0:0 gegen den FCZ

Starkes Luzern verschenkt zuhause zwei Punkte

16. Dezember 2020, 22:59 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Der formstarke FCL agiert äusserst druckvoll und mit viel Schwung in dieser Partie. Das Tor will aber gegen defensiv eingestellte Zürcher nicht fallen. Das 0:0 sind zwei klar verschenkte Punkte der Luzerner. Varol Tasar und Pascal Schürpf vergeben die besten Luzerner Chancen.

Die erste Halbzeit ist eigentlich schnell zusammengefasst: Der FC Luzern ist klar spielbestimmend und kommt zu einigen Abschlüssen, ohne jedoch grosse Gefahr auf Yanick Brecher, den Zürcher Torwart, auszuüben.

Die beste Chance vergibt Pascal Schürpf in der 15 Minute mit einem satten Weitschuss, der das Tor knapp verfehlt. Die Überlegenheit auf dem Platz ist zwar schön mitanzusehen, aber bekannterweise schiesst schönes Passspiel allein keine Tore. Eine ganz grosse Möglichkeit bietet sich Varol Tasar, als er völlig freistehend aus rund 8 Metern Entfernung zum Volley ansetzt. Leider kann er den Ball nicht ganz einschätzen und schlägt so unter der Kugel durch.

Die Leuchten machen vieles richtig und versuchen mit viel Aufwand die Führung zu erzielen. Wo bleibt der VAR?

Die Luzerner stehen hoch und erzeugen viel Druck auf den FC Zürich, nur das Tor will nicht fallen. Kurz vor der Pause liegt plötzlich Pascal Schürpf im Sechszehner mit ausgestreckten Armen. Er wurde deutlich von Ousmane Doumbia berührt, doch der VAR entschied sich, nicht einzugreifen.

Fabio Celestini nach dem Spiel „Das ist ein klarer Penalty. Der Kontakt ist klar da. Ich verstehe nicht, warum sich der Schiedsrichter die Szene nicht anschauen geht.“ Auch der Ballbesitz spricht eine deutliche Sprache. Luzern kommt auf 60 Prozent Ballbesitz. Die torlose erste Hälfte ist schmeichelhaft für die Zürcher, da sie wenig bis gar nichts in das Spiel investieren und froh sein können, dass der FCL sein Visier nicht eingestellt hat.

Auch die Startphase in die zweite Halbzeit gehört klar den Luzernern. Unermüdlicher Aufwand, den die Luzerner da betreiben. Sie versuchen sich immer wieder spielerisch vors gegnerische Tor zu spielen, verpassen den Zeitpunkt für den Abschluss aber öfter und so verlieren sich die guten Ansätze im Nichts.

Kurzes Lebenzeichen der Zürcher beunruhigt Fabio Celestini. Das Spiel darf man nicht verlieren!

Es dauerte ganze 57 Minuten bis ein Lebenszeichen der Zürcher kam. Assan Ceesay versagt gleich zwei Mal gut freistehend am Luzerner Sechszehner. Man merkt Fabio Celestini an, dass er dieses Spiel um keinen Preis verlieren will. Er dirigiert und meldet sich immer wieder lauthals von der Seitenlinie.

Mit dem Aufwachen des FCZ kommt plötzlich mehr Schwung ins Spiel. Zwei Mal kommt Varol Tasar, der ein gutes Spiel zeigt, zum Abschluss. Zuerst neutralisiert Yanick Brecher seinen sehenswerten Schlenzer in die obere linke Ecke. Beim nächsten Versuch braucht es sogar den Pfosten, um die Luzerner Führung zu verhindern. Es wird also immer knapper mit dem längst überfälligen Tor für die Leuchten. Luzern spielt und spielt, aber ohne das nötige Glück auf seiner Seite zu haben. Immer und immer wieder ist ein Zürcher Fuss im Weg, oder sie scheitern an sich selbst. Fussball kann manchmal sehr hart sein. Der FCL ist dominant und hat eigentlich alles im Griff. Das erlösende Tor will heute einfach nicht fallen.

Grösster Aufreger in den Schlussminuten ist ein Handgemenge vor der Ersatzbank, als sich Dejan Sorgic und Toni Domgioni an die Gurgel gehen. Folgerichtig sehen beide den gelben Karton. Die Luzerner sind sichtlich bedient und man sieht ihnen die Enttäuschung deutlich an. Die Zürcher nehmen diesen Punkt sicher gerne mit nach Hause.

(als)

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 16. Dezember 2020 17:51
aktualisiert: 16. Dezember 2020 22:59