Schlusspfiff

Luzerner kämpfen sich zu spätem wichtigem Punkt

Alex Schmid, 28. Februar 2021, 20:25 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Der FCL holt dank guter Abwehrarbeit und spätem Ausgleich gegen YB einen verdienten Punkt. Beim 2:2 sind es die Luzerner die drei der vier Tore schiessen gegen den Meister. Eines allerdings ins eigene Gehäuse. Am Schluss jubeln die Luzerner dank Marvin Schulz.

Der amtierende Meister aus Bern hat zu Beginn deutlich mehr vom Spiel. Die Luzerner machen ihre Sache aber doch ordentlich und lassen ausser ein paar Standards nicht viel zu. Es dauert dann doch ganze 20 Minuten bis der FCL zum ersten Abschluss kommt. Jordy Wehrmann versucht sich von der Strafraumgrenze, sein Schuss war aber deutlich zu harmlos. Die Luzerner kommen von nun an etwas besser ins Spiel. Und prompt fällt die FCL-Führung in der 23. Minute. Christian Schwegler bringt die Kugel mit einem seiner langen Einwürfe Richtung Strafraum, wo die Berner nur ungenügend klären können. Filip Ugrinic kommt mit viel Platz an den Ball und versenkt das Leder präzise in der linken Ecke.

YB weiterhin spielbestimmend und mit stattlichen 87% Ballbesitz

Die Berner haben sich vom Gegentor nicht schocken lassen und bestimmen nach wie vor die Partie. Die Luzerner Abwehr macht aber einen sehr soliden Eindruck. Einzig Christian Schwegler bekundete mit den schnellen und ballsicheren Aussenläufer der Berner Probleme. Schwegler muss dann gar vor der Pause vom Feld. Es zwickt im Oberschenkel. Für ihn kommt der genese Lucas Alves. YB lässt noch die eine oder andere gute Möglichkeit aus, die Luzerner verteidigen ihrerseits ansehend und so geht es mit der 1:0 Führung der Luzerner in die Pause. Mit dem Wissen, lange wird der FCL dem YB-Druck wohl nicht mehr Stand halten können.

Am Spielverlauf änderte die Pause herzlichst wenig. YB weiterhin mit einem hohen Gegenpressing und viel Druck Richtung Tor der Heimmannschaft. Und dennoch, die klareren Chancen gehören den Luzerner. Dejan Sorgic wird in der 55 Minute gut bedient und setzt den Ball nur knapp neben das Tor. Frydek kommt in der 62 Minute über links angebraust und schlägt einen Pass zu Louis Schaub. Dieser zieht direkt ab, aber leider auch deutlich am Tor vorbei. Die geduldigen Berner, die einfach nicht nachlassen, werden in der 71 Minute belohnt. Nsame, der Topskorer der Liga, kann sich im Strafraum behaupten und legt den Ball quer auf Fassnacht. Dieser fackelt nicht lange und trifft flach in die linke Ecke. Der Ausgleich ist alles andere als unverdient.

Die Reaktion der Luzerner? Eine Riesenchance! Der eingewechselte Yvan Alounga zieht der Berner Hintermannschaft auf und davon und legt die Kugel gefährlich in den Fünfmeterraum, wo Frydek einfach nur abschliessen muss. Der Aussenverteidiger steht 5 Meter alleine vor dem YB-Tor. Statt zu schiessen entscheidet er sich aber für ein weiteres Zuspiel auf Pascal Schürpf. Dieser scheint ein wenig überrascht und kann die Kugel nicht kontrollieren.

Auf und Ab in der Schlussphase

«Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten» … die alte Fussballweisheit kennt der FCL nur zu gut. Aus dem Nichts jubelt YB zum zweiten Mal nach der Pause. In der 87. Minute kommen die Berner etwas schmeichelhaft zur Führung. Nach einem Freistoss von Aebischer hält Müller zwar den Lefort-Kopfball. Doch der Ball landet via Bein von Knezevic dennoch im FCL-Tor. Ein bitteres Eigentor zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Auch wenn die Berner nach der Pause spielbestimmend waren, so war dies der zweite Torschuss auf den Kasten von Marius Müller. Effizienz pur! Noch ist der Sieg allerdings nicht im Trockenen. Schiedsrichter Jaccottet packt 6 Minuten Nachspielzeit oben drauf. Zeit, die der FCL braucht. Sie werfen noch einmal alles nach vorne. Selbst FCL-Goalie Marius Müller stiftet Unruhe im YB-Strafraum. Es läuft die 96. und letzte Minute des Spiels. Die Berner können nach einem Hin und Her im eigenen Strafraum den Ball klären. Vermeintlich. Denn Pascal Schürpf holt sich diesen ausserhalb des Sechzehners zurück und zieht ab. Sein Schuss (oder war es doch ein Pass …) landet bei Marvin Schulz. Aus der Drehung schiesst der Deutsche den kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich für den FCL.

Nach dem Spiel gegen Vaduz fühlte sich das Unentschieden wie eine Niederlage an. Nun, heute Abend, als die Luzerner den späten Treffer erzielten, fühlt sich das Unentschieden gegen YB fast wie ein Sieg an. Wenn auch nur fast. Aber immerhin, ein Punkt gegen den Leader ist sicherlich keine schlechte Ausbeute.

Bereits am Donnerstag geht es weiter. Dann reist der FCL in den Letzigrund zum Auswärtsspiel gegen Zürich. Anpfiff ist um 20.30 Uhr.

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Alex Schmid
Quelle: sda
veröffentlicht: 28. Februar 2021 15:48
aktualisiert: 28. Februar 2021 20:25