FC Luzern

Trotz Schaubs Traumtor nur ein Unentschieden gegen Vaduz

24. Februar 2021, 21:05 Uhr
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday

Ein Unentschieden mit dem Gefühl einer Niederlage. Auch wenn die Luzerner gegen Vaduz mit einem 1:1 zurück in die Zentralschweiz reisen, die Punkteausbeute ist zu wenig. Dies hat sich der FCL aber selbst zuzuschreiben, wegen einer ganz schwachen zweiten Halbzeit.

Wichtiges Spiel im Rheinpark-Stadion: Einerseits weil der FCL mit einem Sieg Vaduz auf Abstand halten will in der Tabelle und andererseits, damit der Kontakt zum Tabellen-Mittelfeld kleiner wird. Das Spiel im Rheinpark ist die letzte Partie der Vorrunde. Somit ist klar, dass die Saison gewertet wird, auch wenn es aufgrund der Corona-Pandemie zu einem Saisonabbruch kommen sollte.

Freundliches Abtasten ist die Devise in der ersten Viertelstunde. Weder die Luzerner noch die Vaduzer gehen vehement in die Zweikämpfe oder versuchen das Spieldiktat in die Hand zu nehmen. Mit dieser Einstellung der Mannschaften plätschert das Spiel vor sich hin.

Aus dem Nichts macht es WUMMS

Der Winterzugang Jordy Wehrmann erkämpft sich den Ball im Mittelfeld gut zurück und spielt gleich weiter Richtung Louis Schaub. Was dann kommt ist ein Traum für jeden Fussball-Fan: Schaub legt sich den Ball rund 22 Meter vor dem Tor zurecht und zirkelt das Leder mit dem linken Aussenrist ins rechte Lattenkreuz. Was für ein Traumtor des Österreichers in der 24. Minute.  

Mit dieser Einzelaktion sind es nun die Luzerner die das Spiel bestimmen. Die Leuchten kommen zwar immer wieder gefährlich vors Vaduzer Tor. Leider können sie die Überlegenheit nicht in Tore umwandeln. Beste Gelegenheit bietet sich Dejan Sorgic, der sich mit Hilfe von Schulz ansehnlich durch die Abwehr kombiniert. Sein Schuss geht nur haarscharf am Kasten vorbei. Auch Vaduz hat noch eine gute Möglichkeit in Form von einem Freistoss an der Strafraumgrenze. Doch Marius Müller streckt sich gekonnt und entschärft den Schuss von Milan Gajic zur Ecke.

Die zweite Halbzeit? Komplett zum Vergessen!

Vaduz kommt gut aus der Kabine und sucht vehement den Ausgleich. In der 48 Minute zischt der Ball nur knapp am Gehäuse von Marius Müller vorbei. Das Spiel mit dem Feuer steht den Luzernern nicht sonderlich gut. Viel zu oft verlieren sie die Bälle in der Vorwärtsbewegung und ermöglichen so dem Gegner schnelle Konter. Von Minute zu Minute traut sich der FC Vaduz mehr zu und kommt dem Ausgleich immer näher.

Die Nummer 1 im Luzerner Tor macht seine Sache aber wie gewohnt sicher und ist jederzeit zur Stelle. Nach der eigentlich guten ersten Halbzeit ist der Leistungseinbruch der Luzerner nur schwer zu verstehen. Keine Aktionen gelingen mehr. Bälle gehen am Laufmeter verloren. Auch in den Zweikämpfen ist man oft einen Schritt zu spät. Und auch die Konterstärke der Luzerner kommt für einmal nicht zu tragen. Auch wenn die Leuchten mit viel Platz und Tempo vorrücken, verlieren sich die Bemühungen im Nichts. Häufig stehen sich die Luzerner gar selber im Weg.

Und so kommt, was kommen muss: Tief in der Nachspielzeit gelingt den Vaduzern der Ausgleich. Über links kommt der Ball unbehelligt in die Mitte bis zu Di Giusto. Dieser muss nur noch den Fuss hinhalten. Der Ausgleich aus Vaduzer Sicht ist verdient. Aus Luzerner Sicht ist er höchst unnötig. Der FCL schlägt sich wie schon so oft in dieser Saison einmal mehr selbst.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 24. Februar 2021 18:06
aktualisiert: 24. Februar 2021 21:05