FCL gegen GC

Im Kampf gegen die Heimschwäche

Philipp Breit, 24. Februar 2023, 15:52 Uhr
Zwei mickrige Heimsiege hat der FC Luzern bislang in der laufenden Meisterschaft geholt. Definitiv zu wenig für die eigenen, hohen Ansprüche. Gegen GC am Sonntag soll nun der dritte Heimsieg eingefahren werden. Mit Schwung, Kaltschnäuzigkeit und hoffentlich ohne VAR-Entscheid.
Nach zuletzt drei Unentschieden will der FCL wieder einmal einen Sieg einfahren.
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Der FCL ist gut im Strumpf. Vermeintlich. Im Kalenderjahr 2023 sind die Luzerner in der Super League ungeschlagen. Die Bilanz mit vier Unentschieden und einem Sieg aus zuletzt fünf Spielen ist dennoch unbefriedigend. «Vor allem, wenn man sieht, wie die letzten Spiele verlaufen sind. Wir waren oft die bessere Mannschaft und hätten es eigentlich in den eigenen Füssen gehabt», hadert Stürmer Dejan Sorgic. Auch der VAR spielte eine gewichtige Rolle. Viermal griff der Video-Schiedsrichter ein. Viermal gab es im Anschluss Penalty gegen den FCL. «Wäre schön, wenn es mal keinen Elfmeterpfiff gegen uns gäbe», meint Sorgic weiter.

Mario Frick zeigt sich zuversichtlich nach den Trainings

Die Luzerner hadern jedoch nicht nur mit den VAR-Entscheiden, sie hadern auch mit der eigenen Chancenauswertung. Die Luzerner hatten jeweils mehr als genügend Chancen gegen YB, Lugano oder zuletzt St. Gallen um – VAR hin oder her – als Sieger vom Platz zu gehen. «Dass wir uns so viele Chancen rausspielen, ist auf der einen Seite positiv. Auf der anderen Seite aber auch ärgerlich, wenn wir diese nicht nutzen», moniert Mario Frick. Wichtig sei, dass man weiterhin kreativ bleibe und zu Chancen käme, so der Trainer weiter. «Was ich diese Woche in den Trainings gesehen habe, was wir vor dem Tor gemacht haben, war sehr positiv. Deshalb habe ich auch ein gutes Gefühl für am Sonntag.»

Das Gefühl stimmt bei den Luzerner. Nun muss auch die Leistung passen, dann wird es hoffentlich zu einem weiteren Heimsieg reichen. Es wäre erst der dritte in dieser Saison. Der Gegner GC kommt da vielleicht gerade gelegen. Gegen die Zürcher hat der FCL zuletzt 15 Spiele (inklusive Cup) nicht mehr verloren. Dennoch mahnt Mario Frick zur Vorsicht. «GC liegt in der Tabelle nur drei Punkte hinter uns und ist definitiv keine Laufkundschaft. Sie agieren sehr kaltschnäuzig.» Dennoch geht Mario Frick davon aus, dass der FCL mehr vom Spiel haben wird. «Davon gehe ich definitiv aus. Es braucht einfach, wie immer, die richtige Energie. Wenn wir diese, wie in den vergangenen Wochen auf den Platz bringen, dann steigen die Chancen garantiert, dass wir das Spiel gegen GC gewinnen.»

Nach zuletzt Gegnern wie Basel, YB, Lugano oder St. Gallen kommt nun ein vermeintlich schwächerer Gegner mit GC auf den FCL zu. Vor diesem Mindset warnt Mario Frick ausdrücklich. «Das ist die grosse Gefahr. Bislang war die Spannung auf 100 Prozent bei uns. Wir wussten, wenn wir unsere Leistung nicht bringen, dann wird es schwierig. Wenn wir GC aber als schwächeren Gegner einstufen, dann werden wir eine böse Überraschung erleben.»

FCL-Kader ist beinahe wieder komplett

Überraschungen gibt es auch weiterhin im FCL-Tor keine. Wie zuletzt steht der 19-jährige Pascal Loretz im Tor. Weder Vaso Vasic noch Marius Müller sind wieder einsatzbereit. «Vaso war mittlerweile wieder im Training, hat jedoch noch Schmerzen. Daher kommt ein Comeback noch zu früh. Bei Marius Müller sieht es danach aus, dass er nach dem Basel-Spiel in einer Woche wieder ins Training einsteigen kann. Dann müssen wir schauen, wie sein Körper reagiert.»

Ansonsten kann Mario Frick gegen GC abgesehen von den Langzeitverletzten – Marco Burch und Jakob Kadak – auf das volle Kader zurückgreifen. Die zuletzt angeschlagenen Sofyan Chader und Asumah Abubakar sind wieder fit.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 24. Februar 2023 15:52
aktualisiert: 24. Februar 2023 15:52
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