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FCL zu Celestinis Abgang

«Seine Aussagen haben das Vertrauensverhältnis zerstört»

23. November 2021, 06:31 Uhr
Es war die berühmte Niederlage zu viel: Nach der 1:3-Pleite gegen Lugano am Sonntag, haben die Verantwortlichen des FCL nun die Reissleine gezogen und Trainer Fabio Celestini entlassen.
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Quelle: PilatusToday / David Migliazza

Das Ende der Zusammenarbeit überrascht nicht. Die Anzeichen auf die Trennung hatten sich übers Wochenende weiter verdichtet. Da waren die erneute sportliche Nullrunde mit der 1:3-Niederlage in Lugano und der Absturz auf den letzten Platz in der Rangliste. Da waren aber auch Aussagen Celestinis, die bei der Vereinsführung Unverständnis ausgelöst hatten.

In einem in der Freitags-Ausgabe der «Luzerner Zeitung» gedruckten Interview hatte sich Celestini über seine Vorgesetzten so geäussert: «Remo Meyer (Sportchef, Red.) kann machen, was er will. Stefan Wolf (Präsident, Red.) kann machen, was er will. Mich interessieren nur meine Spieler, meine Mannschaft.»

Vertrauensverhältnis gestört

«Seine Aussagen haben das Vertrauensverhältnis sehr gestört und uns dazu bewogen, ihn als Trainer zu entlassen», sagt FCL-Präsident Stephan Wolf im Interview mit PilatusToday und Tele 1. Doch natürlich sind auch die fehlenden Punkte ausschlaggebend. Der FC Luzern hat 6 Punkte Rückstand auf Platz 8. «Celestini ist ein guter Trainer, wir sind mit ihm Cupsieger geworden. Wir sind davon ausgegangen, dass wir eine gute Basis haben für die neue Saison. Wir waren überzeugt, dass wir den Turnaround schaffen», so Wolf.

Nun schaue man in die Zukunft, und da zählt genau eines: «In den letzten vier Spielen müssen wir Punkte holen und nichts anderes.»

Ins gleiche Horn bläst auch der FCL-Sportchef Remo Meyer. «Wir haben Höhen und Tiefen zusammen erlebt, Erfolge gefeiert und hatten auch schwierige Phasen. Aber mit dieser neuen Ausgangslage seit dem Wochenende ist das Vertrauensverhältnis nicht mehr da.»

Bei der Mannschaft sieht Remo Meyer keinen Handlungsbedarf. «Man hinterfragt immer alles. Aber wir sind überzeugt, dass das Kader die Qualität hat, um wieder aus der Misere rauszukommen.»

Celestini hatte den Trainerposten in Luzern im Januar vergangenen Jahres als Nachfolger des ebenfalls entlassenen Thomas Häberli übernommen. Höhepunkt seiner knapp zweijährigen Amtszeit war der Cupsieg im vergangenen Mai. In der Meisterschaft hatte Celestini die Mannschaft auf die Plätze 5 und 6 geführt. Bis zur Winterpause übernimmt der bisherige U21-Coach Sandro Chieffo die Verantwortung für das Super-League-Team.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 22. November 2021 14:49
aktualisiert: 23. November 2021 06:31