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Überlebenskampf in der Super League: So will der FC Luzern über den Strich

FCL im Saisonendspurt

«Wir sind noch am Leben» – Luzern will mit den Fans im Rücken in die Top 6

· Online seit 04.04.2024, 07:27 Uhr
Heiss, heisser, Super-League-Strichkampf: Vier Spiele vor der Tabellen-Teilung streiten sich noch (mindestens) zwei Teams um einen Platz in den Top 6. Tabellarisch mit den schlechteren Karten: der FC Luzern. Und doch haben die Luzerner gute Chancen, den Sprung in die Championship Group noch zu schaffen.
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Der Gedanke an die 93. Spielminute am Ostermontag ruft wohl noch immer beim einen oder anderen FCL-Fan Gänsehaut hervor. Der Punktgewinn gegen St.Gallen sei im Kampf um die Top 6 «überlebenswichtig» gewesen, meinte FCL-Trainer Mario Frick am Mittwochmittag – also noch vor der Bekanntgabe, dass Captain Ardon Jashari im Sommer nach Belgien wechseln wird.

Das sagte Stürmer Lars Villiger am Ostermontag zu seinem 1:1-Ausgleichstreffer:

Quelle: PilatusToday / Livia Barmettler

Unter anderem mit dem Ziel, die Super League spannender zu machen, wurde auf diese Saison hin ein neuer Modus eingeführt. Dieser sieht vor, dass die Tabelle nach 33 Spielen geteilt wird. Die besten sechs Teams spielen in der Championship Group um den Meistertitel und die europäischen Plätze, die anderen sechs Mannschaften in der Relegation Group gegen den Abstieg.

Das Ziel «Zusatz-Spannung» scheint erfüllt. Kurz bevor ein erstes Mal abgerechnet wird, herrscht Strichkampf pur. Auf Rang 7 liegend würden die Luzerner aktuell das Saisonziel Top 6 knapp verpassen. Drei Punkte fehlen auf St.Gallen. Mit Zürich und Winterthur stehen jedoch zwei aktuell noch besser klassierte Teams in Reichweite, allerdings bereits mit jeweils sechs Punkten Vorsprung. Es ist also noch alles möglich.

FCL muss nun zur Heimmacht werden

Das FCL-Restprogramm lautet Yverdon, Lausanne-Sport, YB und Basel. Sogar die ansonsten allmächtigen Young Boys und Basler sind aktuell schlagbar. Frick stellt zurecht fest: «Wir sind noch am Leben und haben alles in den eigenen Füssen.»

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Der grosse Vorteil der Luzerner: drei der vier Spiele finden zu Hause auf der Allmend statt. Springt die Energie vom grünen Rasen auf die Ränge, vereinen sich Mannschaft und Fans – und der FCL kann im entscheidenden Moment eine Heimmacht werden. «Die Wahrheit liegt auf dem Platz», sagt jedoch Mario Frick, der damit den ehemaligen Hertha-Trainer Otto Rehhagel zitiert.

Spektakel und drei Punkte erwünscht

«Ich habe mir auch vorgestellt, was gewesen wäre, wenn wir den Punkt gegen St.Gallen nicht geholt hätten. Dann wäre das Gemüt von allen wieder total am Boden», sagt der FCL-Trainer. Insbesondere in einer englischen Woche sei es sehr wichtig, mit einem guten Gefühl ins nächste Spiel gehen zu können. «Jetzt ist es ein gefühlter Sieg. Das Unentschieden hat uns Rückenwind gegeben für die anstehenden Aufgaben.»

Der Druck, dass jedes Spiel, das nun noch kommt, ein gefühltes Finalspiel sein kann, ist spürbar. Die Anspannung wurde mit der hitzigen Atmosphäre in St.Gallen zusätzlich verstärkt. «Ich bin aber überzeugt, dass wir am Donnerstag gegen Yverdon befreit aufspielen und hoffentlich ein Spektakel abliefern werden.» Und so drei weitere «überlebenswichtige» Punkte einfahren.

veröffentlicht: 4. April 2024 07:27
aktualisiert: 4. April 2024 07:27
Quelle: PilatusToday

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redaktion@pilatustoday.ch