FCL-Siegesglück

«Süchtiger» Frick hat Lust auf mehr

Philipp Breit, 20. Februar 2022, 16:15 Uhr
Innerhalb von zwei Wochen spielt der FC Luzern gegen die gesamte Westschweizer-Fraktion. Nach dem Spiel gegen Sion folgt am Sonntag Genf und dann in einer Woche das Kellerduell gegen Lausanne. Die neugewonnen Siegeseuphorie soll die Luzerner zu weiteren Punkten tragen.
Mario Frick will auch am Sonntag gegen Servette etwas zum Lachen haben.
© KEYSTONE/Urs Flueeler

Der FCL fand gegen Sion am vergangenen Wochenende zurück auf die Siegesstrasse. Lag es daran, dass Marco Burch Captain war oder dass Marvin Schulz eine neue Frisur hatte? Der Deutsche muss lachen ab dieser Frage. «Vielleicht etwas von beidem». Es war wohl vielmehr die geschlossene und kämpferische Leistung, die zum Erfolg führte. Und weniger Schulzs Frisur oder Burchs Armschmuck.

Frick will süchtig werden

«Insbesondere in der Effizienz können wir schon noch einige Punkte besser machen. Wir müssen zudem den ersten Pfosten noch konsequenter anlaufen, dann sind auch noch mehr gefährliche Situationen möglich», so FCL-Trainer Mario Frick. Man habe noch viel Luft nach oben. Und dennoch: «So wie gegen Sion, das war schon sehr nahe an meiner Idee von Fussball.» Eine Idee, die zum ersten Mal seit Langem in der Liga gefruchtet hat. Mit dem Siegesgefühl liess es sich dann auch einiges ungenierter trainieren unter der Woche. «Für einen Fussballer und auch einen Trainer gibt es kein schöneres Gefühl als jenes eines Sieges. Und genau nach diesem Gefühl müssen wir süchtig werden», führt Frick aus. «Du startest ganz anders in die Woche mit einem Siegesgefühl. Man freut sich richtig und fühlt sich bestätigt, dass man auf dem richtigen Weg ist».

Schulzs Freude an Fricks Offensivfussball

Der Weg unter Frick scheint tatsächlich der Richtige zu sein. Die Luzerner zeigen klare Aufwärtstendenzen und sprühen wieder vor Energie. «Er will Fussball spielen und das wollen wir natürlich auch», so Marvin Schulz. «Wir haben viele Offensivspieler auf dem Feld. Dadurch können wir viel kombinieren und haben somit oft den Ball. Das fühlt sich richtig gut an.»

Wie gut es sich am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen Servette anfühlt, hat der FCL in den eigenen Händen. Oder Füssen. Lässt man den Genfer die Räume und hoch pressen, dann kommen sie schnell ins Spielen. Und dies kann gefährlich werden, auch wenn die Genfer zuletzt mit 1:5 gegen St. Gallen untergingen. Einen FCL-Sieg im Stade de Genève gab es zuletzt im November vor zwei Jahren. Einen Hoffnungsschimmer hat FCL-Trainer Mario Frick jedoch: «Servette spielt dasselbe System wie Sion, deshalb erwarten wir einen ähnlichen Match.» Gleiches System, aber auch gleiches Resultat wie gegen die Walliser? «Das hoffen wir doch», sagt Mario Frick und lacht. Hoffentlich haben die Luzerner auch am Sonntag etwas zu lachen und können erneut in eine Woche starten mit Siegeseuphorie.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 18. Februar 2022 16:41
aktualisiert: 20. Februar 2022 16:15
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