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FC Luzern

Trotz 1:2 Niederlage: Ein Spiel im Zeichen von zwei Legenden

22. Mai 2021, 19:27 Uhr
Das letzte Heimspiel verlor der FCL gegen Lugano mit 1:2 Toren. Dabei konnten die Luzerner ihr Offensivspiel nie richtig zur Geltung bringen. Wichtiger als das Resultat waren aber die emotionalen Verabschiedungen von den beiden FCL Legenden David Zibung und Christian Schwegler.
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Quelle: PilatusToday

Nicht nur der Himmel weinte während den Abschiedsworten an Dave Zibung und an Chrigu Schwegler, sondern auch die beiden FCL Legenden selbst waren den Tränen nahe. Beide gaben an diesem letzten Spieltag der Saison 2020/2021 ihren Ausstand in der Swissporarena.

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Quelle: Tele 1

Trainer Celestini liess, bis auf Torhüter Müller, die erste Garde gegen Lugano ran. Das Spielgeschehen plätscherte bis in die 6. Minute dahin ehe Ndjaye sich über rechts in den Strafraum drippelte und scharf in die Mitte spielte wo Schürpf ganz überrascht den Ball bekam und aus kürzester Distanz knapp die Führung verpasste. In der Folge übernahmen die Einheimischen das Spielgeschehen und kamen auch immer wieder gefährlich in die Nähe des Tors von Lugano. In der 14 Minute war es Varol Tasar, welcher über rechts die Luganesi austanzte und am überragend reagierenden Baumann scheiterte.

Der Regen wurde stärker und das Spiel flachte zusehends ab. Luzern behielt die Oberhand aber ohne weitere klare Torchance heraus zuspielen. Doch plötzlich kam Lugano mit Zug in die Offensive. Den ersten Schuss von Lavanchy konnte Zibung noch zum Eckball klären. Knezevic und Co. konnten sich dabei nicht einigen, wer Marcis Oss bewachen würde, was dieser unbedrängt zur Führung ausnutzte. Luzern versuchte wieder zu Torschancen zu kommen. Die klarste, ja gar ein Tor erzielte Wehrmann mit einem strammen Schuss nach einem Eckball. Jedoch hatte der VAR etwas dagegen und fand bei genauerem Hinsehen ein Handspiel von Ndiaye, welcher mit dem Arm den Ball an Wehrmann weiterleitete. So ging es mit der schmeichelhaften Führung für Lugano in die Pause.

Schlussoffensive kam zu spät

Zum Start der zweiten Halbzeit kamen mit  Grether, Alounga und Emini für Schwegler, Schaub und Ugrinic neue Kräfte ins Spiel. Celestini wollte somit neue Impulse für die letzte Halbzeit dieser Saison geben. Für Schwegler war diese Auswechslung somit sein Karrierende in der heimischen Swissporarena. Diese Wechsel zeigten in der 49 Minute schon die erste Wirkung: Schürpf auf Alounga und dieser auf Wehrmann, welcher seinen Schuss aus 16 Meter zum Eckball abgelenkt sah. Danach kam Frydeck ebenfalls zu einem Weitschuss und Schürpf traf gar aus einer Abseitspoistion zum vermeintlichen Ausgleich. Die Einheimischen waren nun definitiv spiel-bestimmend. Diese Druckphase fand in der 57. Minute ein abruptes Ende: Die Gäste kombinierten sich viel zu einfach durch die Hintermannschaft der Luzerner und so tauchte Opara alleine vor Dave Zibung auf und erhöhte ohne Probleme zum 2:0.

Die Luzerner waren in der Folge bemüht, jedoch ähnelte das Spielgeschehen jenem der ersten Halbzeit ohne zwingende Möglichkeiten. In der 66. Minuten wechselte Celestini noch mit Sorgic (für Schürpf) seine letzte offensive Waffe ein. Auch Alves ersetzte gleichzeitig noch Knezevic. Es dauerte bis zur 77. Minute ehe die Luzerner eine erste Gelegenheit konstruieren konnte. Dabei wurde Alounga von Oss im Strafraum unfair gestoppt, was folglich zum Elfmeter führte. Dieser verwandelte Sorgic souverän zum Anschlusstreffer. Dies war der Startschuss für die Luzerner Schlussoffensive, welche mit vielen Emotionen leider nicht zum Erfolg führte. Oss flog in der Nachspielzeit auf Seiten Luganos noch mit der Ampelkarte vom Platz. Auch die nummerische Überzahl konnten die Einheimischen in den verbleibenden Minuten nicht mehr ausnützen.

So konnte in dieser Saison ausser YB und Basel einzig noch Lugano die Luzerner in der heimischen Swissporarena bezwingen.

Der FCL beendet diese spezielle Corona-Saison auf dem guten 5. Platz. Hätte dies jemand Mitte Februar gewagt als Ziel heraus zu geben, so wäre diese Person wohl als Verrückt abgetan worden. So oder so, das grosse Highlight steht am Montag mit dem Cupfinal an. Hier kann der FCL diese Saison mit dem Cupsieg definitiv krönen.

Hopp Lozärn!

Vor Anpfiff des Spiels wurden FCL-Legende David Zibung, der über 500 Spiele für den FC Luzern absolvierte, und Christian Schwegler, der seit 2017 beim FCL spielt, verabschiedet. Zibung hatte bei diesem Abschied Tränen in den Augen und bedankte sich durch Klatschen bei den Fans.

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Quelle: pilatustoday

Im letzten Meisterschaftsspiel des 37-Jährigen verlor der FC Luzern drei Tage vor dem Cupfinal gegen Lugano 1:2 und rutschte noch auf den 5. Platz ab. Für Zibung war es der erst zweite Meisterschaftseinsatz in dieser Saison. Im Cupfinal am Montag gegen St. Gallen wird dann wieder Stammkeeper Marius Müller im Tor des FCL stehen.

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Quelle: PilatusToday

Lugano sicherte sich dank der Tore Marcis Oss (31.) und Lucky Opara (57.) den 4. Platz. Die Tessiner kommen nun auf eine beachtliche Bilanz: Die Hälfte der sechs Saisons seit dem Aufstieg 2015 beendeten sie in den Top 4.

(SDA/red.)

Telegramm:

Luzern - Lugano 1:2 (0:1)

100 Zuschauer. - SR Cibelli. - Tor: 31. Oss (Ziegler) 0:1. 57. Opara (Custodio) 0:2. 78. Sorgic (Foulpenalty/Foul von Oss an Alounga) 1:2.

Luzern: Zibung; Schwegler (46. Grether), Burch, Knezevic (66. Lucas), Frydek; Tasar, Ugrinic (46. Emini), Wehrmann, Schürpf (66. Sorgic); Ndiaye, Schaub (46. Alounga).

Lugano: Baumann; Lavanchy, Oss, Ziegler, Opara; Guidotti, Sabbatini, Custodio; Lovric (46. Macek); Bottani, Ardaiz (26. Lungoyi; 91. Facchinetti).

Bemerkungen: Luzern ohne Schulz, Alabi, Binous und Ndenge (alle verletzt), Lugano ohne Abubakar, Daprelà, Kecskes und Maric (alle verletzt). 89. Gelb-Rote Karte gegen Oss wegen Fouls. Verwarnungen: 42. Ugrinic (Foul). 48. Lungoyi (Foul). 73. Guidotti (Foul). 77. Oss (Foul). 91. Sabbatini (Foul).

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 21. Mai 2021 20:14
aktualisiert: 22. Mai 2021 19:27