Nach Cup-Out

Mit müden Beinen und der Wut im Bauch nach Basel

Philipp Breit, 22. April 2022, 19:16 Uhr
Die Niederlage gegen Lugano im Cup-Halbfinal ist bitter. Die Entscheidung im Elfmeterschiessen tut dem FC Luzern weh. Der verpassten Chance lange nachtrauern liegt jedoch nicht drin. Bereits am Sonntag muss der Fokus wieder bei der Liga liegen – und dem Ziel: direkter Klassenerhalt.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: Tele 1

Es war eine kurze Nacht für Mario Frick und die FCL-Spieler. Erst frühmorgens kamen sie aus Lugano zurück. Zu Hause angekommen, ging der FCL-Trainer nicht sofort ins Bett: «Ich wollte wissen, was wir falsch gemacht haben. Deshalb habe ich das komplette Spiel noch einmal geschaut. Aber besser hat es das, ehrlich gesagt, nicht gemacht», so Frick.

Mit dem Ausscheiden aus dem Cup ist klar, dass der ganze Fokus des FCL nun auf der Mission Klassenerhalt liegen muss. Am Sonntag reisen die Luzerner zum Auswärtsspiel nach Basel – mit wohl etwas müden Beinen und der Wut im Bauch: «Klar wollen wir eine Reaktion zeigen. Körperlich werden wir erholt sein, wichtig ist aber die mentale Frische», sagt FCL-Stürmer Dejan Sorgic. Nicht selten hallen Niederlagen in den Köpfen länger nach als in den Beinen.

Frick dreht am offensiven Karussell

Die jüngsten Startaufstellungen lassen vermuten, dass Mario Frick sein Stammpersonal grösstenteils gefunden hat, zumindest in der Verteidigung und im Mittelfeld. In der Offensive rotiert er fleissig durch. Mal spielt Cumic mit Abubakar, dann Sorgic mit Abubakar oder Kvasina mit Cumic. Noch scheint Frick seinen Paradesturm nicht gefunden zu haben.

«Das hat auch damit zu tun, dass wir viel Qualität im Sturm haben. Es drängen sich immer wieder alle auf und ich habe die Qual der Wahl. Gut zu wissen ist auch, dass ich, wann immer nötig, auch mit Auswechslungen neuen Schwung ins Spiel bringen kann», sagt der FCL-Trainer dazu.

Fokus auf die eigene Leistung

Schwung wird es auch am Sonntag gegen Basel brauchen – und zwar von Anfang an. Die Basler ihrerseits befinden sich ebenfalls in etwas unruhigen Zeiten. Aussagen des Präsidenten Philipp Degen zur finanziellen Situation lassen aufhorchen. Davon wird sich der FCL jedoch nicht täuschen lassen. Zu gut weiss man Bescheid über die individuellen und kollektiven Stärken des FCB.

Und die Luzerner tun gut daran, wenn sie einzig und allein auf sich selbst schauen, denn es sind dringend Punkte gefordert. 5 Zähler Rückstand muss der FCL auf GC und Platz 8 aufholen. Die Zürcher spielen zeitgleich gegen Lausanne. Diese Partie ist auch für den FCL von grosser Bedeutung. Aber hätte, wenn und würde bringt nichts. Der FC Luzern muss gegen Basel gewinnen und erst dann schauen, was auf den anderen Plätzen geschah.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 22. April 2022 19:03
aktualisiert: 22. April 2022 19:16
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