Wieder Platzverweis

Ohne Glück im Abschluss: Der FC Luzern verliert 0:2 gegen Servette

4. September 2022, 17:33 Uhr
Der FC Luzern trifft gegen Servette das Tor nicht. Die Genfer können sich daher über einen Auswärtssieg freuen. Der FC Luzern verpasst somit den Sprung in die erweiterte Tabellenspitze. Kurz vor Schluss holt sich mit Denis Simani erneut ein Luzerner die Rote Karte. Es ist bereits die fünfte Rote Karte in der Meisterschaft.

Quelle: PilatusToday

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Der FC Luzern startete entschlossen ins Spiel und erspielte sich schon in den Startminuten erste Chancen und drei Eckbälle. Jeder in der Swissporarena sah, dass sich die Luzerner viel für diesen wichtigen Match vorgenommen hatten. In der 14. Minute zimmerte Jashari einen Weitschuss wunderbar und gefühlvoll ins rechte hohe Eck, aber leider prallte das Leder vom Pfosten zurück ins Feld. Auch die zweite Viertelstunde gestalteten die Platzherren engagiert und gefällig aber wirklich zwingende Szenen konnten sie sich nicht kreieren.

Servette mit gnadenloser Effizienz

Das machten die Gäste aus Genf deutlich besser. In der 29. Minute gelang Cognat nach einer schönen Aktion der ganzen Genfer Offensivabteilung der Führungstreffer. Vom Spielanteil her war dieser nicht wirklich verdient aber ein Lehrstück in Sachen Effizienz für die Luzerner allemal.

Das sagt Pius Dorn zur Niederlage:

Quelle: PilatusToday

Leider machten es diese auch 10 Minuten später nicht besser, als Kadak den Ball nach einer schönen Einzelaktion von Abubakar komplett frei über das gegnerische Goal beförderte. So blieb das Heimteam für den grossen Aufwand in der ersten Halbzeit unbelohnt musste mit einem Rückstand in die Kabine.

Ausgeglichene zweite Halbzeit

Nach der Pause neutralisierten sich die beiden Mannschaften über lange Zeit weitgehend und das Spiel bewegte sich vornehmlich zwischen den beiden Strafräumen. Die wenigen Abschlüsse der Luzerner landeten ausnahmslos neben dem Tor oder wurden durch ein Genfer Bein geblockt. Frick im Tor von Servette musste nur selten eingreifen und seine Vorderleute beschränkten sich mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr auf Defensivarbeit.

So reagiert Dejan Sorgic auf die Niederlage:

Quelle: PilatusToday

Das machte die Aufgabe für den FCL nicht einfacher und Trainer Frick versuchte daher mit der Einwechslung von Ardaiz zusätzliche offensive Impulse zu setzen. Dieser Effekt verpuffte aber schnell, im Gegenteil, es waren die Genfer die mit einigen gefährlichen Kontern dem zweiten Tor näherkamen.

Wieder ein Platzverweis

In der Nachspielzeit konnte Servette den Deckel drauf machen, als Crivelli auf 0:2 erhöhte. Noch dicker kam es in der letzten Spielminute, als Simani nach einer unglücklichen Aktion als letzter Spieler noch eine rote Karte abholte. Nach drei Platzverweisen im letzten Spiel gegen Sion war das doppelt schmerzhaft, weil somit im nächsten Spiel gegen Winterthur wieder ein Verteidiger gesperrt sein wird.

Das sind die FCL-Noten:

Spieler des Spiels

Der 18-jährige Leny Meyer machte seine Sache bei seinem ersten Startelfeinsatz in der Super League gut, fügte sich schnell die Mannschaft ein und ist definitiv ein Versprechen für die Zukunft.

Szene des Spiels

Was wäre gewesen, wenn Jasharis Schuss in der 14. Minute im Tor gelandet wäre…? Ein Traumschuss, mit Potential zum Tor des Jahres, der das Spiel gegen ein defensiv starkes Servette in ganz andere Bahnen hätte leiten können.

(Martin Muheim)

Das Spiel zum Nachlesen

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 4. September 2022 14:12
aktualisiert: 4. September 2022 17:33