FC Luzern

Nächster Halt: Lugano! 3 Punkte bitte einsteigen

Philipp Breit, 23. Juni 2020, 17:42 Uhr
Es geht Schlag auf Schlag in der Super League. Bis Ende Saison gibt es für alle nur noch englische Wochen. Nach dem Sieg am Sonntag gegen Basel reist der FCL nun am Mittwoch ins Tessin zum Auswärtsspiel gegen Lugano.

«Wir haben Basel geschlagen, also müssen wir uns vor Lugano sicher nicht verstecken». Idriz Voca strahlt das Selbstvertrauen aus, welches aktuell fast jeden beim FC Luzern umgibt. Und es ist Selbstvertrauen und eben nicht Überheblichkeit oder Arroganz.

«Der Trainer legt grossen Wert auf das Mentale», so Voca. «Aber er schaut auch, dass wir alles richtig einschätzen und nicht abheben». Und diese Gratwanderung scheint Fabio Celestini aktuell in Perfektion hinzubekommen. Schon vor dem Basel-Spiel kamen selbstbewusste Aussagen. Und dann? Dann hat der FCL auch geliefert. Was auch nicht immer der Fall war. «Wir hatten auch mit anderen Trainern schon gute Läufe», weist Voca hin. «Aber nun schaut der Trainer, dass wir nicht aus diesem Lauf geworfen werden».

Rückkehr an die alte Wirkungsstätte

Für Fabio Celestini dürfte es eine besondere Reise werden ins Tessin. Es ist für ihn eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Von Oktober 2018 bis Oktober 2019 war der Romand Trainer bei Lugano. Er erreichte die Gruppenphase der Europa League, musste daraufhin dennoch kurz nach Saisonstart seinen Posten räumen. «Ich habe nur gute Erinnerungen an Lugano», betont Celestini. «Ich freue mich, den Präsidenten und die Spieler zu sehen, aber auch viele Leute rund um den Club».

Mehr als nette Worte wird es dann von Celestini wohl aber nicht geben. Schliesslich gehe es nicht um ihn, sondern um den FCL. «Das ist blablabla, es liegt dann an den Spielern, unseren Plan umzusetzen». Wie dieser Plan ausschaut? Da will sich Celestini nicht in die Karten schauen lassen. «Aber wir wissen, dass Lugano defensiv sehr gut steht. Und wenn sie den Ball haben, ist ihr Umschaltspiel und ihr Konter sehr schnell. Da müssen wir aufpassen.» Und dass es gegen die Tessiner nicht einfach ist für den FCL, zeigt auch ein Blick auf die vergangenen Spiele. Aus den letzten fünf Spielen gingen die Luganesi vier Mal als Sieger hervor. Ein Match endete unentschieden. Der letzte Sieg der Luzerner datiert aus dem November 2018, als der FCL auswärts mit 4:1 gewann.

Nicht einsatzbereit sind am Mittwoch die beiden Langzeitverletzten Christian Schwegler und Tsiy Ndenge. Fraglich ist Blessing Eleke. Er ist nach dem Basel-Spiel etwas angeschlagen. «Ich möchte bei Blessing kein Risiko eingehen. Mal sehen, ob er dabei ist», so Celestini. «Blessing hat sehr gut trainiert und fühlt sich wohl. Er ist ein wichtiger Spieler für mich und wir haben noch eine lange Saison vor uns».

Anpfiff zwischen Lugano und Luzern ist am Mittwochabend um 20.30 Uhr. Radio Pilatus überträgt das Spiel live.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. Juni 2020 17:57
aktualisiert: 23. Juni 2020 17:42