer Ziele ist es essenziell, dass wir laufen können und so das Pressing aufbauen. Es wird nun die Basis gelegt. Das wird sicherlich streng für die Spieler und dennoch machen alle einen top motivierten Eindruck.»

Hoffentlich auch. Als Tabellenschlusslicht wird der FCL in die Rückrunde starten. Und mal wieder mit einem neuen Trainer. Für FCL-Spieler wie Pascal Schürpf nichts Neues. «Wenn wir die vergangenen Jahre anschauen, hat uns dies jeweils einen guten Schub gegeben. Und dennoch, es liegt natürlich nicht am Trainer allein. Jedem von uns muss die Situation bewusst sein. Jeder muss zuerst vor seiner eigenen Haustüre wischen und alles machen, damit wir wieder auf die Erfolgsspur finden.»

Torrekord als offensives Zeichen

Vier Wochen bleiben, um diesen Weg zu finden, der auf die Erfolgsspur führt. Wichtig wird dabei sicherlich auch das Trainingslager ab nächster Woche sein. Eine intensive Woche wartet auf die Mannschaft im Süden von Spanien. Zeit auch für Mario Frick, um die Mannschaft besser kennenzulernen und ihr noch mehr klarzumachen, was er will. «Ich werde zwar etwas als defensiver Trainer verschrien, das stimmt aber nicht. In unserer Aufstiegssaison haben wir mit Vaduz über 80 Tore geschossen. Ich will also durchaus auch offensiv spielen. Pressing und Gegenpressing sind wichtig.» Nebst dem Spielerischen hat bei Mario Frick auch das Emotionale eine grosse Bedeutung. «Ich bin emotional an der Seitenlinie und will dies auch vorleben. Ich möchte noch dreckiger und böser werden. Wir alle brauchen diese Einstellung.»

Innenverteidiger und Stürmer sollen noch kommen

Damit Mario Frick seinen Spielplan umsetzen kann und auch weitere Alternativen in der Hand hat, werden noch Spieler zur Mannschaft stossen. «Zwei Innenverteidiger und ein 9er sollen noch kommen», so der Neo-Trainer. Transfers in der Winterpause sind in der Regel nicht einfach oder wenn, dann kostspielig. Bleibt zu hoffen, dass FCL-Sportchef Remo Meyer fündig wird. Denn Verstärkung braucht die Mannschaft auf jeden Fall. Gerade in der aktuell unsicheren Coronasituation können immer wieder Spieler ausfallen wegen Quarantäne oder Isolation. Den heutigen Trainingsstart haben Vaso Vasic, Jordy Wehrmann, Ibrahima Ndiaye und Samuel Alabi verpasst. Sie allen wurden positiv getestet. Doch Verstärkung braucht die Mannschaft in erster Linie nicht wegen Corona, sondern wegen der Mission «Klassenerhalt». Die Vorrunde hat gezeigt, das Kader ist qualitativ dünn besetzt.

Vier Wochen bleiben Mario Frick und seinen Mannen, bis es mit der Rückrunde in der Super League wieder losgeht. Der FC Luzern startet am 30. Januar mit einem Heimspiel gegen Basel.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 3. Januar 2022 18:44
aktualisiert: 3. Januar 2022 18:44